Reiselust und Müßiggang

Von Landschaften, Wegen und Abwegen der Freizeitkultur -
Zeitgenössische Fotografie im Dialog mit der Sammlung

Museum für Photographie Braunschweig

Boris Becker » Bisson Frères » Katharina Bosse » Käthe Buchler » Rebecca Hackemann » Erik Kessels » Andreas Meichsner » Jürgen Nefzger » Txema Salvans » Pascal Sébah » Charles R. Savage » Félix Teynard » Christa Zeißig » 

 www.photomuseum.de

20. Juli bis 29. September 2019 

Der Sommer und die Ferienzeit werden zum Anlass im Museum für Photographie eine Ausstellung zur Thematik des Reisens, des Urlaubs, der Freizeit und der ‘entschleunigten’ Landschafts- und Lebenserfahrung unter künstlerischen Gesichtspunkten zu zeigen.

Andreas Meichsner: Benidorm, aus der Serie "Costa Iberica", 2009, 80 × 100 cm FineArt-Pigmentprint © Andreas Meichsn

Hierbei werden zeitgenössische fotografische Arbeiten von internationalen KünstlerInnen im Dialog mit wichtigen Werken aus dem historischen Sammlungsbestand des Museums für Photographie seit dem 19. Jahrhundert vorgestellt. Mit Blick auf die Geschichte der Fotografie seit ihrer Entwicklung im 19. Jahrhundert und der parallelen Entwicklung der durch technischen Fortschritt erreichten Mobilität des Menschen, gehört die Reisefotografie zu einem ihrer wichtigen Themen. Waren es zunächst Aspekte wie die Naturwahrnehmung des Erhabenen und des kulturhistorisch Besonderen, die im Kontext von Reisen nur wenigen vorbehalten war, entwickelte sich im 20. Jahrhundert der Tourismus, der Reisen für viele Menschen ermöglichte. Ob mit dem eigenen Auto, dem Wohnwagen, Zug oder Flugzeug – Ausflüge, Freizeit in der Natur, Reise oder Strandleben gehören heute zu den allgemeinen Erfahrungen, wozu auch die soziale Absicherung von Urlaubstagen in der Arbeitswelt beigetragen hat.

Jürgen Nefzger: aus der Serie "Fluffy Clouds: Nogent-sur-Seine, Frankreich", 2003 C-Print, Aludibond, Courtesy Galerie Françoise Paviot, Paris © Jürgen Nefzger

Die künstlerische Fotografie widmet sich mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten der Thematik und schließt auch kritische Gesichtspunkte wie den Massentourismus oder die Veränderung der Landschaft durch den Eingriff des Menschen ein.

Besondere Veranstaltungen begleiten das Projekt. Hierzu zählen eine erneute Kooperation mit dem Herzog Anton Ulrich-Museum sowie ein Vortrag des bekannten Schauspielers, Autors und Fotografen Hanns Zischler, der sich am 28. September mit dem ersten Film von Jean-Luc Godard “Opération Béton” aus dem Jahr 1954 beschäftigt. Der Dokumentarfilm entstand an der berühmten Staumauer Grande Dixence in der Schweiz, an deren Bau Godard als Arbeiter selber mitwirkte. Auch die innerhalb der Ausstellung gezeigte großformatige Fotoarbeit “Lac de Dixence” von Boris Becker entstand 2003 hier.

Boris Becker: Lac de Dixence, 2003, C-print hinter Diasec, 140 x 235 cm Sammlung Museum für Photographie Braunschweig © Boris Becker VG Bild-Kunst 2019

Rahmenprogramm

Artist Talk
Samstag, 20. Juli, 15 Uhr
Ausstellungsführung mit dem Museumsteam und den KünstlerInnen Boris Becker, Katharina Bosse, Erik Kessels und Jürgen Nefzger

Jour fixe
Dienstag, 30. Juli, 18:30 Uhr
“Fotografische Grenzerfahrungen. Die innerdeutsche Grenze betrachten” Jour fixe zur Mitgliederausstellung mit Dr. Alexander Kraus, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation, Wolfsburg. Anmeldung erbeten: info@photomuseum.de

Führung mit dem HAUM
Sonntag, 15. September, 11:30 Uhr
Reiselust und Müßiggang. Von arkadischen Landschaften und gelebter Freizeitkultur
Führung im Herzog Anton Ulrich-Museum & Museum für Photographie Braunschweig mit Dr. des. Sarah Babin, Abteilung Gemäldegalerie, Herzog Anton Ulrich-Museum und Franziska Habelt M.A., Museum für Photographie Braunschweig, Eintritt: 9€. Anmeldung: buchung.haum@3landesmuseenoder Tel. (0531) 12252424 (Mo-Fr 10-17 Uhr)

Vortrag 
Samstag, 28. September, 14-16 Uhr
“Begegnungen”. Sonderveranstaltung mit Hanns Zischler. Der Schauspieler, Autor und Fotograf spricht über “Opération Béton”, den ersten Film von Jean-Luc Godard (1954), der den Bau der Grande Dixence, Staumauer am Lac de Dix in der Schweiz, dokumentiert, welche innerhalb der Ausstellung im Bild von Boris Becker erscheint.
Veranstaltungsort: Universum Filmtheater Braunschweig, Anmeldung & Infos unter: info@photomuseum.de

Finissage
Sonntag, 29. September, 16 Uhr
Ausstellungsführung mit Anne Wriedt, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Museum für Photographie Braunschweig, Andreas Meichsner und weiteren an der Ausstellung beteiligten KünstlerInnen

Willy-Brandt-Haus, Berlin

Nelson Mandela zum 100. Geburtstag

Nelson Mandela zählt zu den großen Kämpfern gegen die Unterdrückung der Schwarzen. Für seinen Widerstand gegen die Apartheid wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Freilassung nach 27 Jahren markierte eine Wende in Südafrika. Als erster schwarzer Präsident führte er sein Land auf den Weg zu Demokratie und Versöhnung. In Erinnerung an den Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela präsentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus Fotografien von Jürgen Schadeberg und Louise Gubb in einer gemeinsamen Ausstellung.

Louise Gubb 
Jürgen Schadeberg 

Willy-Brandt-Haus, Berlin

Thu 7 Jun 19:30
8 Jun – 9 Sep 2018

© Louise Gubb, Feier, 27. Mai 1993, Südafrika

 

Haus der Photographie der Deichtorhallen

ANDREAS MÜHE −
PATHOS ALS DISTANZ

19. MAI − 20. AUGUST 2017 IM HAUS DER PHOTOGRAPHIE


Mit Andreas Mühe (*1979 Karl-Marx-Stadt) stellt das Haus der Photographie der Deichtorhallen vom 19. Mai bis 20. August 2017 erstmals das junge, vielversprechende Œuvre des deutschen Fotografen vor, dessen ästhetische Wahrnehmung von der Welt des Theaters, der Inszenierung und der Verwandlung geprägt ist.

Die in enger Zusammenarbeit zwischen Andreas Mühe und Ingo Taubhorn, Kurator des Hauses der Photographie, inszenierte Ausstellung »Pathos als Distanz« unternimmt den Versuch eines Deutschlandbildes aus den Augen des Künstlers. Arbeiten aus allen Werkkomplexen Andreas Mühes finden im vom »Großen Festsaal« des Hamburger Rathauses inspirierten Hauptraum der Ausstellung im Zentrum des Hauses der Photographie in einer einzigartigen Inszenierung zusammen. Wie selbstverständlich werden Bezüge unter den Bildern aus bekannten Werkzyklen wie »Neue Romantik«, »Obersalzberg« oder »A.M.« aber auch bisher unveröffentlichte Arbeiten aus »Wald« oder »Jagd« sichtbar. Drei gesonderte Kabinette stellen in intimeren Rahmen Arbeiten aus drei Werkkomplexen vor, die als geschlossene Serien gezeigt werden, darunter »Haltung«.

Seine Werke beschäftigen sich mit Stimmungsklischees der Deutschen, Überhöhungen, Inszenierungen und Brechungen des Machtvollen. Jenseits von Heldenposen entsteht dabei bildnerisch geheimnisvolle Präsenz, so etwa in den Fotografien des Arbeitszimmers von Konrad Adenauer, den Häusern der DDR-Oberen in Wandlitz, dem italienischen Botschafter in seiner Vertretung oder den akribisch choreografierten Portraits von Künstlern und Politikern.

EPEA 03 IM HAUS DER PHOTOGRAPHIE

EPEA 03 − EUROPEAN
PHOTO EXHIBITION AWARD
SHIFTING BOUNDARIES
3. MÄRZ − 1. MAI 2017 IM HAUS DER PHOTOGRAPHIE
www.deichtorhallen.de

Vom 3. März bis 1. Mai 2017 zeigt das Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg die fotografischen Essays von zwölf herausragenden jungen europäischen Fotografinnen und Fotografen zum Thema »Shifting Boundaries«. Die Künstler sind ausgewählte Teilnehmer der dritten Runde des European Photo Exhibition Award (epea), einem Gemeinschaftsprojekt der Körber-Stiftung mit drei weiteren europäischen Stiftungen. Die Fotografen kommen aus neun europäischen Ländern. Aus dem deutschsprachigen Raum nehmen Jakob Ganslmeier aus Bielefeld, Robin Hinsch aus Hamburg sowie die in Wien lebende Fotografin Christina Werner an dem Projekt teil. Das Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg und die Körber-Stiftung bieten ein Begleitprogramm zur Ausstellung an.

