“Staged Confusion” Boris Becker

Boris Becker » Staged Confusion
LVR Landesmuseum Bonn
27 Jan – 20 Mar 2016

Boris Becker ist einer der bedeutendsten deutschen Fotografen der Gegenwart. In einer umfassenden Einzelausstellung im LVR-LandesMuseum zeigt er nun aktuelle Arbeiten aus den letzten Jahren.

Boris Becker: Opernhaus Köln, 2013 © Boris Becker und VG Bild - Kunst Bonn, 2016

Mit der Serie “Staged Confusion” erweitert Boris Becker sein künstlerisches Tätigkeitsfeld um das Thema der scheinbar absoluten Unordnung in privaten, gewerblichen und öffentlichen Räumen. Die Serie präsentiert neueste Arbeiten aus den Bereichen Konstruktion, Landschaft und Architektur. Mit der Untersuchung offensichtlich chaotischer Szenarien in Innen- und Außenaufnahmen vermittelt er die Ambivalenz geordneter und ungeordneter Räume und Situationen.

ZEPHYR – Raum für Fotografie

ESTHER TEICHMANN
MONDSCHWIMMEN

am Samstag den 20. Juni 2015 um 19 Uhr
Es sprechen:
Dr. Susanne Wichert, Direktorin rem gGmbH
Thomas Schirmböck, Leiter ZEPHYR – Raum für Fotografie
Die Künstlerin wird anwesend sein.

Fon: 0621-293 2120
Fax: 0621-293 9539
www.zephyr-mannheim.com
www.facebook.com/zephyr.mannheim 

Sonntag, 28. Juni / 9. August / 30. August 2015,
jeweils 16 Uhr
ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN DURCH DIE AUSSTELLUNG

9,50 € / 5 € ermäßigtSamstag, 11. Juli 2015, 20 Uhr
ERSTE TEICHMANNIADE
VIDEOPROJEKTIONEN ESTHER TEICHMANN
BENYOUNES QUARTETT (LONDON)
MIT KOMPOSITIONEN VON DEIRDRE GRIBBIN
VORTRAG VON CAROL MAVOR

Veranstaltungsort: Florian-Waldeck-Saal, Zeughaus C5
19 € / 14 € (Kinder, Schüler, Studenten, Mitglieder)
Vorverkauf an allen Kassen der Reiss-Engelhorn-Museen

www.deirdregribbin.com / www.benyounesquartet.com / www.carolmavor.co.uk

Mit der Ausstellung „Mondschwimmen“ zeigen wir die erste Einzelausstellung der Londoner Künstlerin Esther Teichmann in Deutschland. Die Schau bietet einen Überblick über ihre jüngsten Werke, die teilweise eigens für die Mannheimer Präsentation geschaffen wurden. Die Arbeiten der hochtalentierten Künstlerin lassen sich kaum traditionellen Gattungen zuordnen. Fotografien, Filme, Collagen und Skulpturen verschmelzen im Ausstellungsraum zu einer multimedialen und sinnlich erlebbaren Installation. Esther Teichmanns assoziatives Werk führt in ein Reich von Sinnlichkeit, Intimität, Verlust, Erotik und Verlangen.Den Kern von Esther Teichmanns Werk bildet die Erforschung von Fantasie und deren Ursprung. In diesem Zusammenhang spielt das Erleben von Verlust und Sehnsucht eine besondere Rolle. Für die künstlerische Darstellung dieser abstrakten Themen bedient sich Teichmann neben der Fotografie auch des Films, der Collage, der Plastik und der Malerei. Zudem kombiniert sie in der Ausstellung ihre eigenen Fotografien mit gefundenen, also fremden Aufnahmen. Sie fertigte Skulpturen aus bemalten Korallen an und zu ihren geradezu meditativ eindringlichen Videoaufnahmen erklingt eigens für die Präsentation komponierte Musik. In dieser poetischen Verschmelzung der Medien lässt die Künstlerin Autobiographisches und Fiktionales ineinanderfließen und versetzt so die Besucher in eine subtropisch anmutende Traumwelt.

