PREIS DES GOLDES

PREIS DES GOLDES  von Sven Zellner wird am Dienstag, den “Surreal portrait of hardscrabble lives and omnipresent risk.” — The New York Times

“Beautifully photographed.” — Hollywood Reporter.

Ein Presslufthammer bricht in die Stille der Wüste. Eine sanfte Stimme erklärt, wie man Dynamit präpariert. Eine Frau lächelt und versteckt die Messer, damit die Männer sich nicht abstechen.

Wir bewegen uns zwischen zwei Achsen: dem Horizont der Wüste Gobi und der Vertikalen eines Schachtes. Im Schnittpunkt dieser Achsen: 2 Bosse, 3 Arbeiter und eine Köchin – eine Gruppe von Desperados in einer Goldgräber-Saga.
Aber anders als in Amerika sind sie keine Siedler, die nach fremden Schätzen suchen, sondern befinden sich in ihrem eigenen Land. Und diesem Land und sich selbst fügen sie bei vollem Bewusstsein Wunden zu: sie vergiften ihren Körper mit Staub und Quecksilber und verletzen die spirituelle Ordnung, in dem sie sich in die Eingeweide ihrer Felsen schlagen.

Mit souveräner Sorgfalt erzählen die Filmemacher von der Aussichtslosigkeit der Arbeit der Goldgräber. Die Wüste ist eine leere Bühne und auf dieser Bühne arrangieren sie die wenigen Requisiten äußerst präzis zu einer Geschichte der Gewalt, die allerdings wie die selbstgebauten Dynamitstangen immer wieder in der Stille Gobis erstickt. Interviews verdichten die Filmemacher zu inneren Monologen, die dem Film eine ergreifende poetische Kraft verleihen. Die Kamera macht aus der Schwierigkeit, sich im Staub der Goldmühle und der enge der Schächte zu bewegen, ihre größte Stärke und schafft Bilder mit überwältigendem physischen Ausdruck.

Der Arte-Preis geht an “Preis des Goldes”.

10. November 2012, die Jury: Philipp Mayrhofer, Hannah Pilarczyk, Nele Wohlatz

 

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