Marie Hald: The Girls from Malawa, 2015 © Marie Hald

Grenzen erfahren, erkennen und aktiv oder passiv mit ihnen umgehen – das ist ein Phänomen, das nicht nur gegenwärtig die Situation in Europa kennzeichnet. Wie kann man sich der europäischen Geschichte nähern und die ständigen und komplexen Veränderungen in Europa begreifen? Das Thema »Shifting Boundaries« nimmt Bezug auf diese Trennungs- bzw. Teilungslinien und fordert dazu auf, unseren Blick sowohl auf geographische, sozio-kulturelle als auch auf psychologische Schranken zu richten. In ihren Essays thematisieren die Fotografen historische und aktuelle Grenzverschiebungen und urbane Veränderungen und setzen sich mit Wahrnehmungsprozessen und Digitalisierung auseinander.

Margarida Gouveia: The Mirror Game 1 © Margarida Gouveia © Robin Hinsch

Neben Ganslmeier, Hinsch und Werner nehmen folgende Fotografen an epea 03 teil:
Arianna Arcara und Pierfrancesco Celada aus Italien
Marthe Aune Eriksen und Eivind H. Natvig aus Norwegen
Margarida Gouveia aus Portugal
Marie Hald aus Dänemark
Dominic Hawgood aus Großbritannien
Ildikó Péter aus Ungarn
Marie Sommer aus Frankreich

Ausgewählt wurden die Fotografen von Ingo Taubhorn, Kurator des Hauses der Photographie der Deichtorhallen Hamburg, dem norwegischen Fotografen Rune Eraker, dem Soziologen und Kurator Sérgio Mah aus Portugal sowie dem künstlerischen Leiter des italienischen Photolux Festivals in Lucca, Enrico Stefanelli. Die vier Kuratoren haben die Fotografen bei der Erarbeitung ihrer fotografischen Kommentare begleitet.

Jakob Ganslmeier: Lovely Planet Poland, 2015 © Jakob Ganslmeier

Die Präsentation im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg ist die dritte Station der europäischen Wanderausstellung, die über Paris und Lucca nach Hamburg führt und in Oslo ihren Abschluss findet.

ÜBER DEN EUROPEAN PHOTO EXHIBITION AWARD (epea)

Der European Photo Exhibition Award ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hamburger Körber-Stiftung und der Stiftungen Fondazione Banca del Monte di Lucca (Italien), Fundação Calouste Gulbenkian (Portugal) und Fritt Ord (Norwegen). Ziel von epea ist, die verschiedenen Sichtweisen herausragender junger europäischer Fotografen auf gesellschaftlich relevante Themen zu präsentieren und einen innereuropäischen Dialog anzuregen. Die vergangenen zwei Ausgaben des European Photo Exhibition Award zu den Themen »European Identities« und »The New Social« zogen mehr als 175.000 Besucher in vier Städten an.

Weitere Informationen zum Projekt www.epeaphoto.org

ERÖFFNUNG

Am Donnerstag, 2. März 2017 um 19 Uhr im Haus der Photographie der Deichtorhallen. Es sprechen Dirk Luckow (Intendant der Deichtorhallen), Anja Paehlke (Mitglied des Vorstands der Körber-Stiftung) und Ingo Taubhorn (Kurator Haus der Photographie).

Watched! – C/O BERLIN

Watched! Surveillance, Art & Photography
Überwachung & Fotografie
Eröffnung Freitag: 17. Februar 2017 um 19 Uhr.

Adam Broomberg & Oliver Chanarin » Viktoria Binschtok » James Bridle » Paolo Cirio » Hassan Elahi » Jill Magid » Trevor Paglen » Julian Röder » Ann-Sofi Sidén » Hito Steyerl » Ai Weiwei » & others

C/O Berlin

www.co-berlin.org

Adam Broomberg & Oliver Chanarin: The Painter‘s Wife, 2013, from Spirit is a Bone © Adam Broomberg & Oliver Chanari

 

Ausstellung: 18. Februar bis 23. April 2017
Eröffnung: Freitag, 17. Februar, 19 Uhr

Überwachung total? Videokameras in Banken, Kaufhäusern und an öffentlichen Plätzen, von Algorithmen gesteuerte Werbung und persistente Cookies im Internet, staatliche Vorratsdatenspeicherung und private Cloud-Speicherdienste – im Alltag sind permanente Beobachtung und Data Sharing heute selbstverständlich. Tagtäglich nutzen wir Dienste wie Google Maps, schauen uns Live-Streams an und begeistern uns über Health-Apps und ungeahnte Möglichkeiten der Selbstkontrolle. Wir verfolgen unsere Freunde und wildfremde Menschen auf Facebook, Twitter und Instagram und werden selbst kontinuierlich getrackt. Wir pro tieren von den neuen digitalen Techniken und Angeboten und sind dafür bereit, unser Privatleben immer öffentlicher werden zu lassen. Überwachung und Big Data sind längst zu einem großen gesellschaftlichen Thema geworden.

Überwachung beschränkt sich heute nicht auf visuelle Kontrolle, dennoch muss das fotografische Moment thematisiert werden, um zu verstehen, wie Überwachung funktioniert. Unsere gesamte Existenz wird aktuell in nie dagewesenem Maße fotografiert und visualisiert. Das wirft neue Fragen nach freiwilliger und unfreiwilliger Sichtbarkeit auf, aber auch fotohistorische Fragen nach dem Beobachten und beobachtet werden. In der Ausstellung Watched! Surveillance Art & Photography werden die komplexen Zusammenhänge moderner Überwachung daher mit einem besonderen Augenmerk auf die Fotogra e und visuelle Medien beleuchtet. Von staatlich und behördlich genutzten Technologien bis hin zu alltäglichen Überwachungs- praktiken, die vor allem in den sozialen Medien zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden sind. Die Frage ist: Wie können zeitgenössische Kunst und Medientheorie zu einem besseren Verständnis unserer modernen Überwachungsgesellschaft beitragen?

Die Arbeiten von rund 20 internationalen Künstlern in der Berliner Ausstellung zeigen unterschiedliche Kommentare und Reaktionen auf eben diese Frage. Dabei werden sowohl junge aufstrebende künstlerische Positionen wie zum Beispiel von Julian Röder, Viktoria Binschtok oder Esther Hovers mit international anerkannten Positionen von Hito Steyerl, Trevor Paglen, Jill Magid, Hasan Elahi, Paolo Cirio, Adam Broomberg & Oliver Chanarin, James Bridle oder Ai Wei Wei kombiniert, um ein möglichst großes Spektrum der Herangehensweisen aufzuzeigen. Die Künstler bedienen sich Techniken wie Videoüberwachung, Gesichtserkennung, Google Street View, digitaler Selbstvermessung und virtueller Animation. Sie hinterfragen das Bedürfnis nach Sicherheit, das als Argument für eine zunehmende Überwachung dient und dabei oftmals Aspekte wie diskriminierende Kontrolle oder Kriminalisierung außen vor lässt. Der Betrachter ist eingeladen, darüber nachzudenken, wie wir in einer Gesellschaft mit vielfältigen Überwachungsnetzwerken leben können, ohne zu jenen Ungleichheiten beizutragen, die Überwachung schafft.

Julian Röder: High Performance Camera - MX 15 and Frequency Modulated Continuous Wave Radar, 2013 from Mission and Task 2012-13 © Julian Röder

 

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Hasselblad Foundation, der Valand Academy, der Kunsthal Aarhus und C/O Berlin. Sie wurde kuratiert von Louise Wolthers und Dragana Vujanovic (Hasselblad Foundation), Niclas &Öuml;stlind (Valand Academy) sowie Ann-Christin Bertrand (C/O Berlin). Sie ist Teil eines von der Hasselblad Foundation initiierten Projekts zu Überwachung, Kunst und Fotografie in Europa nach der Jahrhundertwende.

Die begleitende Publikation, erschienen in der Verlagsbuchhandlung Walther König, enthält Kunstwerke von vierzig Künstlern, daneben Aufsätze von zahlreichen Wissenschaftlern und wurde erst im November vom Time Magazine in der Kategorie “Best Photobooks of 2016″ ausgezeichnet. Watched! Surveillance Art & Photography, 2016, 296 Seiten, 38 Euro.

Die Realisierung der Ausstellung in Berlin wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht. Im Rahmen ihrer häuserübergreifenden Kooperation präsentieren C/O Berlin und das Museum für Fotografie ab Februar 2017 drei inhaltlich aufeinander abgestimmte Ausstellungen zum Thema Überwachung und Fotografie mit aktuellen und historischen künstlerischen Positionen.

