“Warrior 3.0”: Geburt eines “Greenships”

Der Bildband des Fotografen Oliver Tjaden und des Journalisten Christoph Rasch dokumentiert den Bau des Greenpeace-Schiffs “Rainbow Warrior III”. Neben dem faszinierenden Öko-Kreuzer selbst stehen dabei die beteiligten deutschen und polnischen Werftarbeiter im Mittelpunkt. Das Buch wird so auch zum Porträt einer Branche, die stärker denn je auf umweltfreundliche Technologien setzt.

Er gehört wohl zu bekanntesten Schiffsnamen weltweit: “Rainbow Warrior”, übersetzt “Regenbogenkrieger” heißen traditionell die Flaggschiffe der Umweltorganisation Greenpeace. Der aus der indianischen Mythologie stammende Name ist Legende, seit 1986 die erste Rainbow Warrior vom französischen Geheimdienst versenkt wurde. 25 Jahre später setzt ein Aufsehen erregendes Schiff die Tradition fort — und schlägt technologisch ein völlig neues Kapitel auf. Denn die Rainbow Warrior III, gebaut von einer norddeutschen Spezial-Werft, ist anders als ihre beiden Vorgänger ein kompletter Neubau mit höchsten Öko-Standards: angetrieben von Segelkraft, ausgestattet mit umweltschonenden Materialien und neuester High-Tech. Ein zeitgemäßes “Greenship” im wahrsten Sinne, das beispielhaft zeigt, wie europäische Werften erfolgreich ökologische Nischen besetzen können, um international konkurrenzfähig zu bleiben.

 

Wie aber sehen die einzelnen Etappen eines solchen innovativen Schiffbauprojektes aus? Wer sind die Menschen, die aus tonnenschweren Stahlsegmenten, kilometerlangen Kabelsträngen und turmhohen Aluminiummasten ein maßgeschneidertes Schiff formen, das seit Herbst 2011 für Greenpeace nicht nur hochmoderne Einsatzzentrale im Kampf gegen Umweltsünder auf See ist, sondern auch ein wichtiges Aushängeschild fürs eigene Image? Und was steckt hinter dem Mythos der Greenpeace-Flotte?

 

Der Fotograf Oliver Tjaden und der Journalist Christoph Rasch sind in ihrem Buch “Warrior 3.0” diesen Fragen nachgegangen. Sie haben die mehr als 14 Monate dauernde Bauzeit der Rainbow Warrior III sowie ihre ersten Fahrten auf See begleitet und akribisch dokumentiert: mit faszinierenden Bildern, die eben nicht nur die technische Ästhetik in den Mittelpunkt rücken, sondern die Menschen auf der Werft und ihre anspruchsvolle Arbeit würdigen. “Warrior 3.0” ist ein facettenreiches Porträt über eine Branche im Umbruch. Zugleich protokolliert der 120 Seiten starke Bildband mit vielen hintergründigen Texten die Geburt eines Schiffes, das für Greenpeace selbst eine technologische und strategische Zeitenwende markiert.

 

“Warrior 3.0 — Ein Schiff entsteht”
von Oliver Tjaden (Fotos) und Christoph Rasch (Text)
Format: Hardcover, 21,5 x 22,5 cm, 124 Seiten, 100 Abbildungen
ISBN:978-3-942831-95-6, Preis 25,00 €

 

Oliver Tjaden, geboren 1972 und aufgewachsen in Bremen, lebt und arbeitet als freier Fotograf in Düsseldorf. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Porträt-, Reportage- und Industriefotografie. Er arbeitet für deutsche und internationale Magazine, Unternehmen und Agenturen. Tjaden fühlt sich besonders maritimen Themenkomplexen verbunden und ist seit 2000 Mitglied der Bildagentur LAI F in Köln. www.otjaden.de

 

Christoph Rasch, Jahrgang 1974, lebt als Journalist und Rundfunkautor in Hamburg. Als Mitglied der Wirtschaftsredaktion bei NDR Info, der Hörfunk-Nachrichtenwelle des Norddeutschen Rundfunks, arbeitet er regelmäßig zu den Themen Schifffahrt und maritime Wirtschaft, Umwelt und Verkehr. Daneben schreibt er für Tageszeitungen und Magazine. www.crasch.info

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