Esther Teichmann, 1980 in Karlsruhe geboren, studierte Fotografie und promovierte am Royal College of Art in London. 2014 gewann sie den Prix Photographique Ville de Levallois. Die damit verbundene Ausstellung „Fractal Scars, Salt Water and Tears“ wurde in Paris und London gezeigt. Sie hat weltweit an Ausstellungen in relevanten Institutionen für zeitgenössische Fotografie teilgenommen und arbeitet in London auch als Kuratorin. Von 2005 bis 2011 war Teichmann Gastprofessorin an der University of Brighton und 2012 und 2013 am California College of the Arts in San Francisco. Derzeit lehrt sie am College of Communication der University of the Arts London und am Royal College of Art London.

Sonntag, 21. Juni 2015, 16 Uhr
KÜNSTLERGESPRÄCH

Esther Teichmann im Gespräch mit Thomas Schirmböck über ihre Ausstellung.
3,00 Euro zzgl. Eintritt in die Ausstellung

DIE SAMMLUNG FOTOGRAFIE IM KONTEXT

Abb.: Wilhelm Weimar, Akelei, Hamburg, 1896-1901, Kollodiumpapier, 15,6 x 22,9 cm, © Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

3. Februar bis 19. April 2015
HERBARIUM. WILHELM WEIMAR
MKG Hamburg
Ausstellung
http://www.mkg-hamburg.de

Am 3. Februar 2015 beginnt die Ausstellung »Herbarium. Wilhelm Weimar« mit einem ersten Einblick in die einzigartige naturnahe Pflanzenfotografie des Hamburger Fotografen.

Wilhelm Weimars fotografisches Herbarium entsteht um die Jahrhundertwende und vereint den geschärften Blick der botanischen Wissenschaft mit jenem für ästhetische Komposition.

Mit der Reihe »Die Sammlung Fotografie im Kontext« stellt das MKG im Zuge der Aufarbeitung seiner einmaligen Sammlung historischer Fotografien regelmäßig ausgewählte Schätze vor.

Die Pflanzenfotografien von Wilhelm Weimar (1857-1917) wirken modern und nostalgisch zugleich. Um die Jahrhundertwende entsteht sein fotografisches Herbarium, das den geschärften Blick der botanischen Wissenschaft mit einem Sinn für die individuelle Schönheit des Motivs vereint. Vor neutralem Hintergrund lichtet Weimar Blüten, Blätter und Zweige ab, stets im Bemühen um eine ansprechende Komposition und eine wahrheitsgetreue Übertragung der Formen und Farbwerte der Natur. Weiterlesen

Zephyr – Raum für Fotografie : NORMAN SEEFF

NORMAN SEEFF
THE LOOK OF SOUND
28.09.2014 – 25.01.2015

Die Eröffnung findet am 27. September 2014 um 19 Uhr im Anna-Reiß-Saal des Museum Weltkulturen (D5) statt. Im Anschluss kann die Ausstellung in den Räumen von Zephyr / Raum für Fotografie im 1. OG des Museum Bassermannhaus für Musik und Kunst (C4,9) besichtigt werden. Norman Seeff wird anwesend sein. An den Turntables steht Ubbo Gronewold.

Künstlergespräch: Norman Seeff im Gespräch mit Thomas Schirmböck, Kurator der Ausstellung
Wie war das damals mit Patti Smith und Robert Mapplethorpe und weshalb purzelten die Rolling Stones beim Shooting übereinander? Am ersten Ausstellungstag gibt Norman Seeff in einem Künstlergespräch Auskunft über seine Kunst, Menschen gelöst vor der Linse erscheinen zu lassen, seine Erforschung der Kreativität und seinen Lebensweg von Johannesburg nach Los Angeles. Das Gespräch wird in Englisch geführt.
Sonntag, 28.09.2014, 17 Uhr, 3,00 € zzgl. Eintritt in die Ausstellung, Veranstaltungsort: Zephyr – Raum für Fotografie

© Norman Seeff: Ray Charles, 1985

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Richard Avedon.

Das Kunstmagazin ART listet sie als einen der 10 Kunst-Höhepunkte des  Monats Juli.  RICHARD AVEDON. WANDBILDER UND PORTRÄTS Die Zusammenschau der Werke ist einzigartig: Fotografische Wandbilder von immensen Ausmaßen werden von bewegenden Porträts verschiedner Werkgruppen begleitet. Das weite Panorama spannt sich von Aufnahmen von Landstreichern und Farmern, über Insassen einer psychiatrischen Klinik bis hin zu den kulturellen und politischen Eliten Amerikas. Wer Avedon bislang nur als Modefotograf kannte, wird beeindruckt feststellen müssen, dass er weit mehr war als das: sozialkritisch und politisch engagiert, vor allem aber ein Künstler mit einem tiefgreifenden Blick für die Menschen, die er vor seine Kameralinse brachte.