DZ BANK Kunstsammlung

 Loredana Nemes, Werner, aus der Serie: Nadelstreifen, 2016

Eröffnung am 26. Januar um 17:00 Uhr im SCHAUFENSTER der DZ BANK Kunstsammlung

 

BEGRÜSSUNG:
Hans-Bernd Wolberg, stv. Vorstandsvorsitzender DZ BANK AG

EINFÜHRUNG:
Dr. Christina Leber, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung
Moritz Kaestner, Teilnehmer des Kunstprojektes

ORT:
SCHAUFENSTER,  DZ BANK Kunstsammlung, Platz der Republik, 60265 Frankfurt
Eingang: Cityhaus II

Bitte melden Die sich zur Ausstellungseröffnung an unter:
https://www.events.dzbank.de/schaufenster/online-anmeldung

Loredana Nemes, Künstlerin der DZ BANK Kunstsammlung, hat aus eigener Initiative in 2016 gemeinsam mit 70 Mitarbeitern der DZ BANK ein Kunstprojekt verwirklicht. Die entstandene Serie »Nadelstreifen« wird ab dem 27.01.2017 im SCHAUFENSTER der DZ BANK Kunstsammlung im Eingangsbereich des Cityhaus II am Platz der Republik präsentiert.

Sie zeigt Banker, die ihre Anzugjacke von innen nach außen kehren, so dass der Futterstoff sichtbar wird. So wird das, was normalerweise versteckt ist, an die Oberfläche befördert. Das lässt sich analog auf die abgelichteten Personen beziehen: Durch das Umkehren der Sakkos und der ihnen zumeist instinktiv zugeordneten Attribute werden verborgenen Seiten sichtbar und ins Bild gerückt. Loredana Nemes zeigt dabei ein tiefes Interesse am Menschlichen. Sie befragt die Personen vor der Kamera nach ihrem Sein, ihren Interessen, ihren Erfahrungen, ihren Gefühlen. Und das aus purer Neugier und Anteilnahme an den Personen, denen sie hier begegnet.

Es sind Fragen über das Leben, danach, welche Spuren es beim Einzelnen hinterlassen hat und wie es sich ihm zu erkennen gibt. Fragen, die manchmal nicht leicht zu ertragen sind, weil eben das Leben nicht en passant  zu erledigen ist. Es bedarf großer Konzentration von beiden Seiten und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Auch auf die Gefahr hin, mit Erfahrungen oder Gefühlen konfrontiert zu werden, die einem nicht immer gelegen kommen. Was diese Begegnungen jedoch vermitteln, ist ein Erlebnis von tiefer Lebendigkeit. Von Gegenwärtigkeit. Von Zeit. Von einem Augenblick im Leben, der einen Unterschied zurücklässt.

Aus der insgesamt 30-teiligen Serie wurden für die DZ BANK Kunstsammlung 27 Arbeiten erworben.

Laufzeit der Ausstellung ist bis Sommer 2017.

An folgenden Terminen finden öffentliche Führungen statt.
Mittwoch, 1. Februar 2017 um 17:30 Uhr
Mittwoch, 1. März 2017 um 17:30 Uhr
Mittwoch, 5. April 2017 um 17:30 Uhr

ROBERT MORAT GALERIE

Henrik Spohler “In Between”
Exhibition: 21 January to 11 March, 2017

Opening: Friday, 20 January, 7 pm

ROBERT MORAT GALERIE LINIENSTR. 107 10115 BERLIN WWW.ROBERTMORAT.DE

Henrik Spohler: "Containerterminal, Hamburg, Deutschland" aus der Serie "In Between"

 

Henrik Spohker: "Autoverladung im Hafen von Emden, Deutschland" aus der Serie "In Between"

After “0/1 Data Flow” (2004), “Global Soul” (2008) and “The Third Day” (2013), Henrik Spohler’s new photographic project “In Between” is the fourth part of a series on modern traffic of data and goods.

Henrik Spohker: "Lagerhalle in Vilarreal Spanien" aus der Serie "In Between"

“In essence”, says Spohler in conversation with author and curator Peter Lindhorst on the occasion of the presentation of the work during the last Triennial of Photography in Hamburg, “it is about the almost absurd omnipresence of goods – as a sign of globalization. If you order a pair of slippers online today, you will find them on your doorstep tomorrow, no matter whether they were made in Taiwan or South Tyrol. Goods, raw material and industrial products are available almost everywhere and at any time. World-wide logistics have become the backbone of business. The project investigates places of transit. Interfaces of logistics such as ports and freight airports or facilities that have formed along trade routes. Areas corresponding only to economic needs, void of any reference to place, continent or country. The photographs show the backside of industrial production and economic activity, seemingly fictional images of nameless places.”

Henrik Spohler, born 1965, studied at Folkwang School in Essen, has been working as a freelance photographer in Hamburg since 1993 and teaches as a professor at the Berlin School of Technology and Economics. Spohler’s work is found in important collections, both public and private. The book to the series “In Between” has been published by Hartmann project.

Henrik Spohker: "Lagerung von leeren Containern, Bilbao, Spanien" aus der Serie "In Between"

 

Henrik Spohler
“In Between”

Ausstellung: 21. Januar bis 11. März 2017
Eröffnung: Freitag, 20. Januar, 19 Uhr

Nach “0/1 Data Flow” (2004), “Global Soul” (2008) und “The Third Day” (2013) versteht sich Henrik Spohlers neues fotografisches Projekt “In Between” als der vierte Teil einer Serie zum modernen Daten- und Warenverkehr.

“Im Grunde”, so Spohler im Gespräch mit dem Autoren und Kurator Peter Lindhorst anlässlich der Präsentation der Arbeit während der letzten Triennale der Fotografie in Hamburg, ”geht es um die fast schon absurde Omnipräsenz von Waren – als ein Zeichen der Globalisierung. Wer heute online ein Paar Pantoffeln bestellt, findet sie bereits morgen vor der eigenen Haustür. Egal, ob sie in Taiwan oder Südtirol hergestellt wurden. Waren, Rohstoffe und Industriegüter sind nahezu überall und zu jeder Zeit verfügbar. Die weltumspannende Logistik ist zum Rückrat von Wirtschaft geworden. Das Projekt untersucht Orte des Transits. Schnittstellen der Logistik wie Häfen und Frachtflughäfen, oder Anlagen und Areale, die sich entlang von Handelswegen gebildet haben. Gebiete, die nur dem wirtschaftlichen Funktionieren entsprechen. Orte, die isoliert betrachtet keinen Hinweis auf Länder oder Kontinente geben. Die Fotografien zeigen die Rückseiten industrieller Produktion und wirtschaftlichen Handelns. Es entstehen fiktional anmutende Motive von namenlosen Orten.”

Henrik Spohler, Jahrgang 1965, studierte an der Folkwang Schule in Essen, arbeitet seit 1994 als freier Fotograf in Hamburg und unterrichtet als Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Spohlers vielfach ausgezeichnete Arbeiten finden sich in wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen. Das Buch zur Serie “In Between” ist bei Hartmann projects erschienen.

 

Henrik Spohker: "Zufahrt zum Containerterminal, Insel Yangshan, China" aus der Serie "In Between"

 

Camera Work – Jimmy Nelson

Jimmy Nelson

Before They Part II

Ausstellung vom 15. Oktober bis 19. November 2016
Artist Talk und Signierstunde am Samstag um 14 Uhr

Jimmy Nelson · Hakahau · Ua Pou · Marquesas Islands · French Polynesia · 2016

Ab Samstag ist die mit Spannung erwartete Ausstellung »Before They Part II« von Jimmy Nelson geöffnet. Nach der international erfolgreichen Ausstellung »Before They Pass Away« im Jahr 2014 hat Jimmy Nelson sein Lebenswerk fortgesetzt und weitere faszinierende indigene Völker porträtiert. Alle Arbeiten werden zum ersten Mal präsentiert und wurden noch nie zuvor ausgestellt.

Am Samstag um 14 Uhr findet ein Artist Talk mit anschließender Signierstunde mit Jimmy Nelson in der Galerie CAMERA WORK statt.

