Zephyr – Raum für Fotografie

smart as photography – be an artist today!
Smartphone – Fotografie – Kunst
03.02. – 03.03.2019

Eröffnung: 02. Februar 2019, 19 Uhr
Tagung: 28.02 – 02.03. 2019
Dialogue 4, 2017 © David Campany und Anastasia Samoylova
Liebe Freunde der Fotografie!Kein anderes Medium beeinflusst unser Alltagsleben so stark wie das Smartphone. Mit ihm planen wir unseren Tagesablauf, pflegen Kontakte und können uns ständig informieren. Auch in der Kunst ist das Smartphone omnipräsent.„smart as photography – be an artist today!“ blickt als Ausstellung und Tagung auf den Künstler als Smartphone-User und deren vielfältige Möglichkeiten, die von zufälliger Aneignung der Fotografie zu quantitativer Analyse, von Kommunikationsdynamiken über schlichte Schönheit bis zur Aufklärung von Kriegsverbrechen reichen.

Alle ausstellenden Künstler*innen werden auf der gleichnamigen Tagung referieren. Projektpartner für beide Teile sind ZEPHYR – Raum für Fotografie, die Biennale für aktuelle Fotografie und das Kulturamt der Stadt Mannheim.

Merc © Alistair Taylor-Young
Die ständige Verfügbarkeit der Kamera und die Erweiterung des Sender- und Empfängerkreises durch die sozialen Medien prägt Künstler wie Anastasia Samoylova und David Campany. Auf ihrem Instagram-Account #dialogue_aandd kommunizieren sie ausschließlich über Bilder. Ihr visueller Dialog ist bildgewaltig, experimentell, privat und öffentlich zugleich. Katrin Koenning nutzt die Kamera um flüchtige und traumverlorene Momente einzufangen. In ihrer poetischen Schwarzweiß-Arbeit reizt sie das Spiel von Licht und Schatten in ihrer unmittelbaren Umgebung. Diese universelle Wahrnehmung von Vergänglichkeit hat sie mit Dieter M. Gräf gemein, der mit dem Smartphone sein verwaistes Elternhaus in Ludwigshafen dokumentierte. Ebenfalls sehr poetisch, doch eher abstrakt muten die Fotos von Douglas Busch an, der den Strand als Grenze von Meer und Land erkundete.
Aus der Serie „Die große Chance“ © Dieter M. Gräf
Neben den Künstlern, die mit dem Smartphone originäre Bilder aufnehmen, widmet sich die Ausstellung Künstlern, die sich bereits existierende Fotos aneignen und daraus neue Kunstwerke schaffen. Joachim Schmid analysiert den Selfie-Wahn vor dem berühmtesten Bild der Welt, der Mona Lisa im Louvre. In der Frühphase des iPhone entdeckte Alistair Taylor-Young eine Analogie zwischen den technischen Möglichkeiten des Smartphones und denen der Anfänge der Fotografie. So begann er die Geburt eines Mediums reflexiv zu begleiten.
Längst sind Bilder von Smartphones eine Hauptquelle für die tradierten Medien, besonders wenn es um Konflikte, Aufstände und Kämpfe in Krisengebieten geht. Simon Menner untersucht in seiner Arbeit die Ikonografien und Verbreitungsmethoden von Bildern des Todes. Er fragt wie Terror produziert und wie er medial konsumiert wird. Gewalt und kriegerische Handlungen stehen auch bei Forensic Architecture im Fokus. In ihren Arbeiten bildet die Künstlergruppe reale Begebenheiten räumlich und zeitlich nach, wie beispielsweise die Bombardierung eines Treffens von angeblichen Terroristen in Syrien.
Um die enorme, künstlerische Vielfalt der Smartphone-Fotografie zu skizzieren, lud Rosa Roth die Instagram Community ein, ihre besten Bilder einzusenden und mit den Besuchern der Ausstellung zu teilen.Teilnehmende Künstler*innen:
Douglas Busch, David Campany, Forensic Architecture, Dieter M. Gräf, Katrin Koenning, Simon Menner, Rosa Roth, Anastasia Samoylova, Joachim Schmid und Alistair Taylor-Young.
3-D-Modell einer Moschee von Forensic Architecture, kombiniert mit einem Foto des Gebäudes, nachdem der nördliche Teil von zwei Bomben zerstört wurde, 2017
© Forensic Architecture
TAGUNG28. Februar bis 2. März 2019
Florian Waldeck-Saal, Museum Zeughaus C5, 68159 Mannheim
Tagungssprachen sind Englisch und Deutsch.Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.
Anmeldung bitte unter: smart@zephyr-mannheim.com oder 0621 / 293 9264Referent*innen:
Cord Arendes, Douglas Busch, David Campany, Dieter M. Gräf, Katrin Koenning, Simon Menner, Ina Neddermeyer, Rosa Roth, Anastasia Samoylova, Thomas Schirmböck, Joachim Schmid, Nathan Su (Forensic Architecture) und Alistair Taylor-Young.Weitere Informationen zur Ausstellung und das Tagungsprogramm finden Sie auf unserer Webseite:
www.zephyr-mannheim.com
INDIVIDUELLE FÜHRUNGEN

können Sie unter Tel. (0621) 293 3771 oder buchungen.rem@mannheim.de buchen.

