The family of the man – Ein UNESCO Weltdokuemntenerbe

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The family of the man

Seit dem 5. Juli kann man die Ausstellung The family of the man noch bis Ende des Jahres 2021 im Schloss Clervaux in Luxemburg betrachten. Diese Sammlung von historischen Aufnahmen gelten als außergewöhnliches Erbe und damit auch heute schon als eine Legende in der Geschichte der Fotografie. 

Der in Luxemburg geborene Maler und renommierter Fotograf Edward Steichen trug die erste Version dieser Sammlung erstmals 1955 für das Museum of Modern Art in New York zusammen. Er konzipierte die Reihe als eine Art von Momentaufnahmen und Emotionen, die in der Zeit des kalten Krieges eine Botschaft des Friedens vermitteln sollte. Seit 1994 ist die Sammlung nun als Dauerausstellung im Schloss Clervaux in Luxemburg untergebracht und wurde mit insgesamt 503 Aufnahmen von 273 verschiedenen Fotografen aus 68 verschiedenen Ländern vervollständigt. 

The family of the man

Die Ausstellung The Family of the man steht als Manifest für den Frieden und die fundamentale Gleichheit der Menschen, ausgedrückt durch die humanistische Fotografie der Nachkriegszeit. Sie wurde seit ihrer in mehr als 150 Museen weltweit ausgestellt und lockte mit ihren modernistisch und spektakulär in Szene gesetzten Aufnahmen von Künstlern wie Robert Capa, Henri Cartier-Bresson , Dorothea Lange, Robert Doisneau, August Sander oder Ansel Adams

 bereits über 10 Millionen Zuschauer an. 2003 wurde sie in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. 

Für Edward Steichen ist diese Sammlung bemerkenswerter Fotografien das wichtigste Werk seiner Karriere und fasst seinen beruflichen Werdegang als Ausstellungskurator im MoMA zusammen. Die Aufnahmen wurden nach ihrer Ausdrucksstärke gewählt – die Szenografie taucht den Betrachter in ein fotografisches Essay. Die Ausstellung The family of the man war für seine Zeit aus fotografischer und szenografischer Sicht ungewöhnlich und visionär zugleich und spiegelt heute den Kontext seiner Schaffung wieder. Aufnahmen aus dieser Sammlung wurden zu Ikonen der Fotogeschichte, Reaktionen der Besucher zeugen heute noch vom aktuellen Charakter der Aufnahmen. 

Unter Leitung des National Department of Sites and Monuments wurden die historischen Werke der Ausstellung im Schloss Clervaux restauriert und die Räumlichkeiten renoviert um Design und technologie der Ausstellung auf die heutigen Standards zu bringen. 

Durch das neue Vermittlungskonzept mit einer Museumsbibliothek und einem Multimediaguide auf einem iPad mini wird der Besucher durch die Ausstellung begleitet und bekommt Zugang zu diversen Dokumenten über die Geschichte der Erstausstrahlung, ihren Parcours, sowie über Edward Steichen und die mitwirkenden Fotografen. Die Chronogolie der Bilder wurden eingehalten und entsprechen der Orginalinzinierung im MOMA, sodass die Besucher die damalige Stimmung nachempfinden können und die Aufnahmen gleichermaßen auf sich wirken lassen können. Gleichzeitig wird jedoch eine gewisse Distanz zur Geschichte erfordert, die das Clervaux durch seine sehr nüchterne Architektur der Ausstellungsräume von Nathalie Jacoby (NJOY) bietet. 

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Dezember diesen Jahres geöffnet und kann Mittwochs bis Sonntags und Feiertags von 12 bis 18 Uhr besichtigt werden. Ab dem 2. Januar 2022 bleibt die Ausstellung bis März 2022 dann durch die jährliche Pause geschlossen.