Jimmy Nelson · Longhorn Miao · SuoJia · Miao Village · China 2016 Jimmy Nelson · Te Pua O Feani · Atuona · Hiva Oa · French Polynesia · 2016 Jimmy Nelson · LangDe · Miao Village · China · 2016 Jimmy Nelson · Ua Pou · Marquesas Islands · French Polynesia · 2016

 


»Einzigartig« umschreibt die von Jimmy Nelson Porträtierten in vielerlei Hinsicht am treffendsten: Derart unvergleichlich faszinierend sind die von Jimmy Nelson porträtierten Stämme. Die Stammesvertreter der letzten indigenen Völker auf der Erde sind die Protagonisten seiner Fotografien. Die Arbeiten gehen weit darüber hinaus, die vage Vorstellung der Öffentlichkeit über deren Existenz mit einem nüchternen visuellen Beleg zu bedienen. Jimmy Nelson schafft mit seiner epochalen Serie ein Bewusstsein für die faszinierende Vielfalt der kultur- und geschichtsträchtigen Symbole dieser Völker, die Zeugenschaft über deren Riten, Bräuche und Traditionen abliefern. Nach dem Fertigstellen des ersten Teils der Serie »Before They Pass Away« bereiste Jimmy Nelson noch weitere Länder der Erde – von Tahiti über den Sudan bis nach China – um mehr von den faszinierenden Stämmen zu lernen und Portraits zu erschaffen, wie es noch kein anderer Fotokünstler zuvor getan hat.
Über Jimmy Nelson
Jimmy Nelson wurde 1967 in Kent geboren und ist seit 1987 als Fotograf tätig. Bereits nach seinem Schulabschluss durchquerte er zu Fuß auf einer einjährigen Reise Tibet und ermöglichte mit seinem fotografischen Tagebuch der Öffentlichkeit Einblicke in ein bisher unzugängliches Land. Einer Vielzahl an aktuellen kulturellen Themen, mit deren fotografischer Dokumentation er betraut war, schloss 1994 das 30-monatige Projekt »Literary Portraits of China« an. Die Werke wurden nach Abschluss zunächst im Palast der Republik auf dem Tiananmenplatz präsentiert und begründeten eine weltweite Ausstellungstour. Neben seiner erfolgreichen Tätigkeit als professioneller Werbefotograf, vertiefte Nelson diesen ethnologischen Ansatz seiner künstlerischen Arbeit. Das einzigartige visuelle Resultat seiner Arbeit mit einer über 50 Jahre alten Plattenkamera von 13 Reisen in über 40 Ländern mündete durch die überwältigende internationale Resonanz schließlich in seiner monumentalen Serie »Before They Pass Away«, die er mit »Before They Part II« fortsetzte. Er setzte somit den indigenen Völkern ein Denkmal und lenkte die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf ihre gefährdete Existenz. Jimmy Nelsons Enthusiasmus, mit dem er seine Arbeit verfolgt, speist sich nicht aus einer rein dokumentarischen Intention. Er versteht sich nicht als Wissenschaftler, der sich um Fakten bemüht. Er ist Romantiker, Idealist, Ästhet: Erst aus dem Zusammenspiel all dieser Blickwinkel entsteht das in seiner Ikonografie und Stilistik faszinierende Werk. »Before They Pass Away« wurde 2013 in ein imposantes und gleichnamiges Fotobuch (teNeues) gefasst, welches mit dem Goldenen Deutschen Fotobuchpreis 2014 ausgezeichnet wurde.

Seit gestern abend ist die zweiten Ausgabe von OFF//FOTO – ein junges Fotofestival an Rhein und Neckar – eröffnet. Bis zum 27. November zeigen 51 Ausstellungsorte in Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen und der Region neue fotografische Positionen. Alle teilnehmenden Ausstellungen sind auf der Webseite www.off-foto.info gelistet.

 

 

Berlin Foto Biennale 2016

Im Rahmen des EMOP Berlin eröffnet am 6. Oktober die erste Berlin Foto Biennale – gleichzeitig vierte Ausgabe der Biennial of Fine Art & Documentary Photography.

Unter dem Titel Emotions and Commotions Across Cultures werden in den mondänen Räumlichkeiten des Palazzo Italia 1230 Werke von 446 Fotografen aus 41 Ländern aller Kontinente gezeigt – unter ihnen 65% Frauen, die mit dem Julia Margaret Cameron Award for Women Photographers ausgezeichnet wurden.

www.berlinfotobiennale.com

 

Andreas Gefeller – BLANK CLOSE UPS -Thomas Rehbein Galerie, Köln

Andreas Gefeller » BLANK CLOSE UPS

In der fünften Einzelausstellung von Andreas Gefeller in der Thomas Rehbein Galerie in Köln werden neue Arbeiten aus seiner Serie Blank gezeigt, in denen er seinen Blick betont auf Details im urbanen Raum richtet. Gerade im Hatje Cantz Verlag erschienen, wird außerdem Andreas Gefeller’s neues Buch Blank in der Ausstellung präsentiert.

Thomas Rehbein Galerie
15 Apr – 28 May 2016
Thu 14 Apr 18:00 – 22:00
www.rehbein-galerie.de

Andreas Gefeller: FR 17, from Blank, 2013, 150 x 119 cm, inkjet print, framed

Andreas Gefeller
“Blank Close Ups”

Ausstellung: 15. April bis 28. Mai 2016
Eröffnung: Donnerstag, 14. April, 18–22 Uhr

Für die Selbstbeschreibung unserer Gegenwart werden Schlüsselbegriffe wie “digitale Bilderflut”, “Informationsflut” und “Reizüberflutung” gehandelt. Geprägt von einer beschleunigten Wahrnehmung, die uns der Alltag diktiert, fällt es nicht leicht, sich auf eine Sache zu konzentrieren und unsere Sehgewohnheiten für eine Vielfalt an Wahrnehmungsmöglichkeiten zu schärfen.

Andreas Gefeller’s Bilder der Serie Blank ermöglichen, einen Moment innezuhalten und den Blick zu entschleunigen. Mit den Techniken der digitalen Fotografie gelingt Andreas Gefeller eine Darstellung von der Wirklichkeit, die auf die Grenzen des Sehens verweist. Die Arbeiten der Serie Blank offenbaren Details und Zusammenhänge, die die nächtliche Dunkelheit vor unseren Augen normalerweise verbergen würde. Gleichzeitig werden die Bilder zu Metaphern für die Erscheinungen des Informationszeitalters. Die mit Bildern, Informationen und einem unreflektierten Konsum überladene Reizwelt unserer modernen Gesellschaft findet ihre bildliche Entsprechung in exzessiven Überbelichtungen.

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For the self-description of today’s world, key concepts such as “digital image flood”, “information overload” and “over-stimulation” are used. Characterized by an accelerated perception dictated by daily life, it is not easy to focus on one thing and to sharpen our viewing habits to a variety of perceptual options.

Andreas Gefeller’s works of his series Blank allows one to pause for a moment and to slow down one’s view. Using the techniques of digital photography, Andreas Gefeller creates a representation of reality which points to the limits of human perception. The images in the series Blank reveal details and relationships that the darkness of night normally hides from the naked eye. At the same time his photographs become metaphors for the phenomena of our information age: the image, information and consumption overload of modern society finds its pictorial equivalent in excessively overexposed photographs.

The fifth solo exhibition of Andreas Gefeller at the Thomas Rehbein Gallery will present new works of his series Blank in which the photographer’s eye focuses increasingly on details in urban space. Furthermore Andreas Gefeller’s new book Blank, recently published by the Hatje Cantz Verlag, will be presented in the exhibition.

Andreas Gefeller: IP 18, aus Blank, 2014, 150 x 136 cm, Inkjetprint, gerahmt

Andreas Gefeller: Andreas Gefeller: IP 18, from Blank, 2014, 150 x 136 cm, inkjet print, framed
Andreas Gefeller: Blank
Hatje Cantz Publishers, 2016
Hardcover with book jacket
29 x 32 cm
128 pages
ISBN 978-3-7757-4116-3

9. Darmstädter Tage der Fotografie

Save the date – 22. – 24. April. Die 9. Darmstädter Tage der Fotografie bieten erneut Ausstellungen an 10 Orten in Darmstadt – vom Museum Künstlerkolonie über die Centralstation bis zur Kunsthalle. Über 40 internationale Künstler und Fotografen sind mit ihren Werken vertreten.

Find english version below

Hauptausstellung im Designhaus
Die Hauptausstellung im Designhaus zeigt Arbeiten von Künstlern, die sich mit dem Wahrheitsanspruch des Mediums Fotografie, mit seinen neuen technischen Möglichkeiten im digitalen Zeitalter und dem Begriff des Fotografischen auseinandersetzen. Vom Ausloten der Grenzen dessen, was noch als fotografisches Bild wahrgenommen wird, bis hin zu behaupteten Referenzen zur Realität reicht das Spektrum der hier vertretenen Serien. Mit dabei sind u.a. Phillip Toledano (USA), Thomas Ruff (D), Xu Yong (CHN), Viktoria Binschtok (D) und Georg Brückmann (D). Hier geht es zur vollständigen Künstlerliste 


Merck-Preis-Kandidaten im Museum Künstlerkolonie

Die drei für den Merck-Preis nominierten Fotografen Stephanie Gudra, Alexander Gehring und Michel Le Belhomme präsentieren ihre Arbeiten im Museum Künstlerkolonie. Die anderen Künstler des DTDF-Rahmenprogramms werden in Kunst- und Kulturinstitutionen, verteilt über die ganze Stadt, gezeigt. Zur Übersicht, wer an welchen Orten zu sehen ist, geht es hier: Ausstellungs-Übersicht
Für die Wegstrecken zwischen den Ausstellungsorten steht allen Besuchern ein individueller Shuttleservice zur Verfügung.