Projektpartner:

 

ZEPHYR – Raum für Fotografie

ESTHER TEICHMANN
MONDSCHWIMMEN

am Samstag den 20. Juni 2015 um 19 Uhr
Es sprechen:
Dr. Susanne Wichert, Direktorin rem gGmbH
Thomas Schirmböck, Leiter ZEPHYR – Raum für Fotografie
Die Künstlerin wird anwesend sein.

Fon: 0621-293 2120
Fax: 0621-293 9539
www.zephyr-mannheim.com
www.facebook.com/zephyr.mannheim 

Sonntag, 28. Juni / 9. August / 30. August 2015,
jeweils 16 Uhr
ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN DURCH DIE AUSSTELLUNG

9,50 € / 5 € ermäßigtSamstag, 11. Juli 2015, 20 Uhr
ERSTE TEICHMANNIADE
VIDEOPROJEKTIONEN ESTHER TEICHMANN
BENYOUNES QUARTETT (LONDON)
MIT KOMPOSITIONEN VON DEIRDRE GRIBBIN
VORTRAG VON CAROL MAVOR

Veranstaltungsort: Florian-Waldeck-Saal, Zeughaus C5
19 € / 14 € (Kinder, Schüler, Studenten, Mitglieder)
Vorverkauf an allen Kassen der Reiss-Engelhorn-Museen

www.deirdregribbin.com / www.benyounesquartet.com / www.carolmavor.co.uk

Mit der Ausstellung „Mondschwimmen“ zeigen wir die erste Einzelausstellung der Londoner Künstlerin Esther Teichmann in Deutschland. Die Schau bietet einen Überblick über ihre jüngsten Werke, die teilweise eigens für die Mannheimer Präsentation geschaffen wurden. Die Arbeiten der hochtalentierten Künstlerin lassen sich kaum traditionellen Gattungen zuordnen. Fotografien, Filme, Collagen und Skulpturen verschmelzen im Ausstellungsraum zu einer multimedialen und sinnlich erlebbaren Installation. Esther Teichmanns assoziatives Werk führt in ein Reich von Sinnlichkeit, Intimität, Verlust, Erotik und Verlangen.Den Kern von Esther Teichmanns Werk bildet die Erforschung von Fantasie und deren Ursprung. In diesem Zusammenhang spielt das Erleben von Verlust und Sehnsucht eine besondere Rolle. Für die künstlerische Darstellung dieser abstrakten Themen bedient sich Teichmann neben der Fotografie auch des Films, der Collage, der Plastik und der Malerei. Zudem kombiniert sie in der Ausstellung ihre eigenen Fotografien mit gefundenen, also fremden Aufnahmen. Sie fertigte Skulpturen aus bemalten Korallen an und zu ihren geradezu meditativ eindringlichen Videoaufnahmen erklingt eigens für die Präsentation komponierte Musik. In dieser poetischen Verschmelzung der Medien lässt die Künstlerin Autobiographisches und Fiktionales ineinanderfließen und versetzt so die Besucher in eine subtropisch anmutende Traumwelt.

Esther Teichmann, 1980 in Karlsruhe geboren, studierte Fotografie und promovierte am Royal College of Art in London. 2014 gewann sie den Prix Photographique Ville de Levallois. Die damit verbundene Ausstellung „Fractal Scars, Salt Water and Tears“ wurde in Paris und London gezeigt. Sie hat weltweit an Ausstellungen in relevanten Institutionen für zeitgenössische Fotografie teilgenommen und arbeitet in London auch als Kuratorin. Von 2005 bis 2011 war Teichmann Gastprofessorin an der University of Brighton und 2012 und 2013 am California College of the Arts in San Francisco. Derzeit lehrt sie am College of Communication der University of the Arts London und am Royal College of Art London.

Sonntag, 21. Juni 2015, 16 Uhr
KÜNSTLERGESPRÄCH

Esther Teichmann im Gespräch mit Thomas Schirmböck über ihre Ausstellung.
3,00 Euro zzgl. Eintritt in die Ausstellung