Richard Avedon. Wandbilder und Porträts 

18 Jul – 9 Nov 2014

Museum Brandhorst

Richard Avedon. Wandbilder und Porträts

Richard Avedon Andy Warhol und Mitglieder der Factory: Gerard Malanga, Dichter; Viva, Schauspielerin; Paul Morrissey, Regisseur; Taylor Mead, Schauspieler; Brigid Polk, Schauspielerin; Joe Dallesandro, Schauspieler; Andy Warhol, Künstler, 30. Oktober 1969, 1993 Silbergelatine-Abzug, 86,4 x 106,7 cm Sammlung Udo und Anette Brandhorst © The Richard Avedon Foundation

www.museum-brandhorst.de Weiterlesen

Deichtorhallen Hamburg

WERNER MAHLER − WERKSCHAU

11. APRIL – 29. JUNI 2014 IM HAUS DER PHOTOGRAPHIE

Ute Mahler und Werner Mahler, seit 40 Jahren ein Paar, sind zwei herausragende deutsche Fotografen, die zur DDR-Zeit zu den stilprägenden Fotografen des Ostens zählten und heute wie damals ihre humanistische Sicht auf die Welt in unterschiedlichen, intensiven Fotoprojekten realisiert haben. Die weltweit erste gemeinsame Werkschau der beiden Fotografen präsentiert vom 11. April bis 29. Juni 2014 neben den bekannten Werkserien aus deutsch-deutscher Geschichte exklusiv eine neue gemeinsame Arbeit beider Künstler. Die Spannweite der Ausstellung im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg reicht von sozialkritischen Reportagen über Landschaftsaufnahmen bis zu sensiblen Porträts und Modefotografien. »Keine Situation schaffen, sondern die Situation erkennen und sie interpretieren« ist das Credo der beiden Fotografen.

Werner Mahler: Hauer unter Tage, Steinkohlebergwerk „Martin Hoop“, Zwickau, Sachsen, 1975, DDR © Werner Mahler / OSTKREUZ.

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Candida Höfer – Düsseldorf

Museum Kunstpalast 

14. September 2013 bis 9. Februar 2014

Das Museum Kunstpalast zeigt erstmals eine Ausstellung von Candida Höfer, einen Über­blick von etwa 70 Werken, die im Laufe von 40 Jahren aus­schließlich in Düssel­dorf ent­standen sind. Präsentiert werden großformatige Einzelbilder, Bildergruppen, Projek­tionen und ein früher Film der Künstlerin, den sie 1975 gemeinsam mit Tony Morgan im Düssel­dorfer Eiscafé Da Forno drehte. Die meisten der Arbeiten waren bisher noch nicht öffent­lich zu sehen.

Dreischeibenhaus Düsseldorf IX 2011 180 x 164,4 cm C-Print © Candida Höfer, Köln / VG Bild-Kunst Bonn 2013

Candida Höfers Schaffen ist eng mit der Stadt Düsseldorf verbunden. Hier fand ihre erste Einzelausstellung in einer Galerie statt, und hier ist sie auch seit Beginn ihres Studiums an der Kunstakademie bei Bernd Becher immer wieder auf neue, sehr unterschiedliche Motive gestoßen. Weiterlesen