 

Internationales Symposium am Samstag
Beim Symposium der Darmstädter Tage der Fotografie (Samstag, 23.4.) erläutern Künstler und Experten ihre Position zum Festivalthema. Wir freuen uns, mit Boris von Brauchitsch (D), Phillip Toledano (USA), Mark Farid (GB), Nadine Wietlisbach (CH) und Viktoria Binschtok (D) ein vielseitiges Vortragsprogramm bieten zu können. 
Eine Diskussionsrunde am Nachmittag komplettiert die Veranstaltung, die von Prof. Dr. Kai Buchholz (h_da Hochschule Darmstadt) moderiert wird. Das komplette Programm des Symposiums und der begleitenden Ausstellung in der Hochschule am Fachbereich Gestaltung finden Sie hier: Information zum Symposium

Jetzt online Karten für das Symposium kaufen (Euro 15.- / 10 .- erm.) 

 

Künstlerdinner am Samstagabend
Nach dem Symposium bieten die Darmstädter Tage der Fotografie einen weiteren Höhepunkt: Das traditionelle Künstlerdinner im Saal der Centralstation. Für 35 Euro (3-Gänge-Buffet und Getränke, 19 bis 21 Uhr) können sich Besucher eines der limitierten Tickets sichern und gemeinsam mit den teilnehmenden Festivalkünstlern und dem Team der DTDF speisen und anstoßen. Nach 21 Uhr wird der Saal zur Lounge mit Musik und Drinks – Eintritt frei.

Hier Ticket für das Dinner kaufen


English version: 

Dear friends and followers of the Darmstaedter Tage der Fotografie,

just six weeks to go and we are going to celebrate the festival’s 9th edition from April 22nd to 24th with this year’s theme “Projection – Photographic Assertions”. At 10 places in Darmstadt there will be offered a varied program with exhibitions, presentation of the Merck-Award, talks, lectures, workshops and guided tours along the weekend. And of course, once again we will be joining together with our guests for a dinner and an after show party.

Save the date – 22nd – 24th of April! We’re looking forward to having you here!

There will be series of more than 40 artists and photographers from 13 countries shown in 10 exhibition venues: between Museum Künstlerkolonie, Centralstation and Kunsthalle Darmstadt.

Main Exhibition at Designhaus Darmstadt
The main exhibition will take place at Designhaus Darmstadt, showing internationally known artistic positions dealing with the truth claim of photography, with its new technological possibilities in our digital age and at least they’re questioning the term of photography itself. These photographic series explore the boundaries of the media or doing assertions as references to reality – this is the variety shown in this group exhibition. Participating artists will be – amongst others – Phillip Toledano (USA), Thomas Ruff (D), Xu Yong (CHN), Viktoria Binschtok (D) and Georg Brückmann (D). The complete list of all the artists of the show is now accessible online. List of artists

Merck-Award Nominees at Museum Künstlerkolonie
You will find more exhibitions showing 34 artists, who applied for this year’s Merck-Award and have been selected, at 8 other cultural institutions across the city. The 3 photographers nominated for the Merck Award will present their work at Museum Künstlerkolonie (Merck-Award).
Check out online the exhibition places and the artists.

As a number of artists will come to Darmstadt especially for the festival weekend, we are yet very happy to be there with all of you and we are sure, that there will again be an atmosphere of intensive artistic exchange.

Symposium with international lecturers
At the symposium on Saturday (24th) artists, curators and experts will give lectures and discussions of the festival’s theme. We’re very happy to announce the lecturers: Boris von Brauchitsch (D), Phillip Toledano (USA), Mark Farid (GB), Nadine Wietlisbach (CH) und Viktoria Binschtok (D). At the end of the symposium there will be a panel discussion to complete the conference. Moderation by Prof. Dr. Kai Buchholz (h_da Hochschule Darmstadt)

The whole program can be found here: Information zum Symposium

Buy your ticket online: Karten für das Symposium kaufen (Euro 15.- / 10 .- erm.)

Bildhalle Vernissage COLDER / JOURS BLANCS

COLDER / JOURS BLANCS
FOTOGRAFIEN VON THOMAS FLECHTNER
UND FRANÇOIS SCHAER

Bildhalle
Vernissage: Donnerstag 4. Februar ab 18.30h
Die Ausstellung dauert bis 12. März 2016

Thomas Flechtner | Colder, La Chaux de Fonds 1996–2000 | C-Print | 100 x 80 cm | Edition 3 & 1 AP COLDER / JOURS BLANCS

Am 4. Februar eröffnet die Bildhalle die Winterausstellung COLDER / JOURS BLANCS – FOTOGRAFIEN VON THOMAS FLECHTNER UND FRANÇOIS SCHAER. Die beiden grossartigen Schweizer Fotografen haben auf unterschiedliche Weise das Thema des Schnees in ihrem künstlerischen Werk umgesetzt. Beide Künstler werden an der Vernissage anwesend sein.

Schnee. Alles Laute ist plötzlich leise gestellt, kein Verkehrslärm mehr in den Städten, und in den Bergen hört man das «Taktak» der Skilifte durch die Schneeluft gedämpft. Schnee – und die Landschaft ist in eine Grafik verwandelt. Schnee – und plötzlich ist Abstraktion ganz real, ebenso verspielt und schön wie unerbittlich und streng. Diese Ausstellung ist mit Thomas Flechtners Serie «Colder» und François Schaers Arbeit «Jours blancs» der Schneelandschaft, dem Schneelicht, den Schneefarben gewidmet: ihrem Zauber, ihrem Geheimnis, ihrer grossen ästhetischen Kraft. Nadine Olonetzky

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Johanna Breede PHOTOKUNST

MEET THE ARTISTS

Beat Presser » Sheila Rock »

Freitag, 4. September 16:00 Uhr

MEET THE ARTISTS© Sheila Rock: “Canvey Boy”, 2011 / Courtesy Johanna Breede PHOTOKUNST

Johanna Breede PHOTOKUNST

Fasanenstr. 69, 10719 Berlin
T +49 (0)30-889 13 590
kunsthandel@breede.de
www.johanna-breede.com
www.facebook.com/Johanna-Breede
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr

MEET THE ARTISTS © Beat Presser: “Surabaya Beat, Indonesischer Archipel, 2014″ / Courtesy Johanna

Breede PHOTOKUNST  In der Ausstellung “Seascapes” reisen die Photographen Sheila Rock und Beat Presser gemeinsam durch alle Formen des Flüssigen: Vom stillen Uferwasser bis zur tosenden Brandung. Über 40 Photographien weisen dem Betrachter den Weg – durch Horizontlinien, Strandstücke und maritime Landschaften.

Immer schon hat das Meer die Kunst fasziniert. Die in Schiffen, Wogen und Weiten verborgene Emblematik erzählt nicht nur Geschichten von unbeherrschbaren Landschaften; sie ist auch Urbild für Abenteuer und Wagemut. Und spätestens mit den Aufnahmen des französischen Flotten-Photographen Gustave Le Gray (1820 – 1884) hat sich auch die Photographie ihren Zugang zum Seestück erobert. Ein Zugang, der längst von der Oberfläche bis weit in die Tiefe reicht.

Der 1952 in Basel geborene Beat Presser und die seit den 1970er Jahren in London beheimatete Amerikanerin Sheila Rock indes haben sich auf ganz eigene Seeabenteuer begeben. Sheila Rock, die sich vor allem durch ihre Porträtserie “Sera: The Way of the Tibetan Monk” sowie als Dokumentaristin der Britischen Punk-Szene einen Namen gemacht hat, hat eine photographische Reise zu den Badeorten an der englischen Küste unternommen; Beat Presser zeigt Impressionen von seinen seit den 1970er Jahren andauernden Fahrten durch nahezu alle Meeresgegenden – von der Karibik, über den Pazifik bis zum indonesischen Archipel. Zahlreiche Bildbände hat der Schweizer, der durch seine Photozeitschrift “The Village Cry” und später als Set-Fotograf von Werner Herzog berühmt wurde, über diese oftmals strapaziösen Reisen publiziert. 2011 etwa erschien Beat Pressers viel beachtetes Buch DHAU – eine Reise auf Sindbads Spuren vor der Küste Ostafrikas. Allein von dieser hat er mehr als 150 Schwarzweißfilme mit zurückgebracht – Photographien von Schiffen auf hoher See und weit gespannten Segeltüchern.

Während Beat Pressers Arbeiten also immer auch Spurenelemente jenes “ekstatischen Realismus” in sich tragen, für den auch der Name des “Gewaltenbezwingers” Werner Herzog steht, zeigt Sheila Rock eine weit stillere Seite des Meeres. Ihre Aufnahmen von badenden Kindern vor den Kulissen von Norfolk, vom historischen Clevedon Pier in South Wales oder vom skelettierten West Pier in Brighton erzählen nicht nur von einem in die Jahre gekommenen Badespaß britischer Outcasts und Arbeiterkinder. In der Wehmut dieser meist wolkenverhangenen Photographien schwingt immer auch ein Stück Abschied von Kinderträumen und schier endlosen Sommertagen mit. Melancholisch und weltvergessen sind Sheila Rocks Reisen von Cromer nach Caney Island. “Die Badeorte, die Elemente und die Menschen haben die Geschichte dieser Bilder diktiert”, so Sheila Rock über ihre Serie.

