Zephyr – Raum für Fotografie

smart as photography – be an artist today!
Smartphone – Fotografie – Kunst
03.02. – 03.03.2019

Eröffnung: 02. Februar 2019, 19 Uhr
Tagung: 28.02 – 02.03. 2019
Dialogue 4, 2017 © David Campany und Anastasia Samoylova
Liebe Freunde der Fotografie!Kein anderes Medium beeinflusst unser Alltagsleben so stark wie das Smartphone. Mit ihm planen wir unseren Tagesablauf, pflegen Kontakte und können uns ständig informieren. Auch in der Kunst ist das Smartphone omnipräsent.„smart as photography – be an artist today!“ blickt als Ausstellung und Tagung auf den Künstler als Smartphone-User und deren vielfältige Möglichkeiten, die von zufälliger Aneignung der Fotografie zu quantitativer Analyse, von Kommunikationsdynamiken über schlichte Schönheit bis zur Aufklärung von Kriegsverbrechen reichen.

Alle ausstellenden Künstler*innen werden auf der gleichnamigen Tagung referieren. Projektpartner für beide Teile sind ZEPHYR – Raum für Fotografie, die Biennale für aktuelle Fotografie und das Kulturamt der Stadt Mannheim.

Merc © Alistair Taylor-Young
Die ständige Verfügbarkeit der Kamera und die Erweiterung des Sender- und Empfängerkreises durch die sozialen Medien prägt Künstler wie Anastasia Samoylova und David Campany. Auf ihrem Instagram-Account #dialogue_aandd kommunizieren sie ausschließlich über Bilder. Ihr visueller Dialog ist bildgewaltig, experimentell, privat und öffentlich zugleich. Katrin Koenning nutzt die Kamera um flüchtige und traumverlorene Momente einzufangen. In ihrer poetischen Schwarzweiß-Arbeit reizt sie das Spiel von Licht und Schatten in ihrer unmittelbaren Umgebung. Diese universelle Wahrnehmung von Vergänglichkeit hat sie mit Dieter M. Gräf gemein, der mit dem Smartphone sein verwaistes Elternhaus in Ludwigshafen dokumentierte. Ebenfalls sehr poetisch, doch eher abstrakt muten die Fotos von Douglas Busch an, der den Strand als Grenze von Meer und Land erkundete.
Aus der Serie „Die große Chance“ © Dieter M. Gräf
Neben den Künstlern, die mit dem Smartphone originäre Bilder aufnehmen, widmet sich die Ausstellung Künstlern, die sich bereits existierende Fotos aneignen und daraus neue Kunstwerke schaffen. Joachim Schmid analysiert den Selfie-Wahn vor dem berühmtesten Bild der Welt, der Mona Lisa im Louvre. In der Frühphase des iPhone entdeckte Alistair Taylor-Young eine Analogie zwischen den technischen Möglichkeiten des Smartphones und denen der Anfänge der Fotografie. So begann er die Geburt eines Mediums reflexiv zu begleiten.
Längst sind Bilder von Smartphones eine Hauptquelle für die tradierten Medien, besonders wenn es um Konflikte, Aufstände und Kämpfe in Krisengebieten geht. Simon Menner untersucht in seiner Arbeit die Ikonografien und Verbreitungsmethoden von Bildern des Todes. Er fragt wie Terror produziert und wie er medial konsumiert wird. Gewalt und kriegerische Handlungen stehen auch bei Forensic Architecture im Fokus. In ihren Arbeiten bildet die Künstlergruppe reale Begebenheiten räumlich und zeitlich nach, wie beispielsweise die Bombardierung eines Treffens von angeblichen Terroristen in Syrien.
Um die enorme, künstlerische Vielfalt der Smartphone-Fotografie zu skizzieren, lud Rosa Roth die Instagram Community ein, ihre besten Bilder einzusenden und mit den Besuchern der Ausstellung zu teilen.Teilnehmende Künstler*innen:
Douglas Busch, David Campany, Forensic Architecture, Dieter M. Gräf, Katrin Koenning, Simon Menner, Rosa Roth, Anastasia Samoylova, Joachim Schmid und Alistair Taylor-Young.
3-D-Modell einer Moschee von Forensic Architecture, kombiniert mit einem Foto des Gebäudes, nachdem der nördliche Teil von zwei Bomben zerstört wurde, 2017
© Forensic Architecture
TAGUNG28. Februar bis 2. März 2019
Florian Waldeck-Saal, Museum Zeughaus C5, 68159 Mannheim
Tagungssprachen sind Englisch und Deutsch.Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.
Anmeldung bitte unter: smart@zephyr-mannheim.com oder 0621 / 293 9264Referent*innen:
Cord Arendes, Douglas Busch, David Campany, Dieter M. Gräf, Katrin Koenning, Simon Menner, Ina Neddermeyer, Rosa Roth, Anastasia Samoylova, Thomas Schirmböck, Joachim Schmid, Nathan Su (Forensic Architecture) und Alistair Taylor-Young.Weitere Informationen zur Ausstellung und das Tagungsprogramm finden Sie auf unserer Webseite:
www.zephyr-mannheim.com
INDIVIDUELLE FÜHRUNGEN

können Sie unter Tel. (0621) 293 3771 oder buchungen.rem@mannheim.de buchen.

Projektpartner:

 

20 years of Art Collection Deutsche Börse

20 years of Art Collection Deutsche Börse

We love Photography!
1. Februar bis 24. Mai 2019 in The Cube, Deutsche Börse, in Eschborn bei FrankfurtChanging views – 20 Years of Art Collection Deutsche Börse
3. Mai bis 7. Juli 2019 im Fotografiemuseum Amsterdam Foam

Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2019
14. Juni bis 23. August in The Cube in Eschborn

 

 

 

 

 

20 years of Art Collection Deutsche Börse

 

 

 

 

 

Deutsche Börse Photography Foundation

 

Deutsche Börse Photography Foundation

Mergenthalerallee 61
65760 Eschborn

deutscheboersephotographyfoundation.org/

by app. only

20 years of Art Collection Deutsche Börse
Ausstellungsfläche The Cube, Eschborn © Simon Vogel

Die Deutsche Börse Photography Foundation feiert 2019 das 20-jährige Jubiläum der Art Collection Deutsche Börse. Dieses wird mit einer Reihe besonderer Veranstaltungen und Projekte sowie einem internationalen Ausstellungsprogramm gewürdigt. Die Art Collection Deutsche Börse gilt als eine der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Fotografie und umfasst heute über 1.800 Werke von 126 internationalen Künstlern. Das Jubiläumsjahr 2019 steht unter dem Motto „From another perspective“. Hierfür werden Ausstellungen an verschiedenen Orten und mit unterschiedlichen Partnern entwickelt, darunter der britische Künstler Martin Parr und das Foam Fotografiemuseum Amsterdam. Ihre Auswahl an Werken aus der Sammlung gibt einen vielfältigen, immer wieder wechselnden Einblick in die wichtigsten künstlerischen Positionen der Art Collection Deutsche Börse.

„Es ist uns in den letzten 20 Jahren gelungen, mit der Art Collection eine Sammlung zeitgenössischer Fotografie von musealer Qualität aufzubauen. Wir haben das Jubiläum zum Anlass genommen, Experten von außen einzuladen, damit sie mit uns ihren Blick auf die Sammlung teilen. Wir freuen uns auf ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm in diesem besonderen Jahr“, sagt Anne-Marie Beckmann, Direktorin der Deutsche Börse Photography Foundation.

20 years of Art Collection Deutsche Börse
Evelyn Hofer, Phoenix Park on a Sunday, Dublin, 1966 © The Estate of Evelyn Hofer

Den Auftakt des Jubiläumsprogramms bildet die von Martin Parr kuratierte Ausstellung „We love Photography!“. Gezeigt wird seine Auswahl von rund 130 Arbeiten von 56 Künstlern aus der Art Collection Deutsche Börse. Die Ausstellung zeigt Größen der Fotografiegeschichte wie Walker Evans oder Diane Arbus ebenso wie bedeutende Positionen der Dokumentar-Fotografie wie Bruce Davidson, Philip Jones Griffiths oder Susan Meiselas, aber auch jüngere Künstler wie Mike Brodie, Beate Gütschow oder Geert Goiris. „We love photography!“ ist von 1. Februar bis 24. Mai 2019 in The Cube, der Unternehmenszentrale der Deutschen Börse, in Eschborn bei Frankfurt zu sehen.

Eine weitere Ausstellung „Changing views – 20 Years of Art Collection Deutsche Börse” im Fotografiemuseum Amsterdam Foam von 3. Mai bis 7. Juli 2019 präsentiert eine umfangreiche Auswahl an Werken der Art Collection Deutsche Börse, die Positionen zu den zentralen Themen der Sammlung erfasst. Im Sommer 2019 präsentiert die Deutsche Börse Photography Foundation dann die Ausstellung zum „Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2019“, eine der renommiertesten Auszeichnungen für zeitgenössische Fotografie. Sie wird von der Foundation gemeinsam mit der Photographers‘ Gallery in London jährlich vergeben. Die Arbeiten der vier diesjährigen Finalisten Laia Abril, Susan Meiselas, Arwed Messmer und Mark Ruwedel sind nach ihrer Ausstellung in der Photographers‘ Gallery in London vom 14. Juni bis 23. August in The Cube in Eschborn zu sehen.

Zur Art Collection Deutsche Börse sind unter dem Namen „XL Photography“ mittlerweile fünf großformatige Fotobücher erschienen. Im Frühjahr 2019 veröffentlicht die Photography Foundation gemeinsam mit dem Kehrer Verlag den sechsten Band „XL Photography 6“. Er präsentiert alle Neuerwerbungen der Sammlung seit Erscheinen des letzten Bandes im Sommer 2015.

Die Ausstellungen in The Cube, dem Unternehmenssitz der Deutschen Börse, können im Rahmen von Führungen nach vorheriger Anmeldung kostenfrei besichtigt werden. Termine für öffentliche Führungen und aktuelle Ausstellungen finden Sie unter: www.deutscheboersephotographyfoundation.org/de/ausstellen/..
Weitere Termine für Gruppen sind nach Absprache möglich.