STEVE MCCURRY – MK&G Hamburg

28. Juni bis 29. September 2013
STEVE MCCURRY
ÜBERWÄLTIGT VOM LEBEN

© Steve McCurry/MKG

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zeigt einen umfas­senden Überblick über das farbgewaltige Werk des Bildjournalisten Ste­ve McCurry. Der US-Amerikaner erhält internationale Aufmerksamkeit, weil er 1979 als einer der ersten Fotografen Bilder vom Afghanistan-Konflikt aufnimmt, die im Time Magazine, der New York Times und Geo veröffentlicht werden. 1986 wird der vielfach ausgezeichnete Fotograf Mitglied in der renommierten Agentur Magnum Photos, die 1947 von Fotografenlegenden wie Robert Capa uns Henri Cartier-Bres­son ins Leben gerufen wird. Steve McCurry bezeichnet sich selbst nicht als Kriegs-, sondern als „Kriegsrandfotograf“. Er fotografiert in Krisengebieten, richtet seine Kamera auf Szenen, die er am Rande des Kriegsgeschehens beobachtet, und auf die Menschen und Landschaften, die der Krieg zurücklässt. McCurry dokumentiert die Wunden des Krieges, verschwindende Kulturen und ihre Traditionen, die Folgen der Globalisierung und die Veränderungen der Lebenszusammenhänge. Er bezeichnet sich selbst als Reisenden, der die Facetten der menschlichen Existenz zum Thema macht. Die Ausstellung umfasst rund 120 Fotografien, die zwischen 1980 und 2012 in Ländern wie Afghanistan, den USA, Pakistan, Indien, Tibet, Kaschmir, Kambodia, Indonesien, Burma, Kuwait entstanden sind. Darüber hinaus sind zehn ausgewählte Reportagen aus den Magazinen Geo, National Geographic, Stern und Need zu sehen, die die Arbeitszusammenhänge des Bildjournalisten zeigen. Eine Ausstellung in Kooperation mit Magnum Photo.

© Steve McCurry/MKG

 

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PHILIP-LORCA DICORCIA | SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT

DIE SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT ZEIGT EINE GROSSE AUSSTELLUNG MIT ARBEITEN DES US-AMERIKANISCHEN FOTOGRAFEN

PHILIP-LORCA DICORCIA  

PHOTOGRAPHS 1975‒2012
20. Juni – 8. September 2013 
Eröffnung: Mittwoch 19. Juni 19:00 Uhr

Philip-Lorca diCorcia, Ike Cole, 38 years old, Los Angeles, California, $25, 1990–92, © Courtesy of the artist and David Zwirner, New York/London

Erstmals in Europa wird die Schirn Kunsthalle Frankfurt ab dem 20. Juni 2013 das Œuvre des US- amerikanischen Fotografen Philip-Lorca diCorcia (*1951) in einer Überblicksausstellung präsentieren. DiCorcia gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Fotografen unserer Zeit. Seine Bilder schweben zwischen alltäglichen Momenten und detailreich inszenierten Arrangements. Die realitätsnahe Wiedergabe und der scheinbar dokumentarische Blick werden in den Arbeiten des in New York lebenden Künstlers von einer höchst aufwendigen Bildregie unterwandert. Die Frage nach der Möglichkeit der Abbildung von Realität ist eines der Hauptthemen diCorcias und verbindet die überwiegend in Serien entstandenen Fotografien miteinander. So nahm er für Hustlers (1990–1992) männliche Prostituierte in minutiös inszenierten Settings auf, während er in seiner wohl bekanntesten Serie Heads (2000–2001) Passanten völlig ahnungslos in einer Alltagssekunde festhielt. Neben den Werkgruppen Streetwork (1993–1999), Lucky 13 (2004) und A Storybook Life (1975–1999) wird die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler konzipierte Ausstellung in der Schirn auch erstmals Arbeiten des momentan in Entstehung begriffenen Projekts East of Eden (2008‒) der Öffentlichkeit präsentieren.

Max Hollein, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt: „Philip-Lorca diCorcia gehört zu den absoluten Stars der amerikanischen Fotoszene. Wir sind stolz, dem deutschen Publikum erstmals seine Arbeiten in dieser Fülle und Intensität präsentieren zu können. DiCorcias Arbeiten zeichnen sich durch eine ikonografische Bildqualität aus, die dem Medium Fotografie eine ganz eigene Bedeutung verleiht.“

Philip-Lorca diCorcia, Head #23, 2000, Art Collection Deutsche Börse, © Courtesy of the artist

„Philip-Lorca diCorcias Fotografien bewegen sich zwischen Schnappschüssen und Kompositionen mit nahezu barocker Theatralik“, so die Kuratorin der Ausstellung Katharina Dohm. „Er zeigt die Figur des Menschen auf eine fundamentale Art und Weise, die für den Betrachter zu einem unmittelbaren Erlebnis wird. Die Zusammenstellung in der Schirn bietet die einzigartige Chance, in die geheimnisvollen Welten dieses wichtigen Künstlers der Gegenwart einzutauchen und seinen Blick auf gesellschaftliche Realitäten kennenzulernen.“ Weiterlesen

Miroslav Tichýs Frauen _ ZEPHRY

MIROSLAV TICHÝ

DIE STADT DER FRAUEN
24.2. – 26.5.2013 

In der analytischen Ausstellung Miroslav Tichý: Die Stadt der Frauen widmet sich Zephyr noch bis zum 26. Mai in bislang überwiegend ungezeigten Aufnahmen dem ästhetischen Phänomen Tichý.