So unterschiedlich die schwarzweißen Seestücke der beiden Photographen in ihrem Zugang also sein mögen, in der Gegenüberstellung loten sie die vielen Untiefen des Sujets aus. Sie visieren Sehnsüchte an, umspielen das Fernweh, und ein Bild weiter bereits drehen sie ab zu schäumenden Wogen oder rettenden Ufern. Und immer weisen sie dabei weit über das Wasser hinaus; erzählen von der Tiefe und Weite im Bildgestalter und -betrachter. (Text: Ralf Hanselle)

DIE IDEE DER LANDSCHAFT

Die DZ BANK Kunstsammlung zeigt die zeitgenössische Auseinandersetzung internationaler Fotokünstler mit dem Motiv der Landschaft

Elger Esser_Ninfa-Euneika

Landschaft entsteht im Kopf. Beim Betrachten von Landschaftsbildern werden individuelle Erinnerungen an Landschaft oder auch kollektiv abgespeicherte Landschaftsvorstellungen abgerufen: Bergmassive und sanfte Hügel, Flüsse und Meer, Wolkenformationen und Bäume.

In der aktuellen Ausstellung der DZ BANK Kunstsammlung „Die Idee der Landschaft“, die vom 26. Juni bis 5. September 2015 im Rahmen von RAY 2015 im ART FOYER gezeigt wird, geht es nicht um die reale Abbildung der Natur, sondern um die Verbildlichung von Gedankenwelten und eine Wirklichkeit, die durch artifizielle Mittel geschaffen wird.

Landschaft ist in den rund 80 Arbeiten von 18 zeitgenössischen Fotokünstlern aus acht Ländern zwar stets Referent des fotografischen Prozesses, doch das bildnerische Ergebnis lässt den vermeintlichen Realitätsbezug der Fotografie hinter sich und verweist darauf, dass jede Abbildung der Realität Abstraktion und Interpretation derselben ist.

Zu sehen sind im ART FOYER Arbeiten von Künstlern der Sammlung sowie Neuerwerbungen von David Armstrong, Olivo Barbieri, Lothar Baumgarten, Caroline Dlugos, Elger Esser, Luigi Ghirri, Rodney Graham, Beate Gütschow, Dan Holdsworth, Andrej Krementschouk, Andreas Mühe, Simone Nieweg, Detlef Orlopp, Jorma Puranen, Heinrich Riebesehl, Adrian Sauer, Stephan Schenk und Anna Vogel.

Das Triptychon „La Gran Sabana” von Lothar Baumgarten (*1944 in Rheinsberg) zeigt die wilde Landschaft der Jahrmillionen alten Hochfläche in Venezuela mit einem tafelförmigen Bergmassiv im Zentrum. Entscheidend für die Arbeiten des Beuys-Schülers und viermaligen Documenta-Teilnehmers sind die diskursive Einlassung auf einen Ort und der Bezug auf dessen Ethnologie.

Wie gemalt wirkt die direkt auf Aluminium gedruckte und mit Shellack versiegelte Fotografie der historischen Gartenanlage von Ninfa. Der in Rom aufgewachsenen Becher-Schüler Elger Esser (*1967 in Stuttgart) beschwört die mythische Szenerie der Nymphen herauf, jenen Flussgottheiten aus der griechischen Mythologie, denen die ursprüngliche Tempelanlage gewidmet war.

Rodney Graham (*1949 in Matsqui/British Columbia) hat seine Arbeiten von auf den Kopf gestellten Eichen wie Auftragsporträts von einem Fotografen anfertigen lassen. Eigenschaften wie Verwurzelung, Standhaftigkeit, Unerschütterlichkeit, die der Mensch der Eiche zuschreibt, werden von Graham sinnbildlich auf den Kopf gestellt. Mit der Ähnlichkeit der Äste und seiner Wurzeln verweist der Künstler auch darauf, dass es Eindeutigkeiten der Wahrnehmung nicht gibt.

Die Bilder, die Beate Gütschow (*1970 in Mainz) konstruiert, wirken wie Landschaftsmalerei des 17. und 18. Jahrhunderts. Tatsächlich sind die den idealen Landschaften nachempfundenen Kompositionen aus bis zu hundert Einzelaufnahmen am Computer entstanden. „Sampling” nennt Gütschow ihr Verfahren analog zum Zusammenmischen musikalischer Versatzstücke, mit dem sie die Authentizität fotografischer Reproduktionen hinterfragt.

Detlef Orlopp (*1937 in Elbing/Westpreußen) verwandelt die Oberflächen von Landschaft in reduzierte, aber keineswegs abstrakte Bilder. Seine Fotografien stellen den Betrachter vor die Frage, was genau man eigentlich sieht. Wasser, Gletscher oder Gestein? Die gewohnte Wahrnehmung, die neue Bilder inneren Bildermodellen zuordnet, funktioniert hier nicht mehr.

Die konzeptuellen Fotoarbeiten von Adrian Sauer (*1976 in Berlin) analysieren die Fotografie des digitalen Zeitalters. Der Meisterschüler von Timm Rautert erforscht dabei mit besonderer Raffinesse alle Aspekte, Verwertungs- und Herstellungsweisen des digitalen Bildes.

Der in der Schweiz lebende Stephan Schenk (*1962 in Stuttgart) dokumentiert in seinen Arbeiten die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. Seine Arbeiten zeigen in wörtlichem Sinne in der Größe eines Soldatengrabes einen kleinen Ausschnitt des Bodens. Der fragmentarische Blick und die Vogelperspektive lassen die Aufnahmen abstrakt wirken und erzeugen zugleich eine starke physische Präsenz. Diese Präsenz wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass die Aufnahmen zu monumentalen Tapisserien verwoben sind.

Anna Vogel (*1981 in Herdecke), Meisterschülerin von Andreas Gursky, collagiert am Computer eigene Fotoaufnahmen oder im Internet Gefundenes. Diese übermalt sie digital, schneidet Aussparungen und Linien hinein, retuschiert sie oder arrangiert sie neu. Die Landschaften kommen einem irgendwie vertraut vor, aber gleichzeitig irritieren sie durch fast surrealistische Mittel.

DZ BANK Kunstsammlung

Im ART FOYER zeigt die DZ BANK Kunstsammlung in Frankfurt am Main auf rund 300 qm Ausstellungsfläche vier wechselnde Ausstellungen im Jahr. Die Sammlung des Spitzeninstituts der Volksbanken Raiffeisenbanken umfasst mehr als 7000 Werke von rund 800 Künstlern und widmet sich dem fotografischen Bild in der internationalen, zeitgenössischen Kunst.

Die Idee der Landschaft

26. Juni bis 5. September 2015

FOTOHOF – Salzburg

Wait until the night is silent / Vegas And She

Iris Andraschek » Stefanie Moshammer »

 

Wait until the night is silent / Vegas And She

Iris Andraschek: aus “Wait until the night is silent”

26 Jun – 1 Aug 2015

Thu 25 Jun 19:00

FOTOHOF

Inge-Morath-Platz 1-3
5020 Salzburg

+43 (0)662-849296

fotohof@fotohof.at
www.fotohof.at

Tue-Fri 15-19, Sat 10-15

Wait until the night is silent / Vegas And She

Iris Andraschek: aus “Wait until the night is silent”

Iris Andraschek: “Wait until the night is silent”
Stefanie Moshammer: “Vegas And She”

Ausstellungsdauer: 26. Juni bis 1. August 2015
Eröffnung: 25. Juni, 19 Uhr

In Iris Andrascheks ”Wait until the night is silent” geht es um die selbstbestimmte naturnahe und alternative Lebensform einer Gruppe von Menschen in Canada. Die 2002 und 2010 entstandenen Bilder changieren zwischen Realität und Fiktion und zeigen eine fast märchenhafte Communitas als utopischen Gegenentwurf zu den Zwängen der Industriegesellschaften mit ihren Arbeits-, Freizeit- und Konsumregimes. Die Serie aus dem Jahr 2002 ist während einer Residency in Durham, Ontario entstanden. Im Jahr 2010 ist die Künstlerin nochmals dorthin gereist, um diese Arbeit zu vollenden und einige Protagonist_innen und den Ort in einer gewissen zeitlichen Distanz noch einmal zu fotografieren. Zeitgleich mit der Ausstellungseröffnung erscheint das gleichnamige Künstlerbuch von Iris Andraschek in der Fotohof edition.

Iris Andraschek (*1963 in Horn/OÖ), lebt und arbeitet in Wien und Mödring (NÖ).
Weitere Infos: www.irisandraschek.com

Wait until the night is silent / Vegas And She

Iris Andraschek: aus “Wait until the night is silent”

In einer intensiven Auseinandersetzung der jungen Fotografin Stefanie Moshammer mit der Stadt Las Vegas entstand 2014 eine umfangreiche Serie von Bildern, die nun ebenfalls als Künstler-Fotobuch mit dem Titel “Vegas And She” in der FOTOHOF edition publiziert wurden. Las Vegas – ein Disneyland für Erwachsene – die völlig künstliche, früher als Mafia-Hochburg bekannte Stadt in der Mojave-Wüste trägt auch den Beinamen Sin City und existiert als eine Art buntes Paralleluniversum neben dem Rest von Amerika. Es ist die grelle Nachtschattenwelt des Adult Entertainment, die Welt der Stripperinnen und der dort vorhandenen Grauzonen, die Stefanie Moshammer interessiert. Die amerikanische (Bild)Kultur fasziniert sie, sie geht in ihrer Serie souverän und spielerisch vor, zitiert einerseits mit Humor William Eggleston wie sie andererseits selbst ihre ganz persönliche Bildsprache entwickelt.