20 years of Art Collection Deutsche Börse
Jörg Sasse, 5671, 1996 © courtesy of the artist
20 years of Art Collection Deutsche Börse
Guy Tillim, Athénée Royal High School, Lubumbashi, DR Congo, 2007, from “Avenue Patrice Lumumba” © courtesy of the artist
20 years of Art Collection Deutsche Börse
Thomas Struth, The Consolandi Family I, Mailand 1996 © courtesy of the artist
20 years of Art Collection Deutsche Börse
Barbara Klemm, Leonid Breshnev, Willy Brandt, Bonn, 1973 © courtesy of the artist
20 years of Art Collection Deutsche Börse
Weronika Gęsicka, Untitled, aus der Serie „Traces“, 2015 © courtesy of the artist
20 years of Art Collection Deutsche Börse
Paul Almasy, Man placarding, Paris 1952 © courtesy of the artist

Kehrere Verlag _ Neuerscheinungen

Spannende Ausblicke ins neue Jahr!

Wir hoffen, auch Sie hatten einen gelungenen Start ins neue Jahr und freuen sich schon auf die ersten Neuerscheinungen.Für alle, die den letzten Newsletter mit der Frühjahrsvorschau 2019 verpasst haben, steht diese hier noch einmal zum Download bereit.
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BEAT SCHWEIZER | MIKHAILOVNA CALLED

Immer wieder fährt Beat Schweizer in den äußersten Norden Russlands. Wie lebt es sich in den polarnahsten Städten und Siedlungen dieser Welt? Und was hält die Menschen trotz scheinbar widriger Bedingungen dort? Beat Schweizers dreiteilige Werkserie gibt überraschende Antworten darauf. Sie erzählt von extremen Lebensbedingungen, aber auch von der Schönheit der Normalität und der Sehnsucht nach Freiheit. mehr lesen

Broschur mit amerikanischem Schutzumschlag | 24 x 28 cm | 184 Seiten | 94 Farbabb. | Deutsch / Englisch / Russisch | ISBN 978-3-86828-900-8 | Euro 39,90

Ausstellung

Mikhailovna Called | Galerie Focale | Nyon | Schweiz | 17. März – 5. Mai 2019

NINA RÖDER | BATH IN BRILLIANT GREEN

In melancholischer Bildsprache zeigt Nina Röders Serie eine poetische Perspektive auf unterschiedliche Formen von Ohnmacht und Verlust. In assoziativen Arrangements von Porträts, Landschaften und Stillleben nähert sie sich Zuständen des Verlierens und Wiederfindens sowie der Metapher des Loslassens. mehr lesen

Festeinband | 28,5 x 21 cm | 144 Seiten | 82 Farbabb. | Deutsch, Englisch | ISBN 978-3-86828-890-2 |

Euro 39,90

Ausstellung

Bauhaus Frauen – Professorinnen und Absolventinnen der Bauhaus-Universität Weimar | Kunsthalle Erfurt | 19. April – 14. Juli 2019

SHERON RUPP | TAKEN FROM MEMORY

Taken From Memory ist das Ergebnis eines 25 Jahre währenden Langzeitprojekts der amerikanischen Fotografin Sheron Rupp. Auf der Suche nach ihren biografischen Wurzeln fotografierte Rupp das ländliche Amerika und bietet einen einzigartigen Einblick in den Kleinstädten fernab der Metropolen an Ost- und Westküste. mehr lesen

Festeinband | 30,5 x 28 cm | 108 Seiten | 75 Farb- und 2 S/W-Abb. | Englisch | ISBN 978-3-86828-892-6 | Euro 39,90

JOSHUA DUDLEY GREER | SOMEWHERE ALONG THE LINE

Die Landschaft Amerikas wird von fast 4.000.000 Meilen Straße durchzogen, die von der Stadt in die Wildnis und durch alles, was dazwischen liegt, führen. Vor allem das Interstate Highway System hat die Art und Weise, wie wir die umliegende Landschaft erleben, nachhaltig verändert. Greers Fotografien wurden über mehrere Jahre hinweg und auf einer Vielzahl von Roadtrips durch die Vereinigten Staaten aufgenommen. mehr lesen

Festeinband | 34 x 27 cm | 144 Seiten | 62 Farbabb. | Englisch | ISBN 978-3-86828-894-0 | Euro 49,90

AKTUELLE AUSSTELLUNGEN
Alain Laboile: bis 09.02. 2019, 29 Arts in Progress Gallery, MailandNewsha Tavakolian: bis 17. 02. 2019, La Filature, Scène nationale, MulhouseMila Teshaieva: bis 28.02.2019, MIT Museum, Boston

Ernst Ludwig Kirchner: bis 03.03.2019, Bundeskunsthalle Bonn, Bonn

Otto Mueller: bis 03.03.2019, Hamburger Bahnhof, Berlin

Charles Fréger: bis 24.10.2019, Cité de l’image, Clervaux, Luxemburg

Oskar Kokoschka: bis 10.03.2019, Kunsthaus Zürich

Hans Danuser: bis 28.04. 2019, Kirchner Museum, Davos

Gregor Sailer: 17.01. – 08.03. 2019, Freelens Galerie, Hamburg

Ruth Stoltenberg: 17.01. – 24.03.2019, Haus am Kleistpark, Berlin

Jessica Backhaus: 19.01. – 09.03.2019, Galerie Anja Knoess, Köln

Ute & Werner Mahler: 19.01. – 16.03.2019, Galerie Robert Morat, Berlin

Nicholas Nixon: 19.01. – 31.03.2019, Fondation A Stichting, Brüssel

Ruth Stoltenberg: 24.01. – 17.03.2019, Galerie im Tempelhof Museum, Berlin

 

Darmstädter Tage der Fotografie

Jubiläum:

10. Darmstädter Tage der Fotografie vom 20. bis 22. April 2018
• Thema: Perspektiven – Strategien fotografischen Handelns
• Bewerbungsfrist für Merck-Preis endet am 10. November 2017
Darmstadt. Die Freunde der zeitgenössischen Fotografie dürfen sich freuen: Vom 20. bis zum 22.
April kommenden Jahres wird Darmstadt wieder für 3 Tage zum Mekka für die Freunde der
internationalen Fotokunst. Was vor 13 Jahren mit der Idee von 4 Darmstädter Fotografinnen und
Fotografen begann, zählt als Darmstädter Tage der Fotografie (DTDF) längst zu den Highlights unter
den deutschen Fotofestivals. Nun feiern die Ausstellungsmacher mit der 10. Auflage bereits das erste
runde Jubiläum.

Thema: Perspektiven – Strategien fotografischen Handelns
Die Jubiläumsausgabe widmet sich dem Thema „Perspektiven – Strategien fotografischen Handelns“.
Dabei wollen die Initiatoren das Fotografische in der Fotografie in den Mittelpunkt stellen. Es wird um
Bilder gehen, die die ursprüngliche Kraft der Fotografie bewusst machen und auf zeitgenössische Art
weiterentwickeln.

Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie erneut mit 10.000 Euro dotiert
Ein Höhepunkt des Fotofestivals bleibt die Verleihung des Merck-Preises der Darmstädter Tage der
Fotografie. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wird von dem Darmstädter
Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck gestiftet. Er wird bereits zum 7. Mal vergeben.
Zur Bewerbung um den Merck-Preis können Arbeiten oder Serien zum Jahresthema eingesendet
werden. Im Dezember wird die Jury etwa 30 Einreichungen auswählen, die während der Fototage-
Ausstellungen gezeigt werden. Aus diesen werden 3 Arbeiten für den 7. Merck-Preis nominiert. Erst
am Tag der Preisverleihung legt die Jury fest, wer den Hauptpreis von 7.000 Euro erhält. Die beiden
weiteren Nominierten erhalten je 1.500 Euro.

Die Jury setzt sich zusammen aus den vier Initiatoren der Darmstädter Tage der Fotografie. Das sind
Alexandra Lechner, Albrecht Haag, Gregor Schuster und Rüdiger Dunker. Weiterhin zählen Ute Noll
(on-photography.com) und Prof. Kris Scholz (h_da Darmstadt) zur Jury.

Die kompletten Ausschreibungsunterlagen können auf der Website www.dtdf.de unter Bewerbung
heruntergeladen oder über info@dtdf.de angefordert werden. Die Bewerbungsfrist endet am 10.
November 2017 (Posteingang).

Haus der Photographie der Deichtorhallen

ANDREAS MÜHE −
PATHOS ALS DISTANZ

19. MAI − 20. AUGUST 2017 IM HAUS DER PHOTOGRAPHIE


Mit Andreas Mühe (*1979 Karl-Marx-Stadt) stellt das Haus der Photographie der Deichtorhallen vom 19. Mai bis 20. August 2017 erstmals das junge, vielversprechende Œuvre des deutschen Fotografen vor, dessen ästhetische Wahrnehmung von der Welt des Theaters, der Inszenierung und der Verwandlung geprägt ist.

Die in enger Zusammenarbeit zwischen Andreas Mühe und Ingo Taubhorn, Kurator des Hauses der Photographie, inszenierte Ausstellung »Pathos als Distanz« unternimmt den Versuch eines Deutschlandbildes aus den Augen des Künstlers. Arbeiten aus allen Werkkomplexen Andreas Mühes finden im vom »Großen Festsaal« des Hamburger Rathauses inspirierten Hauptraum der Ausstellung im Zentrum des Hauses der Photographie in einer einzigartigen Inszenierung zusammen. Wie selbstverständlich werden Bezüge unter den Bildern aus bekannten Werkzyklen wie »Neue Romantik«, »Obersalzberg« oder »A.M.« aber auch bisher unveröffentlichte Arbeiten aus »Wald« oder »Jagd« sichtbar. Drei gesonderte Kabinette stellen in intimeren Rahmen Arbeiten aus drei Werkkomplexen vor, die als geschlossene Serien gezeigt werden, darunter »Haltung«.

