Martin-Gropius-Bau

F.C. Gundlach: Der Meister der Modephotographie

ARTE im Martin-Gropius-Bau
Filmpremiere und Gespräch FR 24.11.2017, 19:00

Dokumentarfilm von EVA GERBERDING, ARTE/NDR 2017

Er hat sie alle vor die Linse bekommen: Jean-Luc Godard, Romy Schneider, Maria Schell, Jean Cocteau, Curd Jürgens. Die Fotografien von F.C. Gundlach werden weltweit ausgestellt und haben eine ganze Generation von Fotografen beeinflusst. Darüber hinaus ist er Sammler und Kurator, 1975 eröffnete er die erste Fotogalerie in Deutschland. Die Filmautorin Eva Gerberding hat den heute 91-jährigen Gundlach über fünf Jahre mit der Kamera begleitet und exklusiven Einblick in sein Privatarchiv erhalten.

Anschließend Gespräch mit den Fotografen BARBARA KLEMM und HANS HANSEN sowie der Filmautorin EVA GERBERDING
Moderation: PROF. DR. HUBERTUS VON AMELUNXEN

VERANSTALTER
ARTE in Kooperation mit Martin-Gropius-Bau

Sendetermin des Films auf ARTE: Januar 2018

PREIS DES GOLDES

PREIS DES GOLDES  von Sven Zellner wird am Dienstag, den 11.02.2014 um 22.45 Uhr im Bayerischen Rundfunk gezeigt.  Fotograf und Regisseur Sven Zellner begleitet in seinem Dokumentarfilm mongolische Goldgräber, die in der Wüste Gobi illegal nach dem begehrtesten Edelmetall der Welt schürfen. Seit in der Mongolei Gold entdeckt worden ist, breitet sich in dem Land das Goldfieber mit oft fatalen Folgen aus. Die Umweltverschmutzung nimmt zu und jahrhundertealte Lebensweisen sind zunehmend vom Untergang bedroht.“Surreal portrait of hardscrabble lives and omnipresent risk.” — The New York Times

“Beautifully photographed.” — Hollywood Reporter.

Ein Presslufthammer bricht in die Stille der Wüste. Eine sanfte Stimme erklärt, wie man Dynamit präpariert. Eine Frau lächelt und versteckt die Messer, damit die Männer sich nicht abstechen.

Wir bewegen uns zwischen zwei Achsen: dem Horizont der Wüste Gobi und der Vertikalen eines Schachtes. Im Schnittpunkt dieser Achsen: 2 Bosse, 3 Arbeiter und eine Köchin – eine Gruppe von Desperados in einer Goldgräber-Saga.
Aber anders als in Amerika sind sie keine Siedler, die nach fremden Schätzen suchen, sondern befinden sich in ihrem eigenen Land. Und diesem Land und sich selbst fügen sie bei vollem Bewusstsein Wunden zu: sie vergiften ihren Körper mit Staub und Quecksilber und verletzen die spirituelle Ordnung, in dem sie sich in die Eingeweide ihrer Felsen schlagen.

Mit souveräner Sorgfalt erzählen die Filmemacher von der Aussichtslosigkeit der Arbeit der Goldgräber. Die Wüste ist eine leere Bühne und auf dieser Bühne arrangieren sie die wenigen Requisiten äußerst präzis zu einer Geschichte der Gewalt, die allerdings wie die selbstgebauten Dynamitstangen immer wieder in der Stille Gobis erstickt. Interviews verdichten die Filmemacher zu inneren Monologen, die dem Film eine ergreifende poetische Kraft verleihen. Die Kamera macht aus der Schwierigkeit, sich im Staub der Goldmühle und der enge der Schächte zu bewegen, ihre größte Stärke und schafft Bilder mit überwältigendem physischen Ausdruck.

Der Arte-Preis geht an “Preis des Goldes”.

10. November 2012, die Jury: Philipp Mayrhofer, Hannah Pilarczyk, Nele Wohlatz