Stefanie Moshammer (*1988 in Wien) lebt und arbeitet in Wien.
Weitere Infos: www.stefaniemoshammer.com

Wait until the night is silent / Vegas And She

Stefanie Moshammer: aus “Vegas and She”
Wait until the night is silent / Vegas And She

Stefanie Moshammer: aus “Vegas and She”

FRANKFURTER KUNSTVEREIN

Trevor Paglen »

The Octopus

20 JUN – 30 AUG 2015

Fri 19 Jun

FRANKFURTER KUNSTVEREIN
Markt 44
60311 Frankfurt (Main)
post@fkv.de
www.fkv.de
Tue-Fri 11-19, Thu 11-21, Sat/Sun 10-19

 

 

The Octopus

 

 

 

 

Trevor Paglen: They Watch the Moon, 2010
© the artist, Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

The Octopus

Trevor Paglen: KEYHOLE 12-3 (IMPROVED CRYSTAL) Optical Reconnaissance Satellite Near Scorpio (USA 129), 2007
© the artist, Courtesy Privatsammlung Dreieich

Trevor Paglen
“The Octopus”

Exhibition: June 20 – August 30, 2015
Opening: June 19, 7 pm (as part of the opening of the RAY 2015 Triennial)
8.30 pm at Frankfurter Kunstverein: Trevor Paglen will announce the winner of the Eagle-Eye Photo Contest

The Frankfurter Kunstverein presents a comprehensive exhibition of work by American artist Trevor Paglen (born 1974 in Maryland, USA) entitled “The Octopus”, which deals with topics such as surveillance and political influence. On view are photos of landscapes in the era of big data, image series of military places and secret surveillance techniques, video works along with extensive materials and documents from Paglen’s investigatory research practice. The sculpture “Autonomy Cube”, an open Wi-Fi hotspot, illustrates together with “Eagle-Eye Photo Contest: Landscapes of Surveillance,” a photo competition created for the exhibition and open to the public, Paglen’s new artistic approach: he would like his work to trigger actions that have an influence on society and that reach out beyond the institutional spaces of art into the real world. The photographs of the contest will be presented in the exhibition.

Ever since the revelations of Edward Snowden initiated the NSA scandal in June 2013 and brought the subject of surveillance through private data storage into the forefront of the minds of many citizens, Trevor Paglen has been investigating this issue for more than a decade already. A researcher and cinematographer in the team for the 2015 Oscar-winning documentary “Citizenfour” about the Snowden affair directed by Laura Poitras, the artist photographs secret locations of the NSA and CIA, covert military bases, supply routes to secret prisons or hidden listening stations, and trajectories of secret surveillance satellites and drones. Paglen works like an investigative journalist: through lengthy research, in collaboration with activists, scientists, programmers, amateur astronomers and technicians, he is able to track down and make visible state-ordered and undemocratically legitimized monitoring and surveillance. The geography graduate attempts to capture the technology and infrastructure needed for monitoring and surveillance such as satellites or drones for the first time ever in an image. Through his work he demonstrates that the secrets are not invisible, but rather constitute an organizational form. His political work leads to an artistic work, which brings the focus on a new way of seeing.

Within an extensive accompanying program of panel talks, expert presentations, excursions and guided tours, with central contributions from the Cluster of Excellence “Normative Orders”, the topics of the exhibition will be discussed in a broader manner.

On June 21, 2015 at Frankfurter Kunstverein, Trevor Paglen will receive the German Photographic Association’s (DGPh) cultural prize for his work.

The exhibition is taking place within the RAY 2015 Photography Projects Frankfurt Rhine/Main and is also a collaboration with the Cluster of Excellence “The Formation of Normative Orders” at the Goethe-Universität Frankfurt am Main. The media partner of the exhibition is the Journal Frankfurt.

The Octopus

Trevor Paglen: Large Hangars and Fuel Storage; Tonopah Test Range, NV Distance ~ 18 miles; 10:44 a.m., 2005
© the artist, Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

Trevor Paglen
“The Octopus”

Ausstellung: 20. Juni bis 30. August 2015
Eröffnung: Freitag, 19. Juni, 19 Uhr (im Rahmen der Eröffnung der Triennale RAY 2015)
20.30 Uhr: Trevor Paglen gibt den Preisträger des Eagle-Eye Photo Contest bekannt

Der Frankfurter Kunstverein zeigt eine umfassende Werkschau des US-amerikanischen Künstlers Trevor Paglen (geb. 1974 in Maryland, USA), die sich unter dem Titel “The Octopus” mit Themen wie Überwachung und politische Einflussnahme beschäftigt. Zu sehen sind farbgewaltige Landschaftsbilder im Zeitalter von Big Data, Bilderserien von militärischen Orten und geheimen Überwachungstechniken sowie Videoarbeiten zusammen mit weitreichenden Materialien und Dokumenten aus Paglens Recherche- und Forschungspraxis. Die Skulptur “Autonomy Cube”, ein offener WiFi Hot Spot, verdeutlicht gemeinsam mit seinem neuen partizipativen Werk, dem im Vorfeld der Ausstellung ausgelobten Fotowettbewerb “Eagle-Eye Photo Contest: Landschaften der Überwachung”, den neuen künstlerischen Ansatz Paglens: Er möchte mit seiner Arbeit Aktionen anstoßen, die einen Einfluss auf die Gesellschaft nehmen und aus den institutionellen Räumen der Kunst in die reale Welt hinausreichen. Die eingereichten Fotografien des Wettbewerbs werden in der Ausstellung präsentiert.

Rückte der im Juni 2013 durch Enthüllungen Edward Snowdens ausgelöste NSA-Skandal das Thema der Überwachung durch anlassloses Speichern von privaten Daten überhaupt erst ins Bewusstsein vieler Bürger, setzt sich Trevor Paglen bereits seit über einem Jahrzehnt mit dieser Thematik auseinander. Der 2015 als Rechercheur und Kameramann im Team um den Dokumentarfilm “Citizenfour” der Regisseurin Laura Poitras über die Snowden-Affäre mit einem Oscar ausgezeichnete Künstler, fotografiert geheime Standorte der NSA und CIA, verborgene Militärbasen und Transportwege zu Geheimgefängnissen oder versteckte Abhörstationen und Flugbahnen geheimer Überwachungssatelliten und Drohnen. Paglen arbeitet dabei wie ein investigativer Journalist: durch langwierige Recherchen, in Zusammenarbeit mit Aktivisten, Wissenschaftlern, Programmierern, Amateurastronomen und Technikern gelingt es ihm, staatlich angeordnete und nicht demokratisch legitimierte Kontrolle und Überwachung aufzuspüren und sichtbar zu machen. Der studierte Geograf unternimmt den Versuch, die notwendige Technik und Infrastruktur für Kontrolle und Überwachung wie Satelliten oder Drohnen oftmals zum ersten Mal überhaupt in einem Bild fest zu halten. Durch sein umfangreiches Werk macht der Künstler deutlich, das Geheimnisse nicht unsichtbar sind, sondern vielmehr eine Organisationsform darstellen. Seine politische Arbeit mündet in einem künstlerischen Werk, durch das eine neue Art des Sehens thematisiert wird.

Im Rahmen eines umfangreichen Begleitprogramms aus Podiumsgespräch, Expertenvorträgen und Führungen, mit zentralen Beiträgen des Exzellenzclusters “Die Herausbildung normativer Ordnungen”, werden die Themen der Ausstellung diskutiert und vertieft.

Trevor Paglen bekommt am 21. Juni 2015 im Frankfurter Kunstverein den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) verliehen.

Die Ausstellung findet im Rahmen der RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt Rhein/Main statt und ist zudem eine Kooperation mit dem Exzellenzcluster “Die Herausbildung normativer Ordnungen” der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Medienpartner der Ausstellung ist das Journal Frankfurt.

The Octopus

Trevor Paglen und/and Jacob Appelbaum, Autonomy Cube, 2014
Courtesy the Artist und/and Altman Siegel, San Francisco; Metro Pictures, New York; Galerie Thomas Zander, Cologne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Daniel Stier » Ausstellung

Daniel Stier »

ways of knowing

18. Juni bis 4. September 2015
Ausstellung im Rahmen der 6. Triennale der Photographieways of knowing
© Daniel Stier

Daniel Stier »

Eröffnung: Mittwoch, 17. Juni, 19 Uhr
Führung beim Triennale-Galerienrundgang:
Samstag, 20. Juni, 13-15 Uhr – kulturreich Galerie
Buchvorstellung in Kooperation mit Freundeskreis des Hauses der Photographie e.V.:
Sonntag, 21. Juni, 17:30 Uhr – F.C. Gundlach Bibliothek, Haus der Photographie, Deichtorhallen

ways of knowing © Daniel Stier

kulturreich Galerie

Wexstr. 28, 20355 Hamburg
+49 (0)40 7536 8661
galerie@kulturreich.de
www.kulturreich.de
Mo-Fr 13-18 Uhr + n.V.