Seine Werke beschäftigen sich mit Stimmungsklischees der Deutschen, Überhöhungen, Inszenierungen und Brechungen des Machtvollen. Jenseits von Heldenposen entsteht dabei bildnerisch geheimnisvolle Präsenz, so etwa in den Fotografien des Arbeitszimmers von Konrad Adenauer, den Häusern der DDR-Oberen in Wandlitz, dem italienischen Botschafter in seiner Vertretung oder den akribisch choreografierten Portraits von Künstlern und Politikern.

monopol-magazin

Instagram und die Neue Übersichtlichkeit

Was ist bloß aus der Fotografie geworden?

Auf Instagram ist alles auf die maximale Subjektivität hin ausgerichtet: mein Essen, meine Füße, mein Kaffee, meine Wohnung. Was bedeutet das für die Entwicklung der Fotografie?

Was ist bloß aus der Fotografie geworden? Das könnte man sich fragen, wenn man durch die Ausstellung “Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse” im Frankfurter Städel Museum läuft. Dort hängen auf zwei Stockwerke verteilt die Arbeiten der Struffkys, von Candida Höfer, Jörg Sasse, Axel Hütte, Tata Ronkholz und Petra Wunderlich, der ersten Studentengeneration der so genannten Becher-Klasse also. Ihre Lehrer Bernd und Hilla Becher fehlen natürlich nicht (ausführliche Review der Ausstellung in der Juni-Ausgabe von Monopol).

Als die Bechers fotografisch tätig wurden, verstanden sie sich selbst als Denkmalpfleger mit Kamera, nicht als Künstler. Sie wollten fotografisch festhalten, was irgendwann einmal verschwunden sein werden würde. Fördertürme und Hochanlagen, Wassertürme und Gasbehälter, die stillgelegte und vom Abriss bedrohte Industriearchitektur. Die Bechers suchten kühle Objektivität, subjektives Eingreifen war untersagt, die Fotografie war für sie ein Aufzeichnungsmittel – gemeinsam arbeiteten sie sich an einer enzyklopädischen Bestandsaufnahme von Industriebauten mit ihren Kameras ab.

In Ausstellungen erkennt man die Arbeiten von Bernd und Hilla Becher meist schon von Weitem. Ihre Fotografien sind in Tableaus von 6-24 angeordnet. Mit ihren Typologien betonen sie den seriellen Charakter des Mediums Fotografie und fordern den Betrachter zu einem vergleichenden Sehen heraus. Keine Meisterwerke mehr, könnte man sagen, zumindest für einen Augenblick. Bei den Bechers musste sich das Einzelwerk in eine Gruppe einfügen. Digital Natives, die noch nie von Bernd und Hilla Becher und ihren Typologien gehört haben, sind vielleicht wahnsinnig entzückt darüber, dass im Museum endlich einmal etwas aussieht wie ein gut kuratierter Tumblr oder Instagram. Und jetzt muss man sich wirklich fragen, was ist bloß aus der Fotografie geworden?

Als die Bechers anfingen zu fotografieren, waren sie meist im Siegerland unterwegs, wo Bernd Becher herkam. Das ersparte ihnen weite Anfahrtswege. Neben Fördertürmen und Aufbereitungsanlagen der umliegenden Erzbergwerke fotografierten sie auch Fachwerkhäuser. Das Städel hat vor einiger Zeit auf seinem Instagram-Account nacheinander neun dieser Fachwerkhäuser geteilt. Im besten Fall hätte das dann zumindest ein ganz kleines bisschen ausgesehen, wie von Bernd und Hilla Becher intendiert. Nur ist das Format in der – wenn man einmal dieses Wort bemühen darf – Galerieansicht von Instagram das Quadrat. Die Fotos werden also oben und unten beschnitten und sehen folglich gar nicht mehr so aus, wie sie sollten. Vielleicht würden die Bechers bei solch einem Anblick die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und schreiend aus dem Raum rennen, man weiß es nicht.

Fotografien werden bierdeckelgroße Bilder, so der Künstler Wolfgang Tillmansgerade über Fotos, die mit dem Smartphone gemacht wurden. Auf Instagram sind es sogar nur daumennagelkleine Bildchen. Schon allein das kleine Format sorgt dafür, dass die Bilder übersichtlich komponiert sein müssen, damit deren Inhalt beim schnellen Scrollen durch den Feed auf Instagram erfasst werden kann. The big printlarger than life, damit machte die Becher-Schule von sich reden. Eine Arbeit wie Gurskys “Montparnasse”, die aktuell im ersten Stock im Städel Museum an einer Wand hängt, würde mit ihrem Überwältigungseffekt und ihrer Kleinteiligkeit nicht funktionieren. Niklas Maak nannte das Werk wegen seiner Größe von 4,20 Metern in der Breite und knapp 2 Metern in der Höhe “das Hochhaus unter den Fotografien”.

Kommt nach der Neuen Sachlichkeit, dem Neuen Sehen oder beispielsweise der New Color Photography jetzt die Neue Übersichtlichkeit? Nicht nur die Bilder sind übersichtlich, sondern auch die Sujets. Der Blick der Bechers und ihrer Schüler musste maximal objektiv sein, ihre Arbeiten sind präzise, scharf und objektiv in der Wiedergabe des Motivs. Sie idealisierten nicht, ihnen ging es um die reine Beschreibung. Auf Instagram ist alles auf die maximale Subjektivität hin ausgerichtet. Mein Essen, meine Füße, mein Kaffee, meine Wohnung. Und alles bitte möglichst moody und kitschig für den Seufz-Effekt.

Mutet es da nicht ein bisschen wie Ironie an, dass auf Instagram dennoch teilweise zum Erfolg verhilft, was auch bei den Bechers und ihrer Schüler funktionierte und sie auf dem Kunstmarkt zu einer Marke machte? Die unbedingte Konzentration auf ein Thema, wie beispielsweise bei Candida Höfer die Konzentration auf Innenräume. Was etwa auf Instagram läuft: Wenn man nur Gässchen in den Altstädten dieser Welt fotografiert. Die Betonung des Seriellen, wie bei den Bechers. Das Einzelfoto muss auf Instagram sitzen, wie auch jedes weitere Foto, denn irgendwie sieht man zwar Einzelfotos, die aber wiederum fließen hinein in einen Strom von Bildern. Und wer braucht da noch den Kunstmarkt, wenn man sich mit dem Tableau des eigenen Lebens als Content Creator oder Visual Storyteller, kurz als Marketinggaul, vor den Karren großer Unternehmen spannen lassen kann?

http://www.monopol-magazin.de/was-ist-bloss-aus-der-fotografie-geworden

PETER LINDBERGH – Kunsthalle München

PETER LINDBERGH
FROM FASHION TO REALITY
13. APRIL – 27. AUGUST 2017

Peter Lindbergh ist einer der einflussreichsten Modefotografen der letzten vierzig Jahre. Neben seinen ikonischen Fotografien, mit denen Lindbergh das Supermodel-Phänomen der 1990er-Jahre begründete, präsentiert diese multimediale Schau mit rund 220 Objektenauch Filme sowie exklusives, bisher ungezeigtes Material wie Storyboards, Requisiten, Polaroids und Kontakt-Abzüge. Die Ausstellung wird von Thierry-Maxime Loriot kuratiert, der in der Kunsthalle München bereits die Mode von Jean Paul Gaultier in Szene setzte.

Mehr auf Arte: Menschliche Realität statt Retusche

http://info.arte.tv/de/menschliche-realitaet-statt-retusche

Aufwachen! Zeit für Frühlingsgefühle

Der Frühling liegt schon in der Luft und passend dazu gibt es ein paar bunte neue Fotobücher des Kehrer Verlages , die Sie nach Afrika, Argentinien, Frankreich und Tibet entführen.

NEUERSCHEINUNGEN

 SARAH COOPER & NINA GORFER | I KNOW NOT THESE MY HANDS

SEEK VOLUME 04: ARGENTINA

Dieses Buch handelt von den allgegenwärtigen Spuren, die eine krisenhafte Geschichte im menschlichen Geist hinterlässt. Auf der Grundlage einer ausgedehnten Recherchereise in den Nordwesten Argentiniens untersuchen Cooper & Gorfer Fragen der Identität mithilfe von Interviews und Fototerminen mit Menschen aus unterschiedlichen Schichten der argentinischen Gesellschaft und der Nachbarländer. mehr lesen

Festeinband | 24 x 31,5 cm | 416 Seiten | 85 Farbabb. | Englisch / Spanisch | ISBN 978-3-86828-778-3 | Euro 48,00 |

Erscheinungstermin: 17. März

Ausstellungen | Fotografiska | Stockholm | Schweden | 11. März – 15. Juni 2017
Gallery Christian Larsen | Market Art Fair | Stockholm | Schweden | 24. – 26. März 2017
The Weather Diaries | American Swedish Institute  | Minneapolis | USA | 25. März – 2. Juli  2017
Interruptions | Kvinnohistoriskt museum | Umeå | Schweden | 24. Juni – 30. November 2017

 EVERYDAY AFRICA – 30 PHOTOGRAPHERS RE-PICTURING A CONTINENTNANA KOFI ACQUAH, PETER DICAMPO, AUSTIN MERRILL, TEUN VAN DER HEIJDEN (HRSG.)Das Everyday Africa Projekt kämpft gegen die Klischeebilder von Afrika als Ort voller Armut, Krankheiten und Krieg. Mit den besten Fotos aus dem gefeierten Online-Projekt zeigt dieses Buch Bilder vom Alltagsleben auf dem afrikanischen Kontinent, die seltene Einblicke von ungeahnter Schönheit gewähren; sie lenken unsere Wahrnehmung von sensationslüsternen Extremen auf eine geordnetere, vertraute Wirklichkeit um.

mehr lesen

Leineneinband | 16,5 x 19,2 cm | 448 Seiten | 267 Farbabb. | Englisch | ISBN 978-3-86828-731-8 | Euro 38,00