Miroslav Tichýs Frauen sind schön, egal wie alt sie sind und wie viel sie wiegen. Jeden Tag 100 Fotos wollte er machen, Fotos der Frauen in seinem Heimatort Kyjov in Tschechien. Die Arbeiterinnen und Mütter, Sportlerinnen und Badenden tauchte Tichý in zärtlich wirkende Unschärfe. Eine zufällige Ästhetik, denn er fotografierte meist heimlich und baute seine Kameras aus Konservendosen und Brillengläsern. Weiterlesen

Wolfgang Tillmans – Fragile

bis 7. Juli, K21 Ständehaus, Kunstsammlung NRW, Düsseldorf,http://www.kunstsammlung.de

Auf seinen Bildern ist selbst eine Kate Moss in Badelatschen mehr als das Mädchen von nebenan und selbst eine Zimmerpflanze hat ihre Daseinsberechtigung. Das K21 in Düsseldorf zeigt eine Überblicksschau des deutschen Turner-Preisträgers Wolfgang Tillmans, in dessen Fotografie Gegenwartskultur und ästhetischer Wahrheitsanspruch die Hauptrolle spielen.

Die Stars der deutschen Fotoszene geben sich in Düsseldorf derzeit die Klinke in die Hand. Nach der Andreas-Gursky-Ausstellung im Museum Kunstpalast präsentiert die Kunstsammlung NRW jetzt im Ständehaus das Werk von Wolfgang Tillmans  – was schon deswegen reizvoll ist, weil sich größere Gegensätze kaum denken lassen. Wolfgang Tillmans der in Berlin und London lebt wurde in den neunziger Jahren mit Magazin-Schnappschüssen der jugendlichen Gegenkultur berühmt. Seine Ausstellungen sind scheinbar nach dem Zufallsprinzip gestaltet – bunt durcheinandergewürfelte Motive, Formate mit Klammern und Klebstreifen einfach an die Museumswände gepinnt.  Ein nacktes Liebespaar im Baum hängt neben einem Blick aus dem Flugzeugfenster und der pinkelnde Punk neben einem melancholischen Tropenvogel.

Tillmans wird vor allem für seine Bilder der hedonistischen Jugend gefeiert.  Sein Interesse reicht aber weit über dieses dokumentarische Feld in seinem breitgefächerten Werk hinaus. Tillmans geht auch relativ unbeschwert mit seinen Themen um: Im letzten Jahrzehnt reichte sein Schaffen von der Reisereportage über Porträt- und Landschaftsfotografien, Stillleben und Sternbildern bis zu abstrakten Experimenten aus der Dunkelkammer.

Mit dem Titel der “Neue Welt”-Serie spielt Tillmans zudem auf die Neuheit der digitalen Bilder an. Diese große Bandbreite zeigt jetzt auch die Ausstellung im Düsseldorfer Ständehaus. Tillmans bietet einen Überblick über sein gesamtes Werk und gestaltete den zur Ausstellung als kostenloses PDF erscheinenden Katalog. Zudem erhält jeder Besucher mit dem Eintrittspreis ein von Tillmans entworfenes Künstlerbuch.

Eva Leitolf. Postcards from Europe


Eva Leitolf, Plantage, Rosarno, Italien 2010 aus: Postcards from Europe. Offenes Archiv aus Fotografien und Texten, seit 2006 © VG Bildkunst, Bonn 2013

Sprengel Museum Hannover präsentiert vom 13. März bis 4. August Photographien von Eva Leitolf. Postcards from Europe ist eine Art ‚Reise-tagebuch’, das sich einer politischen Lesbarkeit in der Auseinandersetzung mit dem Thema Immigration anbietet. Zur Eröffnung am 13. März um 18:30 Uhr spricht Inka Schube (DGPh), Kuratorin für Photographie und neue Medien am Sprengel Museum. www.sprengel-museum.de

 

Photographien von Christian von Alvensleben

© Christian von Alvensleben

Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg präsentiert im Rahmen der Open-Air Ausstellung Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt vom 7. bis 27. März Photographien von Christian von Alvensleben  mit dem Titel Meeresfrüchte. www.mkghamburg

http://www.alvensleben-photography.de/exhibitions/seafruit.html

Man Ray. L. Fritz Gruber Archiv.

