Fotografin Paula Winkler inszeniert den Mann als Lustobjekt

Paula Winkler ist eine der ganz seltenen Künstlerinnen, die sich dem männlichen Akt widmen. Sie fotografiert nackte Männer – und fällt damit entsprechend auf. Für ihre nächste Ausstellung will die Berlinerin den Mann explizit als Lustobjekt fotografieren, die Erotik des männlichen Körpers zum Ausdruck bringen. Wie macht «frau» das? Es gibt kaum Vorbilder dafür, ganz im Gegensatz zur Bilderschwemme über den weiblichen Akt. «Kulturplatz» hat der jungen Fotografin beim Shooting über die Schulter geschaut.

Beinahe alle grossen Künstler widmeten sich in ihrer Arbeit der nackten Frau. Der Männerakt hingegen ist sehr viel seltener, auch wenn sich eine Ausstellung Musée d‘Orsay momentan damit beschäftigt. Doch auch in der Pariser Ausstellung ist augenfällig: Es gibt kaum Frauen, die sich den Männerakt vorknöpfen. Eine, die das ändern möchte, ist die Berliner Fotografin Paula Winkler.

Sie sagt: «Es gibt viele Männerakte, die stehen aber eher in der Schwulentradition. Ich schau diese Bilder zwar gerne an, ich weiss aber auch, dass ich als Betrachterin nicht damit gemeint bin.» So wollte die Berliner Fotografin herausfinden, wie ein Männerakt aussehen könnte, der an «Frauen wie mich gerichtet ist», wie sie mit einem halb verlegenen Lacher sagt.

Von der Sexplattform ins Hotelzimmer

Für ihre erste Arbeit hat Paula Winkler deshalb über Sex-Plattformen Kontakt zu Männern aufgenommen. Per E-Mail-Austausch ging es zunächst darum, klar zu machen, dass sie «nur» an einem Akt-Foto interessiert sei. Ausserdem galt es herauszufinden, ob die Männer einigermassen attraktiv sind. Dann hat sie sich mit den Ausgewählten allein und ohne Assistenten in verschiedenen Hotelzimmern getroffen.

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