TARA BOGART | A MODERN HAIR STUDY

Im Jahr 2011 sah Tara Bogart in der Pariser Bibliothèque nationale die Fotografie Marie Laurent (1856) von Nadar und war sofort fasziniert. Das von hinten aufgenommene Foto zeigt eine junge Frau, deren Haar mit einem verzierten Kamm hochgesteckt ist. Fünf Monate später begann sie mit der Serie, aus der A Modern Hair Study entstand. mehr lesen

Leineneinband | 16,5 x 23,3 cm | 120 Seiten | 79 Farb- und 7 S / W-Abb | Englisch/Französisch | ISBN 978-3-86828-757-8 |

Euro 35,00
Ausstellung | The Burden of my own Immoderation | Hoffmaster Gallery at Lawrence University | Appleton |

Wisconsin USA | 31. März – 7. Mai 2017

DAVID ZIMMERMAN | ONE VOICE
PORTRAITS FROM THE TIBETAN DIASPORA

Werden Menschen von ihrem Heimatgebiet definiert oder von der Kultur, die sie in ihrem neuen Leben aufbauen? Fotografiert in Flüchtlingssiedlungen und Nomadengebieten Indiens, zeigen die großformatigen Porträts von One Voice einen Querschnitt der tibetischen Exilgesellschaft: Nomaden und Händler, Schriftsteller und Revolutionäre. mehr lesen

Schweizer Broschur mit Titelschild | 24 x 32 cm | 128 Seiten | 50 Farbabb. | Englisch | ISBN 978-3-86828-773-8 | Euro 48,00 |

Erscheinungstermin: 15. März

Ausstellungen | AIPAD The Photography Show | New York City | USA | 29. März – 2. April 2017
Sous Les Etoiles Gallery | New York City | USA | Juni – August 2017

 DANIEL ROHNER | DIALOG MIT MI FUDer Schweizer Künstler Daniel Rohner setzt sich seit einigen Jahren fotografierend mit Landschaft und mit der Ästhetik chinesischer Kunst- und Gedankenwelten auseinander. Er steigt in die Rheinschlucht, die sich zwischen Reichenau und Ilanz tief in die Bündner Berglandschaft gegraben hat, er erkundet den Calanda, den Hausberg Churs, und er fotografiert im Laufental bei Basel.
mehr lesenHalbleineneinband | 22 x 30 cm | 120 Seiten | 69 Farbabb. | Deutsch/Englisch | ISBN 978-3-86828-741-7 | Euro 39,90 | Erscheinungstermin: 15. März

Photobastei – Swiss Photo Award

Swiss Photo Award – vfg.selection
17 Mar – 16 Apr 2017
Thu 16 Mar 18:00

Photobastei www.photobastei.ch

Opening & Award Night: Donnerstag, 16. März, 18 Uhr

© Christian Bobst,

Der Swiss Photo Award – vfg.selection lädt erneut zum grossen Fest der besten Schweizer Fotografie. Die Gewinner der Kategorienpreise in der Höhe von je 5000 CHF werden an der Opening Night in der Zürcher Photobastei bekannt gegeben.

Die internationale Jury hat am 29. Januar in Zürich aus einer Shortlist von 36 Arbeiten die 21 Besten und die Kategoriensieger gekürt. Wir freuen uns auf die Vergabe der Titel beste Schweizer Fotografie in den Kategorien Architektur, Editorial, Reportage, Fine Art, Free, Fashion und Werbung.

Vom 10. bis 26. Juni werden auch alle anderen Arbeiten der letzten Juryrunde gezeigt. Dies erlaubt den Besuchern, sich eine eigene Meinung zum Entscheid der Jury zu bilden.

Weitere Informationen: www.swissphotoaward.ch
Die Nominierten:
Architektur
Fotopreis der Fischer AG Immobilienmanagement (5000 CHF)
Die Nominierten: Istvan Balogh, Zürich; Beat Bühler, Zürich; Andrea Helbling, Zürich
Shortlist: Roger Frei, Zürich; Hannes Henz, Zürich; Bruno Kuster – Lucia Frey, Horw; Andreas Tschersich, Berlin
Editorial
Fotopreis der SonntagsZeitung (5000 CHF)
Die Nominierten: Thomas Kern, Möriken; Simon Tanner, Zürich; Anita Vozza, Magglingen
Shortlist: Aruna Canevascini, Bruzella
Fashion
Fashion Fotopreis (5000 CHF)
Die Nominierten: Dan Cermak, Zürich; Lorenz Cugini, Zürich; Joan Minder, Zürich
Fine Art
Fotopreis von Leica Camera AG (5000 CHF)
Die Nominierten: Hans Hofmann, Bern; Rahel Krabichler, Köniz; Jessica Wolfelsperger, Basel
Shortlist: Roberto Carbone, Zürich; Corinne Futterlieb, Bern; Florian Luthi, Lausanne; Graeme Williams, Johannesburg
Free
Fotopreis der vereinigung fotografischer gestalterInnen vfg (5000 CHF)
Die Nominierten: Jaromir Kreiliger, Castrisch; Mali Lazell, Zürich; Alma Cecilia Suarez, Marly (FR)
Shortlist: Peter Gartmann, Münchenstein; Sava Hlavacek, Zürich
Reportage
Fotopreis des Tages-Anzeiger (5000 CHF)
Die Nominierten: Roshan Adhihetty, Zürich; Christian Bobst, Zürich; Scott Typaldos, Lausanne
Shortlist: Flurin Bertschinger, Zürich; Christian Lutz, Châtelaine; Beat Mumenthaler, Steffisburg; Roland Schmid, Basel
Werbung
Fotopreis Werbefotografie (5000 CHF)
Die Nominierten: Diego Alborghetti, Zürich; Dan Cermak, Zürich; Michael Egloff, Zürich

Photobastei
Sihlquai 125
8005 Zürich
www.photobastei.ch
Tue+Wed 12-21, Thu-Sat 12-24, Sun 12-18

EPEA 03 IM HAUS DER PHOTOGRAPHIE

EPEA 03 − EUROPEAN
PHOTO EXHIBITION AWARD
SHIFTING BOUNDARIES
3. MÄRZ − 1. MAI 2017 IM HAUS DER PHOTOGRAPHIE
www.deichtorhallen.de

Vom 3. März bis 1. Mai 2017 zeigt das Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg die fotografischen Essays von zwölf herausragenden jungen europäischen Fotografinnen und Fotografen zum Thema »Shifting Boundaries«. Die Künstler sind ausgewählte Teilnehmer der dritten Runde des European Photo Exhibition Award (epea), einem Gemeinschaftsprojekt der Körber-Stiftung mit drei weiteren europäischen Stiftungen. Die Fotografen kommen aus neun europäischen Ländern. Aus dem deutschsprachigen Raum nehmen Jakob Ganslmeier aus Bielefeld, Robin Hinsch aus Hamburg sowie die in Wien lebende Fotografin Christina Werner an dem Projekt teil. Das Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg und die Körber-Stiftung bieten ein Begleitprogramm zur Ausstellung an.

Marie Hald: The Girls from Malawa, 2015 © Marie Hald

Grenzen erfahren, erkennen und aktiv oder passiv mit ihnen umgehen – das ist ein Phänomen, das nicht nur gegenwärtig die Situation in Europa kennzeichnet. Wie kann man sich der europäischen Geschichte nähern und die ständigen und komplexen Veränderungen in Europa begreifen? Das Thema »Shifting Boundaries« nimmt Bezug auf diese Trennungs- bzw. Teilungslinien und fordert dazu auf, unseren Blick sowohl auf geographische, sozio-kulturelle als auch auf psychologische Schranken zu richten. In ihren Essays thematisieren die Fotografen historische und aktuelle Grenzverschiebungen und urbane Veränderungen und setzen sich mit Wahrnehmungsprozessen und Digitalisierung auseinander.

Margarida Gouveia: The Mirror Game 1 © Margarida Gouveia © Robin Hinsch

Neben Ganslmeier, Hinsch und Werner nehmen folgende Fotografen an epea 03 teil:
Arianna Arcara und Pierfrancesco Celada aus Italien
Marthe Aune Eriksen und Eivind H. Natvig aus Norwegen
Margarida Gouveia aus Portugal
Marie Hald aus Dänemark
Dominic Hawgood aus Großbritannien
Ildikó Péter aus Ungarn
Marie Sommer aus Frankreich

Ausgewählt wurden die Fotografen von Ingo Taubhorn, Kurator des Hauses der Photographie der Deichtorhallen Hamburg, dem norwegischen Fotografen Rune Eraker, dem Soziologen und Kurator Sérgio Mah aus Portugal sowie dem künstlerischen Leiter des italienischen Photolux Festivals in Lucca, Enrico Stefanelli. Die vier Kuratoren haben die Fotografen bei der Erarbeitung ihrer fotografischen Kommentare begleitet.

Jakob Ganslmeier: Lovely Planet Poland, 2015 © Jakob Ganslmeier

Die Präsentation im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg ist die dritte Station der europäischen Wanderausstellung, die über Paris und Lucca nach Hamburg führt und in Oslo ihren Abschluss findet.

ÜBER DEN EUROPEAN PHOTO EXHIBITION AWARD (epea)

Der European Photo Exhibition Award ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hamburger Körber-Stiftung und der Stiftungen Fondazione Banca del Monte di Lucca (Italien), Fundação Calouste Gulbenkian (Portugal) und Fritt Ord (Norwegen). Ziel von epea ist, die verschiedenen Sichtweisen herausragender junger europäischer Fotografen auf gesellschaftlich relevante Themen zu präsentieren und einen innereuropäischen Dialog anzuregen. Die vergangenen zwei Ausgaben des European Photo Exhibition Award zu den Themen »European Identities« und »The New Social« zogen mehr als 175.000 Besucher in vier Städten an.

Weitere Informationen zum Projekt www.epeaphoto.org

ERÖFFNUNG

Am Donnerstag, 2. März 2017 um 19 Uhr im Haus der Photographie der Deichtorhallen. Es sprechen Dirk Luckow (Intendant der Deichtorhallen), Anja Paehlke (Mitglied des Vorstands der Körber-Stiftung) und Ingo Taubhorn (Kurator Haus der Photographie).