Das besondere Archiv einer außergewöhnlichen Beziehung

Man Ray. L. Fritz Gruber Archiv. Das besondere Archiv einer außergewöhnlichen Freundschaft

31.1 bis 5.5.2013 Museum Ludwig Köln

James Thrall Soby (Hg.) 
Man Ray 1920-1934, Paris, New York um 1940

 

Eine Legende der Fotografie >Man Ray (1890-1976)<. Man Ray portraitierte  die wichtigesten Köpfe seiner Zeit wie Jean Cocteau, Max Ernst, Pablo Picasso oder Gertrude Stein und er revolutionierte mit seinen innovativen Techniken sowohl die künstlerische, als auch die Mode- und die Porträtfotografie. Seit 1915 befasste er sich mit der Fotografie, arbeitete als Filmemacher und Maler und wurde 1917 Mitbegründer der New Yorker Dada-Sektion. In Paris fand er ab 1921 Anschluss an die Surrealisten, nahm aber in der folgenden Zeit auch häufig kommerzielle Aufträge für Mode- und Porträtfotografien an. Weiterlesen

STATE OF THE ART PHOTOGRAPHY

 

Fotokunst mit großem Zukunftspotential

Die Ausstellung und der gleichnamige Bildband „State of the Art Photography“ zeigen einen einzigartigen Querschnitt der aktuellen Fotografie. Sie wird vom

4. Februar bis 6. Mai 2012 im NRW-Forum gezeigt.

 

Düsseldorf, November 2011: Die Fotografie befindet sich in einem großen Wandel.
Es ist nicht nur die digitale Revolution, die das Bildermachen verändert, ihre Technik, ihre Möglichkeiten erweitert. Auch der globale Datenraum selber ist zu einer neuen Ressource geworden. Trotz aller Digitalisierung ist aber auch der entgegengesetzte Weg zum analogen Unikat wieder eine Möglichkeit. Ästhetik und Inszenierung verändern sich. Migration und Globalisierung sind neue Themen. Die Neuen Fotografen haben einen anderen Blickwinkel auf die Geschichte der Fotografie. Sie haben neue Heroen – aus der Geschichte und aus anderen Disziplinen. Sie haben keine Scheu mehr vor dem Auratischen und Sublimen. Und sie sind offen für neue Präsentationsformen, für Installationen, für eine Durchmischung der Medien und Materialien. Die Fotografie, so scheint es, ist endgültig in der freien Kunst angekommen.

»Die Zukunft liegt nicht in der reinen Fotografie, sondern in der freien Kunst.« postuliert Andreas Gursky, Teilnehmer am Advisory Board der Ausstellung »State of the Art Photography«. Das NRW-Forum Düsseldorf fragte Andreas Gursky, Thomas Seelig, Andréa Holzherr, F.C. Gundlach, Thomas Weski, Udo Kittelmann, Werner Lippert nach den Fotografen, die die Diskussion der kommenden Jahre bestimmen werden. In dieser Übersichtsausstellung werden jeweils mit einem Konvolut an Bildern oder einer Installation 41 Künstler vorgestellt, die diesem Anspruch entsprechen. Weiterlesen

MICHAEL SCHNABEL – NACHTSTÜCKE UND WEISSES LAND 

Michael Schnabels nächtliche Fotografien von Berglandschaften schlugen 2003 in der Kunstszene ein und eröffneten der Fotografie gänzlich neue Sichtweisen. In seinen Bildern fängt Schnabel über Stunden hinweg die Lichtspuren der Nacht ein. Sie wirken wie Aufnahmen aus einer fremden Welt und zeigen doch mit Motiven wie den Alpen, Meereswellen oder Museumsräumen scheinbar Altbekanntes. Die Fotografien nehmen den Blick gefangen, geben erst im Laufe der Betrachtung ihre Qualitäten frei und erzeugen, je tiefer der Blick eindringt, eine fast körperlich spürbare Intensität. Mit seiner neuen Serie “Weißes Land” lotet der Künstler nun das Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Konkretion vom radikal entgegengesetzten Pol her aus. Mit 52 Werken ist dies die erste große Museums-Ausstellung des mit vielfachen Preisen ausgezeichneten Fotografen.

11. September bis 6. November 2011 

Osthaus Museum Hagen 
Museumsplatz 3 , 58095 Hagen www.osthausmuseum.de