Shooting – Mercedes-Maybach G650 Landaulet

Behind the scenes. Simon Puschmann
2 Days of shooting the Mercedes-Maybach G650 Landaulet in the Atacama Desert of Chile.

Director: Simon Puschmann, DOP: Ekkehart Pollack, Music Composition: Harvest Digital Agriculture: Torben Brüggemann and Tom Puschmann, Post Production Film and Photography: Harvest Digital Agriculture. Production: Big Fish, Berlin.

The new Mercedes-Maybach G 650 Landaulet – Trailer – Mercedes-Benz original

 

Watched! – C/O BERLIN

Watched! Surveillance, Art & Photography
Überwachung & Fotografie
Eröffnung Freitag: 17. Februar 2017 um 19 Uhr.

Adam Broomberg & Oliver Chanarin » Viktoria Binschtok » James Bridle » Paolo Cirio » Hassan Elahi » Jill Magid » Trevor Paglen » Julian Röder » Ann-Sofi Sidén » Hito Steyerl » Ai Weiwei » & others

C/O Berlin

www.co-berlin.org

Adam Broomberg & Oliver Chanarin: The Painter‘s Wife, 2013, from Spirit is a Bone © Adam Broomberg & Oliver Chanari

 

Ausstellung: 18. Februar bis 23. April 2017
Eröffnung: Freitag, 17. Februar, 19 Uhr

Überwachung total? Videokameras in Banken, Kaufhäusern und an öffentlichen Plätzen, von Algorithmen gesteuerte Werbung und persistente Cookies im Internet, staatliche Vorratsdatenspeicherung und private Cloud-Speicherdienste – im Alltag sind permanente Beobachtung und Data Sharing heute selbstverständlich. Tagtäglich nutzen wir Dienste wie Google Maps, schauen uns Live-Streams an und begeistern uns über Health-Apps und ungeahnte Möglichkeiten der Selbstkontrolle. Wir verfolgen unsere Freunde und wildfremde Menschen auf Facebook, Twitter und Instagram und werden selbst kontinuierlich getrackt. Wir pro tieren von den neuen digitalen Techniken und Angeboten und sind dafür bereit, unser Privatleben immer öffentlicher werden zu lassen. Überwachung und Big Data sind längst zu einem großen gesellschaftlichen Thema geworden.

Überwachung beschränkt sich heute nicht auf visuelle Kontrolle, dennoch muss das fotografische Moment thematisiert werden, um zu verstehen, wie Überwachung funktioniert. Unsere gesamte Existenz wird aktuell in nie dagewesenem Maße fotografiert und visualisiert. Das wirft neue Fragen nach freiwilliger und unfreiwilliger Sichtbarkeit auf, aber auch fotohistorische Fragen nach dem Beobachten und beobachtet werden. In der Ausstellung Watched! Surveillance Art & Photography werden die komplexen Zusammenhänge moderner Überwachung daher mit einem besonderen Augenmerk auf die Fotogra e und visuelle Medien beleuchtet. Von staatlich und behördlich genutzten Technologien bis hin zu alltäglichen Überwachungs- praktiken, die vor allem in den sozialen Medien zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden sind. Die Frage ist: Wie können zeitgenössische Kunst und Medientheorie zu einem besseren Verständnis unserer modernen Überwachungsgesellschaft beitragen?

Die Arbeiten von rund 20 internationalen Künstlern in der Berliner Ausstellung zeigen unterschiedliche Kommentare und Reaktionen auf eben diese Frage. Dabei werden sowohl junge aufstrebende künstlerische Positionen wie zum Beispiel von Julian Röder, Viktoria Binschtok oder Esther Hovers mit international anerkannten Positionen von Hito Steyerl, Trevor Paglen, Jill Magid, Hasan Elahi, Paolo Cirio, Adam Broomberg & Oliver Chanarin, James Bridle oder Ai Wei Wei kombiniert, um ein möglichst großes Spektrum der Herangehensweisen aufzuzeigen. Die Künstler bedienen sich Techniken wie Videoüberwachung, Gesichtserkennung, Google Street View, digitaler Selbstvermessung und virtueller Animation. Sie hinterfragen das Bedürfnis nach Sicherheit, das als Argument für eine zunehmende Überwachung dient und dabei oftmals Aspekte wie diskriminierende Kontrolle oder Kriminalisierung außen vor lässt. Der Betrachter ist eingeladen, darüber nachzudenken, wie wir in einer Gesellschaft mit vielfältigen Überwachungsnetzwerken leben können, ohne zu jenen Ungleichheiten beizutragen, die Überwachung schafft.

Julian Röder: High Performance Camera - MX 15 and Frequency Modulated Continuous Wave Radar, 2013 from Mission and Task 2012-13 © Julian Röder

 

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Hasselblad Foundation, der Valand Academy, der Kunsthal Aarhus und C/O Berlin. Sie wurde kuratiert von Louise Wolthers und Dragana Vujanovic (Hasselblad Foundation), Niclas &Öuml;stlind (Valand Academy) sowie Ann-Christin Bertrand (C/O Berlin). Sie ist Teil eines von der Hasselblad Foundation initiierten Projekts zu Überwachung, Kunst und Fotografie in Europa nach der Jahrhundertwende.

Die begleitende Publikation, erschienen in der Verlagsbuchhandlung Walther König, enthält Kunstwerke von vierzig Künstlern, daneben Aufsätze von zahlreichen Wissenschaftlern und wurde erst im November vom Time Magazine in der Kategorie “Best Photobooks of 2016″ ausgezeichnet. Watched! Surveillance Art & Photography, 2016, 296 Seiten, 38 Euro.

Die Realisierung der Ausstellung in Berlin wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht. Im Rahmen ihrer häuserübergreifenden Kooperation präsentieren C/O Berlin und das Museum für Fotografie ab Februar 2017 drei inhaltlich aufeinander abgestimmte Ausstellungen zum Thema Überwachung und Fotografie mit aktuellen und historischen künstlerischen Positionen.

“hell” im Schauspiel Dortmund

„WIRKLICH JEDER MENSCH IST FOTOGEN“

Fotografie auf der Bühne: “hell” im Schauspiel Dortmund

Marcel Schaar über die Fotografie bei „hell „und in seinem Leben


Marcel Schaar, Fotograf aus Hamburg. Aufträge u.a. für die Commerzbank, Mercedes und Adidas. Persönlichkeiten wie Johannes Heesters, Andrea Petkovic und die Deutsche Fußballnationalmannschaft ließen sich von ihm ablichten und seine Arbeiten für die Hamburger Philharmoniker und das Konzerthaus Dortmund sorgten für Aufsehen. Seit 2007 beschäftigt er sich im „Polanerd“-Projekt künstlerisch mit der Polaroid-Fotografie. Bei hell / ein Augenblick steht er als vielleicht erster Live-Fotograf der Theatergeschichte auf der Bühne. Seine Werke sind in zahlreichen Ausstellungen zu sehen und wurden mit einer Vielzahl an Preisen und Auszeichnungen prämiert.


Was ist dein Job bei „hell“?

Das Fotografieren – erstmals auf der Bühne. Anfangs fühlte ich mich dabei verloren, schließlich bin ich kein Schauspieler. Wie verhalte ich mich? Aber mittlerweile habe ich von Kay und den Schauspielern ein bisschen Nachhilfe im Fach „Körperspannung“ bekommen. Die Präsenz eines Regisseurs, der zwischendurch Ansagen macht oder sich bestimmte Motive wünscht, ist für mich produktiv. Kay lässt mich da ja auch machen. Wir erarbeiten den Abend schließlich alle zusammen.

 

Was ist für dich das Spannende an „hell“?

Dass da ein Fotograf auf der Bühne steht und live ein Motiv ablichtet, das dann direkt in den Zuschauerraum projiziert wird. Das gab es vermutlich noch nie. Da ist der tatsächliche Augenblick, der eingefangen wird – einer von zahlreichen pro Abend, die auch für mich stets etwas Unvorhersehbares und Unplanbares haben. Sich diesem Prozess mit einer so angenehmen Entschleunigung und Melancholie zu nähern, finde ich enorm berührend. Ich halte melancholische Phasen für meine Arbeit für enorm produktiv – ich werde von Melancholie nicht gelähmt, sondern kann aus ihr neue Kräfte schöpfen.

Wie kommst du mit der großen Dunkelheit auf der Bühne zurecht?

Direkt nach dem Blitz sehe ich gar nichts, da ist dann absolute Dunkelheit und ich habe Nachbilder auf der Netzhaut. Und ansonsten gewöhnt sich mein Auge ja an die Dunkelheit und ich kann alles schemenhaft erkennen. Diese Schwärze ist ein unheimlicher Reiz, der neu für mich war. Selbst nachts gibt es draußen ja von irgendwoher immer Streulicht. Und welcher Fotograf käme auch auf die Idee, in pechschwarzer Umgebung Fotos zu schießen?

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Frank Lübke – Stern Magazin Kolumne

Seit Januar läuft die neue Stern Magazin Kolumne
“Mein geliebtes Ich”.
Die Kolumne basiert auf einem Fotokonzept, an dem der Fotograf
Frank Lübke seit einigen Jahren arbeitet - “Me, Myself and
I” Project – bisher sind über 40 Personen portraitiert worden.

In der neuen Stern Kolumne begegnen die Menschen
ihrem anderem Ich.

Lars Eidinger

Fotos: Frank Lübke und
Interviews: Alexandros Stefanidis.
Die Kolumne erscheint wöchentlich im Stern Magazin.

Christiane Paul

Mario Adorf

 

DZ BANK Kunstsammlung

 Loredana Nemes, Werner, aus der Serie: Nadelstreifen, 2016

Eröffnung am 26. Januar um 17:00 Uhr im SCHAUFENSTER der DZ BANK Kunstsammlung

 

BEGRÜSSUNG:
Hans-Bernd Wolberg, stv. Vorstandsvorsitzender DZ BANK AG

EINFÜHRUNG:
Dr. Christina Leber, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung
Moritz Kaestner, Teilnehmer des Kunstprojektes

ORT:
SCHAUFENSTER,  DZ BANK Kunstsammlung, Platz der Republik, 60265 Frankfurt
Eingang: Cityhaus II

Bitte melden Die sich zur Ausstellungseröffnung an unter:
https://www.events.dzbank.de/schaufenster/online-anmeldung

Loredana Nemes, Künstlerin der DZ BANK Kunstsammlung, hat aus eigener Initiative in 2016 gemeinsam mit 70 Mitarbeitern der DZ BANK ein Kunstprojekt verwirklicht. Die entstandene Serie »Nadelstreifen« wird ab dem 27.01.2017 im SCHAUFENSTER der DZ BANK Kunstsammlung im Eingangsbereich des Cityhaus II am Platz der Republik präsentiert.

Sie zeigt Banker, die ihre Anzugjacke von innen nach außen kehren, so dass der Futterstoff sichtbar wird. So wird das, was normalerweise versteckt ist, an die Oberfläche befördert. Das lässt sich analog auf die abgelichteten Personen beziehen: Durch das Umkehren der Sakkos und der ihnen zumeist instinktiv zugeordneten Attribute werden verborgenen Seiten sichtbar und ins Bild gerückt. Loredana Nemes zeigt dabei ein tiefes Interesse am Menschlichen. Sie befragt die Personen vor der Kamera nach ihrem Sein, ihren Interessen, ihren Erfahrungen, ihren Gefühlen. Und das aus purer Neugier und Anteilnahme an den Personen, denen sie hier begegnet.

Es sind Fragen über das Leben, danach, welche Spuren es beim Einzelnen hinterlassen hat und wie es sich ihm zu erkennen gibt. Fragen, die manchmal nicht leicht zu ertragen sind, weil eben das Leben nicht en passant  zu erledigen ist. Es bedarf großer Konzentration von beiden Seiten und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Auch auf die Gefahr hin, mit Erfahrungen oder Gefühlen konfrontiert zu werden, die einem nicht immer gelegen kommen. Was diese Begegnungen jedoch vermitteln, ist ein Erlebnis von tiefer Lebendigkeit. Von Gegenwärtigkeit. Von Zeit. Von einem Augenblick im Leben, der einen Unterschied zurücklässt.

Aus der insgesamt 30-teiligen Serie wurden für die DZ BANK Kunstsammlung 27 Arbeiten erworben.

Laufzeit der Ausstellung ist bis Sommer 2017.

An folgenden Terminen finden öffentliche Führungen statt.
Mittwoch, 1. Februar 2017 um 17:30 Uhr
Mittwoch, 1. März 2017 um 17:30 Uhr
Mittwoch, 5. April 2017 um 17:30 Uhr

ROBERT MORAT GALERIE

Henrik Spohler “In Between”
Exhibition: 21 January to 11 March, 2017

Opening: Friday, 20 January, 7 pm

ROBERT MORAT GALERIE LINIENSTR. 107 10115 BERLIN WWW.ROBERTMORAT.DE

Henrik Spohler: "Containerterminal, Hamburg, Deutschland" aus der Serie "In Between"

 

Henrik Spohker: "Autoverladung im Hafen von Emden, Deutschland" aus der Serie "In Between"

After “0/1 Data Flow” (2004), “Global Soul” (2008) and “The Third Day” (2013), Henrik Spohler’s new photographic project “In Between” is the fourth part of a series on modern traffic of data and goods.

Henrik Spohker: "Lagerhalle in Vilarreal Spanien" aus der Serie "In Between"

“In essence”, says Spohler in conversation with author and curator Peter Lindhorst on the occasion of the presentation of the work during the last Triennial of Photography in Hamburg, “it is about the almost absurd omnipresence of goods – as a sign of globalization. If you order a pair of slippers online today, you will find them on your doorstep tomorrow, no matter whether they were made in Taiwan or South Tyrol. Goods, raw material and industrial products are available almost everywhere and at any time. World-wide logistics have become the backbone of business. The project investigates places of transit. Interfaces of logistics such as ports and freight airports or facilities that have formed along trade routes. Areas corresponding only to economic needs, void of any reference to place, continent or country. The photographs show the backside of industrial production and economic activity, seemingly fictional images of nameless places.”

Henrik Spohler, born 1965, studied at Folkwang School in Essen, has been working as a freelance photographer in Hamburg since 1993 and teaches as a professor at the Berlin School of Technology and Economics. Spohler’s work is found in important collections, both public and private. The book to the series “In Between” has been published by Hartmann project.

Henrik Spohker: "Lagerung von leeren Containern, Bilbao, Spanien" aus der Serie "In Between"

 

Henrik Spohler
“In Between”

Ausstellung: 21. Januar bis 11. März 2017
Eröffnung: Freitag, 20. Januar, 19 Uhr

Nach “0/1 Data Flow” (2004), “Global Soul” (2008) und “The Third Day” (2013) versteht sich Henrik Spohlers neues fotografisches Projekt “In Between” als der vierte Teil einer Serie zum modernen Daten- und Warenverkehr.

“Im Grunde”, so Spohler im Gespräch mit dem Autoren und Kurator Peter Lindhorst anlässlich der Präsentation der Arbeit während der letzten Triennale der Fotografie in Hamburg, ”geht es um die fast schon absurde Omnipräsenz von Waren – als ein Zeichen der Globalisierung. Wer heute online ein Paar Pantoffeln bestellt, findet sie bereits morgen vor der eigenen Haustür. Egal, ob sie in Taiwan oder Südtirol hergestellt wurden. Waren, Rohstoffe und Industriegüter sind nahezu überall und zu jeder Zeit verfügbar. Die weltumspannende Logistik ist zum Rückrat von Wirtschaft geworden. Das Projekt untersucht Orte des Transits. Schnittstellen der Logistik wie Häfen und Frachtflughäfen, oder Anlagen und Areale, die sich entlang von Handelswegen gebildet haben. Gebiete, die nur dem wirtschaftlichen Funktionieren entsprechen. Orte, die isoliert betrachtet keinen Hinweis auf Länder oder Kontinente geben. Die Fotografien zeigen die Rückseiten industrieller Produktion und wirtschaftlichen Handelns. Es entstehen fiktional anmutende Motive von namenlosen Orten.”

Henrik Spohler, Jahrgang 1965, studierte an der Folkwang Schule in Essen, arbeitet seit 1994 als freier Fotograf in Hamburg und unterrichtet als Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Spohlers vielfach ausgezeichnete Arbeiten finden sich in wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen. Das Buch zur Serie “In Between” ist bei Hartmann projects erschienen.

 

Henrik Spohker: "Zufahrt zum Containerterminal, Insel Yangshan, China" aus der Serie "In Between"

 

KEHRER VERLAG HEIDELBERG BERLIN | NEWS Januar 2017

 Start ins Jahr 2017

Wir hoffen, dass Sie gut in das Jahr 2017 sind und zu Ihren Neujahresvorsätzen zählt, mehr Zeit mit Kunst, Fotografie und Bücher zu verbringen! In diesen Tagen schaut die Welt auf die USA und wir machen da keine Ausnahme: wir möchten Ihnen die neuen Fotobücher von Phyllis B. Dooney, Jeffrey Wolin und Peter van Agtmael präsentieren, die sich mit den gesellschaftlichen Problemen des Landes auseinander gesetzt haben.
Auch Carlos Ayesta/Guillaume Bression und Giulio Rimondi widmen sich den dramatischen Konsequenzen großer Veränderungen – die Überbleibsel der nuklearen Katastrophe in Japan und eine Krise, die über die Wirtschaft Italiens hinausgeht.


Phyllis B. Dooney

Gravity Is Stronger Here

Die preisgekrönte Fotografin Phyllis Dooney und die von der Kritik hoch gelobte Schriftstellerin Jardine Libaire stellen in diesem Buch die Browns vor, eine archetypische amerikanische Familie aus Mississippi. mehr lesen
Festeinband | 27 x 23 cm | 200 Seiten | 119 Farbabb. | Englisch | ISBN 978-3-86828-732-5 | Euro 49,90

Jeffrey A. Wolin

Pigeon Hill – Then & Now

Von 1987 bis 1991 machte Jeffrey Wolin Hunderte von Porträtfotos, die Bewohner der Sozialsiedlung »Pigeon Hill« in Bloomington, Indiana, zeigen. In den letzten fünf Jahren hat er über 100 Personen fotografiert. mehr lesen
Festeinband | 29 x 24 cm | 96 Seiten | 58 S/W-Abb. | Englisch | ISBN 978-3-86828-721-9 | Euro 39,90

Ausstellungen | Maison Européene de la Photographie | Lille | Frankreich | Eröffnung 3. März 2017
Galerie Paul Verbeeck VanDyke | Antwerp | Belgien | Frühjahr 2017
Loyola University Museum of Art | Chicago | August – November 2017

Peter van Agtmael

Buzzing at the Sill

»Buzzing at the Sill« ist Peter van Agtmaels Arbeit über seine Heimkehr nach Jahren als Kriegsberichterstatter im Irak und in Afghanistan und über den Versuch, seine Erfahrung und sein Land zu verstehen. mehr lesen
Festeinband | 17 x 22,4 cm | 160 Seiten + 32 Textheft | 72 Farbabb. | Englisch | ISBN 978-3-86828-736-3 | Euro 39,90

Carlos Ayesta / Guillaume Bression

Retracing Our Steps. Fukushima Exclusion Zone 2011 – 2016

Seit dem Tsunami und der Atomkatastrophe im März 2011 haben Carlos Ayesta und Guillaume Bression immer wieder das »Niemandsland« rings um das betroffene Kernkraftwerk Fukushima Daiichi bereist.
mehr lesen
Festeinband | 27 x 23 cm | 152 Seiten | 102 Farbabb. | Englisch | ISBN 978-3-86828-38-7 | Euro 49,90

Giulio Rimondi

ITALIANA

Sinkendes Wirtschaftswachstum, instabile Politik, allgemeine Entkräftung – Italien scheint hinter seinen Möglichkeiten zurückzubleiben. Das Land ist von einer Krise erfasst, die weit über bloße Wirtschaftsfragen hinausgeht. mehr lesen
Festeinband | 18,1 x 24 cm | 96 Seiten | 55 Farbabb. | Englisch | ISBN 978-3-86828-718-9 | Euro 35,00

Eyes On – Monat der Fotografie Wien

 Eyes On Opening: Montag, 24. Oktober 2016, mit den Ausstellungseröffnungen Looking for the Clouds im MUSA (19 Uhr) und Das böse Wien der Sechzigerin der Wienbibliothek im Rathaus (19:45 Uhr), ab 20 Uhr Eröffnungsparty in der Volkshalle im Rathaus.

Das gesamte Program mit mehr als 150 Ausstellungen: www.eyes-on.at

Camera Work – Jimmy Nelson

Jimmy Nelson

Before They Part II

Ausstellung vom 15. Oktober bis 19. November 2016
Artist Talk und Signierstunde am Samstag um 14 Uhr

Jimmy Nelson · Hakahau · Ua Pou · Marquesas Islands · French Polynesia · 2016

Ab Samstag ist die mit Spannung erwartete Ausstellung »Before They Part II« von Jimmy Nelson geöffnet. Nach der international erfolgreichen Ausstellung »Before They Pass Away« im Jahr 2014 hat Jimmy Nelson sein Lebenswerk fortgesetzt und weitere faszinierende indigene Völker porträtiert. Alle Arbeiten werden zum ersten Mal präsentiert und wurden noch nie zuvor ausgestellt.

Am Samstag um 14 Uhr findet ein Artist Talk mit anschließender Signierstunde mit Jimmy Nelson in der Galerie CAMERA WORK statt.

Jimmy Nelson · Longhorn Miao · SuoJia · Miao Village · China 2016 Jimmy Nelson · Te Pua O Feani · Atuona · Hiva Oa · French Polynesia · 2016 Jimmy Nelson · LangDe · Miao Village · China · 2016 Jimmy Nelson · Ua Pou · Marquesas Islands · French Polynesia · 2016

 


»Einzigartig« umschreibt die von Jimmy Nelson Porträtierten in vielerlei Hinsicht am treffendsten: Derart unvergleichlich faszinierend sind die von Jimmy Nelson porträtierten Stämme. Die Stammesvertreter der letzten indigenen Völker auf der Erde sind die Protagonisten seiner Fotografien. Die Arbeiten gehen weit darüber hinaus, die vage Vorstellung der Öffentlichkeit über deren Existenz mit einem nüchternen visuellen Beleg zu bedienen. Jimmy Nelson schafft mit seiner epochalen Serie ein Bewusstsein für die faszinierende Vielfalt der kultur- und geschichtsträchtigen Symbole dieser Völker, die Zeugenschaft über deren Riten, Bräuche und Traditionen abliefern. Nach dem Fertigstellen des ersten Teils der Serie »Before They Pass Away« bereiste Jimmy Nelson noch weitere Länder der Erde – von Tahiti über den Sudan bis nach China – um mehr von den faszinierenden Stämmen zu lernen und Portraits zu erschaffen, wie es noch kein anderer Fotokünstler zuvor getan hat.
Über Jimmy Nelson
Jimmy Nelson wurde 1967 in Kent geboren und ist seit 1987 als Fotograf tätig. Bereits nach seinem Schulabschluss durchquerte er zu Fuß auf einer einjährigen Reise Tibet und ermöglichte mit seinem fotografischen Tagebuch der Öffentlichkeit Einblicke in ein bisher unzugängliches Land. Einer Vielzahl an aktuellen kulturellen Themen, mit deren fotografischer Dokumentation er betraut war, schloss 1994 das 30-monatige Projekt »Literary Portraits of China« an. Die Werke wurden nach Abschluss zunächst im Palast der Republik auf dem Tiananmenplatz präsentiert und begründeten eine weltweite Ausstellungstour. Neben seiner erfolgreichen Tätigkeit als professioneller Werbefotograf, vertiefte Nelson diesen ethnologischen Ansatz seiner künstlerischen Arbeit. Das einzigartige visuelle Resultat seiner Arbeit mit einer über 50 Jahre alten Plattenkamera von 13 Reisen in über 40 Ländern mündete durch die überwältigende internationale Resonanz schließlich in seiner monumentalen Serie »Before They Pass Away«, die er mit »Before They Part II« fortsetzte. Er setzte somit den indigenen Völkern ein Denkmal und lenkte die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf ihre gefährdete Existenz. Jimmy Nelsons Enthusiasmus, mit dem er seine Arbeit verfolgt, speist sich nicht aus einer rein dokumentarischen Intention. Er versteht sich nicht als Wissenschaftler, der sich um Fakten bemüht. Er ist Romantiker, Idealist, Ästhet: Erst aus dem Zusammenspiel all dieser Blickwinkel entsteht das in seiner Ikonografie und Stilistik faszinierende Werk. »Before They Pass Away« wurde 2013 in ein imposantes und gleichnamiges Fotobuch (teNeues) gefasst, welches mit dem Goldenen Deutschen Fotobuchpreis 2014 ausgezeichnet wurde.

Seit gestern abend ist die zweiten Ausgabe von OFF//FOTO – ein junges Fotofestival an Rhein und Neckar – eröffnet. Bis zum 27. November zeigen 51 Ausstellungsorte in Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen und der Region neue fotografische Positionen. Alle teilnehmenden Ausstellungen sind auf der Webseite www.off-foto.info gelistet.

 

 

Berlin Foto Biennale 2016

Im Rahmen des EMOP Berlin eröffnet am 6. Oktober die erste Berlin Foto Biennale – gleichzeitig vierte Ausgabe der Biennial of Fine Art & Documentary Photography.

Unter dem Titel Emotions and Commotions Across Cultures werden in den mondänen Räumlichkeiten des Palazzo Italia 1230 Werke von 446 Fotografen aus 41 Ländern aller Kontinente gezeigt – unter ihnen 65% Frauen, die mit dem Julia Margaret Cameron Award for Women Photographers ausgezeichnet wurden.

www.berlinfotobiennale.com

 

Christian Höhn » WERKSCHAU

Christian Höhn » WERKSCHAU
22. September bis 5. November 2016
Galerie LS LandskronSchneidzik
Lorenzer Str. 31, 90402 Nürnberg[http://www.galerie-ls.de]Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr

Christian Höhn
Tokio II, 2013
Lightjetprint, Diasec
153,3 x 207 cm
Christian Höhn
Gornergrat, 2014
Duratrans, Diasec
LED backlit
135,9 x 173 x 14 cm

Christian Höhn
“WERKSCHAU”

Exhibition: 22 September – 5 November, 2016

For many years, Christian Höhn’s work has focused on various urban topics. Images presented in this show include large-scale acrylics and light boxes from different work series created in the past 15 years.

One Station – Railway stations in literature
Megacities – A series now comprising over 50 works from cities all over the world
Dubai Monuments – Images taken during the time of the financial crisis when construction in Dubai was halted

Some of these photographs have been exhibited both nationally and internationally in public institutions, museums and galleries.

Publications:

One Station – Poesie der Bahnhöfe, Verlag für moderne Kunst
https://vfmk.org/shop/one-station

China Megacity, Verlag für moderne Kunst
https://vfmk.org/shop/china-megacity

Christian Höhn
Dubai VI, 2012
Lightjetprint, Diasec
156,7 x 198 cm

Christian Höhn
“WERKSCHAU”

Ausstellung: 22. September bis 5. November 2016

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Christian Höhn mit unterschiedlichen urbanen Themen. In dieser Schau werden u.a. großformatige Acrylarbeiten und Leuchtkästen aus verschiedenen Werkreihen der letzten 15 Jahren gezeigt.

One Station – Bahnhöfe aus der Literatur.
Megacities – Diese Reihe umfasst inzwischen über 50 Arbeiten internationaler Städte.
Dubai Monuments – Entstand zur Zeit der Finanzkrise, als die Bautätigkeit in Dubai ruhte.

Einige der Fotografien wurden national und international in öffentlichen Häusern und Galerien ausgestellt.

Publikationen:

One Station – Poesie der Bahnhöfe, Verlag für moderne Kunst
https://vfmk.org/shop/one-station

China Megacity, Verlag für moderne Kunst
https://vfmk.org/shop/china-megacity

Christian Höhn
Dubai Monuments V, 2012
Lightjetprint, Diasec
106,5 x 133,1 cm
Christian Höhn
Rio de Janeiro III, 2011
Duratrans, LED-Leuchtkasten
109 x 145,5 x 11 cm

Photoszene-Festival 2016

In der Haupt-Veranstaltungswoche rund um die Photokina noch bis zum 25. September 2016 sind mehr als 100 Fotografieausstellungen im gesamten Stadtgebiet zu besuchen. An diesem Wochenende auch in Bonn, u.a. Elf Perspektiven – Zeitgenössische Fotokunst

www.photoszene.de

Unseen Photo Fair, Amsterdam

The Unseen Photo Festival (16 – 25 Sept) reaches its climax with Unseen Photo Fair, returning to Amsterdam’s Westergasfabriek for the 5th edition from 23 to 25 September. The fair highlights current developments in contemporary photography presented by 50 international galleries and features unseen work by emerging talent and established artists. The Living Room includes a full programme with lectures, debates and the Unseen Book Market offers book launches, signings and various forms of conversations on publishing practices and the Unseen Dummy Award.


unseenamsterdam.com/photo-fair/exhibitors

Preview, Thursday, 22 September 12h – 20h
(by invitation only)
www.unseenamsterdam.com

Joachim Baldaufs Magazin »Vorn«

Joachim Baldaufs Magazin »Vorn«
300 Seiten Bilder ganz ohne Text.
Nicht einmal der Name der beteiligten Fotografen steht in der neuesten Ausgabe.

Es ist schön, einfach mal völlig frei in Bildern zu schwelgen und sie unbeeinflusst und ganz persönlich zu interpretieren?

Das  kann man mit der achten Ausgabe von »Vorn« , das Magazin von Joachim Baldauf, einem von Deutschlands bekanntesten (Mode-)Fotografen.

Keine Artikel, keine Überschriften, keine Bildlegenden, kein Editorial keine Artikel, nicht einmal ein Impressum, das Heft kommt ganz konsequent textlos. Und niemand weiss, ob er das Bild eines Fotokünstlers mit großem Namen anschaut oder das eines Unbekannten oder begabten Studenten.

Für 12 Euro lässt sich das 304 Seiten starke Magazin hier bestellen.

 

 

Andreas Gefeller – BLANK CLOSE UPS -Thomas Rehbein Galerie, Köln

Andreas Gefeller » BLANK CLOSE UPS

In der fünften Einzelausstellung von Andreas Gefeller in der Thomas Rehbein Galerie in Köln werden neue Arbeiten aus seiner Serie Blank gezeigt, in denen er seinen Blick betont auf Details im urbanen Raum richtet. Gerade im Hatje Cantz Verlag erschienen, wird außerdem Andreas Gefeller’s neues Buch Blank in der Ausstellung präsentiert.

Thomas Rehbein Galerie
15 Apr – 28 May 2016
Thu 14 Apr 18:00 – 22:00
www.rehbein-galerie.de

Andreas Gefeller: FR 17, from Blank, 2013, 150 x 119 cm, inkjet print, framed

Andreas Gefeller
“Blank Close Ups”

Ausstellung: 15. April bis 28. Mai 2016
Eröffnung: Donnerstag, 14. April, 18–22 Uhr

Für die Selbstbeschreibung unserer Gegenwart werden Schlüsselbegriffe wie “digitale Bilderflut”, “Informationsflut” und “Reizüberflutung” gehandelt. Geprägt von einer beschleunigten Wahrnehmung, die uns der Alltag diktiert, fällt es nicht leicht, sich auf eine Sache zu konzentrieren und unsere Sehgewohnheiten für eine Vielfalt an Wahrnehmungsmöglichkeiten zu schärfen.

Andreas Gefeller’s Bilder der Serie Blank ermöglichen, einen Moment innezuhalten und den Blick zu entschleunigen. Mit den Techniken der digitalen Fotografie gelingt Andreas Gefeller eine Darstellung von der Wirklichkeit, die auf die Grenzen des Sehens verweist. Die Arbeiten der Serie Blank offenbaren Details und Zusammenhänge, die die nächtliche Dunkelheit vor unseren Augen normalerweise verbergen würde. Gleichzeitig werden die Bilder zu Metaphern für die Erscheinungen des Informationszeitalters. Die mit Bildern, Informationen und einem unreflektierten Konsum überladene Reizwelt unserer modernen Gesellschaft findet ihre bildliche Entsprechung in exzessiven Überbelichtungen.

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For the self-description of today’s world, key concepts such as “digital image flood”, “information overload” and “over-stimulation” are used. Characterized by an accelerated perception dictated by daily life, it is not easy to focus on one thing and to sharpen our viewing habits to a variety of perceptual options.

Andreas Gefeller’s works of his series Blank allows one to pause for a moment and to slow down one’s view. Using the techniques of digital photography, Andreas Gefeller creates a representation of reality which points to the limits of human perception. The images in the series Blank reveal details and relationships that the darkness of night normally hides from the naked eye. At the same time his photographs become metaphors for the phenomena of our information age: the image, information and consumption overload of modern society finds its pictorial equivalent in excessively overexposed photographs.

The fifth solo exhibition of Andreas Gefeller at the Thomas Rehbein Gallery will present new works of his series Blank in which the photographer’s eye focuses increasingly on details in urban space. Furthermore Andreas Gefeller’s new book Blank, recently published by the Hatje Cantz Verlag, will be presented in the exhibition.

Andreas Gefeller: IP 18, aus Blank, 2014, 150 x 136 cm, Inkjetprint, gerahmt

Andreas Gefeller: Andreas Gefeller: IP 18, from Blank, 2014, 150 x 136 cm, inkjet print, framed
Andreas Gefeller: Blank
Hatje Cantz Publishers, 2016
Hardcover with book jacket
29 x 32 cm
128 pages
ISBN 978-3-7757-4116-3

9. Darmstädter Tage der Fotografie

Save the date – 22. – 24. April. Die 9. Darmstädter Tage der Fotografie bieten erneut Ausstellungen an 10 Orten in Darmstadt – vom Museum Künstlerkolonie über die Centralstation bis zur Kunsthalle. Über 40 internationale Künstler und Fotografen sind mit ihren Werken vertreten.

Find english version below

Hauptausstellung im Designhaus
Die Hauptausstellung im Designhaus zeigt Arbeiten von Künstlern, die sich mit dem Wahrheitsanspruch des Mediums Fotografie, mit seinen neuen technischen Möglichkeiten im digitalen Zeitalter und dem Begriff des Fotografischen auseinandersetzen. Vom Ausloten der Grenzen dessen, was noch als fotografisches Bild wahrgenommen wird, bis hin zu behaupteten Referenzen zur Realität reicht das Spektrum der hier vertretenen Serien. Mit dabei sind u.a. Phillip Toledano (USA), Thomas Ruff (D), Xu Yong (CHN), Viktoria Binschtok (D) und Georg Brückmann (D). Hier geht es zur vollständigen Künstlerliste 


Merck-Preis-Kandidaten im Museum Künstlerkolonie

Die drei für den Merck-Preis nominierten Fotografen Stephanie Gudra, Alexander Gehring und Michel Le Belhomme präsentieren ihre Arbeiten im Museum Künstlerkolonie. Die anderen Künstler des DTDF-Rahmenprogramms werden in Kunst- und Kulturinstitutionen, verteilt über die ganze Stadt, gezeigt. Zur Übersicht, wer an welchen Orten zu sehen ist, geht es hier: Ausstellungs-Übersicht
Für die Wegstrecken zwischen den Ausstellungsorten steht allen Besuchern ein individueller Shuttleservice zur Verfügung.

 

Internationales Symposium am Samstag
Beim Symposium der Darmstädter Tage der Fotografie (Samstag, 23.4.) erläutern Künstler und Experten ihre Position zum Festivalthema. Wir freuen uns, mit Boris von Brauchitsch (D), Phillip Toledano (USA), Mark Farid (GB), Nadine Wietlisbach (CH) und Viktoria Binschtok (D) ein vielseitiges Vortragsprogramm bieten zu können. 
Eine Diskussionsrunde am Nachmittag komplettiert die Veranstaltung, die von Prof. Dr. Kai Buchholz (h_da Hochschule Darmstadt) moderiert wird. Das komplette Programm des Symposiums und der begleitenden Ausstellung in der Hochschule am Fachbereich Gestaltung finden Sie hier: Information zum Symposium

Jetzt online Karten für das Symposium kaufen (Euro 15.- / 10 .- erm.) 

 

Künstlerdinner am Samstagabend
Nach dem Symposium bieten die Darmstädter Tage der Fotografie einen weiteren Höhepunkt: Das traditionelle Künstlerdinner im Saal der Centralstation. Für 35 Euro (3-Gänge-Buffet und Getränke, 19 bis 21 Uhr) können sich Besucher eines der limitierten Tickets sichern und gemeinsam mit den teilnehmenden Festivalkünstlern und dem Team der DTDF speisen und anstoßen. Nach 21 Uhr wird der Saal zur Lounge mit Musik und Drinks – Eintritt frei.

Hier Ticket für das Dinner kaufen


English version: 

Dear friends and followers of the Darmstaedter Tage der Fotografie,

just six weeks to go and we are going to celebrate the festival’s 9th edition from April 22nd to 24th with this year’s theme “Projection – Photographic Assertions”. At 10 places in Darmstadt there will be offered a varied program with exhibitions, presentation of the Merck-Award, talks, lectures, workshops and guided tours along the weekend. And of course, once again we will be joining together with our guests for a dinner and an after show party.

Save the date – 22nd – 24th of April! We’re looking forward to having you here!

There will be series of more than 40 artists and photographers from 13 countries shown in 10 exhibition venues: between Museum Künstlerkolonie, Centralstation and Kunsthalle Darmstadt.

Main Exhibition at Designhaus Darmstadt
The main exhibition will take place at Designhaus Darmstadt, showing internationally known artistic positions dealing with the truth claim of photography, with its new technological possibilities in our digital age and at least they’re questioning the term of photography itself. These photographic series explore the boundaries of the media or doing assertions as references to reality – this is the variety shown in this group exhibition. Participating artists will be – amongst others – Phillip Toledano (USA), Thomas Ruff (D), Xu Yong (CHN), Viktoria Binschtok (D) and Georg Brückmann (D). The complete list of all the artists of the show is now accessible online. List of artists

Merck-Award Nominees at Museum Künstlerkolonie
You will find more exhibitions showing 34 artists, who applied for this year’s Merck-Award and have been selected, at 8 other cultural institutions across the city. The 3 photographers nominated for the Merck Award will present their work at Museum Künstlerkolonie (Merck-Award).
Check out online the exhibition places and the artists.

As a number of artists will come to Darmstadt especially for the festival weekend, we are yet very happy to be there with all of you and we are sure, that there will again be an atmosphere of intensive artistic exchange.

Symposium with international lecturers
At the symposium on Saturday (24th) artists, curators and experts will give lectures and discussions of the festival’s theme. We’re very happy to announce the lecturers: Boris von Brauchitsch (D), Phillip Toledano (USA), Mark Farid (GB), Nadine Wietlisbach (CH) und Viktoria Binschtok (D). At the end of the symposium there will be a panel discussion to complete the conference. Moderation by Prof. Dr. Kai Buchholz (h_da Hochschule Darmstadt)

The whole program can be found here: Information zum Symposium

Buy your ticket online: Karten für das Symposium kaufen (Euro 15.- / 10 .- erm.)