Daniel Stier zeigt dokumentarische Aufnahmen authentischer Laborversuche sowie fiktive Versuchsanordnungen in Form von Stillleben, die das Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft umkreisen. Anlass der Ausstellung ist die neu erschienene gleichnamige Buchpublikation von Daniel Stier, die während der Triennale vorgestellt wird.

Das Fotoprojekt “ways of knowing” von Daniel Stier wirft einen eigentümlichen Blick eines Außenstehenden in die unverständliche und zugleich faszinierende Welt der Wissenschaft. Die Ausstellung zeigt sowohl dokumentarische Fotografien aus Forschungslaboratorien in Europa und den Vereinigten Staaten als auch im Studio von Daniel Stier arrangierte Stillleben fiktiver Versuche. Durch das Zusammenspiel seiner dokumentarischen Aufnahmen und selbst konstruierten Versuchsanordnungen zeigt er Berührungspunkte und Parallelen zwischen der Arbeit eines Wissenschaftlers und der eines Künstlers auf. Daniel Stier sagt dazu: “Künstler und Wissenschaftler sind emotionale, irrationale Menschen mit allen Seltsamkeiten, die dazu gehören. In ihrer Arbeit liegt der Versuch, Ordnung im Chaos zu finden, in der Komplexität unseres Lebens etwas Sinnhaftes zu suchen.” Stiers Fotografien werden zu Metaphern für einen Prozess mit offenem Ausgang – und für den Versuch, eine Ordnung in unserer komplexen Realität zu finden.

ways of knowing © Daniel Stier

Das frisch erschienene Buch “ways of knowing” von Daniel Stier, gestaltet und publiziert in Zusammenarbeit mit YES studio, umfasst 160 Seiten und beinhaltet Essays von Pedro Ferreira, Professor für Astrophysik an der Universität Oxford und Daniel Jewsbury, Schriftsteller, Künstler und Dozent am National College für Kunst und Design in Dublin. Während der Triennale der Photographie wird Daniel Stier als Gast des Freundeskreises des Hauses der Photographie e.V. den Bilderband in den Deichtorhallen vorstellen.

In seinem Schaffen bedient sich der Fotograf Daniel Stier an einem breiten Spektrum unterschiedlicher Genres und Gebrauchsformen. Seine Arbeiten werden seit 1998 regelmäßig in Ausstellungen in Galerien von Köln bis New York auf der ganzen Welt präsentiert. Große Erfolge konnte Stier insbesondere bei Fotofestivals in London, Moskau und Kopenhagen verbuchen. Zudem arbeitet Daniel Stier für namhafte Magazine wie Q Magazine, GQ und The New York Times Magazine und als Werbefotograf für internationale Marken. Daniel Stier lebt heute in London.

Als Agentur für Kulturkonzepte mit einer Galerie für zeitgenössische Kunst in Hamburg realisiert kulturreich Kulturprojekte und Veranstaltungen. Unternehmen, die Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne geben, und ihr Kulturengagement mit in die Unternehmenskommunikation einbeziehen wollen, bietet kulturreich Dienstleistungen im Bereich Corporate Social Responsibilty und Marketing.

ways of knowing © Daniel Stier

Luzia Simons » FABIAN & CLAUDE WALTER GALERIE

 

Luzia Simons »

Getting Lost Outside

13 JUN – 4 JUL 2015

Sat 13 Jun 16:00 – 18:00

 

Getting Lost Outside

Luzia Simons: Humboldt ist niemals da gewesen (Landschaft 02), 2013
Transfer printing, pigment on Dibond
58,5 x 86 cm / Edition of 5 + 1 AP

 

Fabian & Claude Walter Galerie

Rämistrasse 18
8001 Zürich

+41 44-4404018

galerie@fabian-claude-walter.com
www.fabian-claude-walter.com

Wed-Fri 12-18:30, Sat 12-16

Getting Lost Outside

Luzia Simons: Jardim 10, 2015
Pigment print on archival paper
127 x 90 cm / Edition of 6 + 2 AP

Luzia Simons
“Getting Lost Outside”

Exhibition: 13 June – 4 July 2015
Opening: 13 June, 4-6pm

The photographer Luzia Simons, who was born in Brazil in 1953, lives and works in Berlin. She has spent the last few years investigating floral iconography and adopting an artistic stance on the subject. On tulips for example, whose history can be regarded as a symbol of cultural transmission – a mechanism referred to by the modernists in Brazil as “Anthropophagy” (Oswald de Andrade). After all, as well as transferring goods and technologies, today’s increasingly global market economy also transfers cultures and the meanings assigned to them. The fact that tulips represent life and love in the Persian, Turkish and Iraqi cultures may seem old-fashioned in Europe, but is all the more significant when soldiers killed in the Iran/Iraq war are symbolised there by fields full of red tulips. Luzia Simons’ artistic reading of the transit discourse broaches the issue of shifting locations and meanings with regard to social and individual identity.

The common theme that runs through the exhibition of the three series of works “Stockage”“Jardim”and “Humboldt ist niemals da gewesen” is the concept of “Cultural transfer”, from three different perspectives: The large-format scanograms in the “Stockage” series examine how the tulip is transferred to different cultures (Kazakhstan, Persia, Turkey, Holland). In the “Jardim” series, plants that were initially found growing in the wild mark the start of an evolution in cultivation that culminates in today’s European houseplants. Their origins are then generally forgotten and their survival ensured by watering, removing dust and spraying. The artist’s own “personal herbarium”. The artist went travelling in person in order to collect the photographic and video material on the Amazon for the “Humboldt ist niemals da gewesen” series. Not only did she document her journey through areas of previously untouched nature; she also recorded the enthusiasm of the local scientists working on the utopia of a complete catalogue of plant species.

Art, as the freest form of communication of all, goes in search of confrontation. This aspect plays a key role in the Amazon work, which looks at the freedom of being able to travel and conduct research, at primeval nature and civilisation, particularly with regard to Alexander von Humboldt, who was only allowed to visit the western Amazon, i.e. the part that is outside Brazil. He came up against resistance in Brazil with his ideas of freedom from the French revolution, and was not allowed to enter the country.

Claudia Emmert (Director of the Zeppelin Museum in Friedrichshafen) writes, “…that the Brazilian artist looks at the Amazon with European eyes. On the one hand, she has allowed herself to become carried away by the strength and beauty of nature, whilst on the other hand, she has tried to analyse and categorise what she sees with artistic tools. Just like Humboldt once did, she has travelled aimlessly through the jungle with a camera dangling from her hand, recording fully accidental pictures. These recordings are shown synchronously in a nine-part split-screen video. The result is a visual metaphor of the searching motion, with constant changes in perspective and direction. It is all about preserving and destroying, uprooting and rootlessness, about native and foreign lands – themes that are just as deeply entwined in her own life. And – as in all Luzia Simons’ work – it is also about the ‘reflected’ view of what is visible, in both senses of the word”.

Getting Lost Outside

Luzia Simons: Humboldt ist niemals da gewesen (Landschaft 01), 2013
Transfer printing, pigment on Dibond
58,5 x 86 cm / Edition of 5 + 1 AP

Luzia Simons
“Getting Lost Outside”

Ausstellung: 13. Juni bis 4. Juli 2015
Eröffnung: 13. Juni, 16-18 Uhr

Die Fotografin Luzia Simons, 1953 in Brasilien geboren, lebt und arbeitet in Berlin. In den letzten Jahren hat sie sich mit floraler Ikonographie auseinandergesetzt und künstlerisch dazu Position bezogen. Tulpen zum Beispiel, deren Geschichte zum Symbol für kulturelle Übertragung gesehen werden kann – ein Mechanismus, der von den Modernisten in Brasilien als “Anthropophagie” (Oswald de Andrade) bezeichnet wird. Die global gewordene Marktwirtschaft transferiert ja nicht nur Waren und Technologien, sondern zugleich auch Kulturen und deren Bedeutungszuweisungen. Dass die Tulpe in der persischen, türkischen und irakischen Kultur Leben und Liebe bedeutet, mag in Europa unzeitgemäß erscheinen, wird aber umso bemerkenswerter, wenn die im Iran/Irak-Krieg gefallenen Soldaten dort durch Felder von roten Tulpen symbolisiert werden. Luzia Simons’ künstlerische Lektüre des Transit-Diskurses thematisiert den Orts- und Bedeutungswechsel von gesellschaftlicher und individueller Identität.

Was die Ausstellung der Werkreihen “Stockage”“Jardim” und “Humboldt ist niemals da gewesen”verbindet, ist das übergreifende Thema des “Kulturtransfers”, aus drei unterschiedlichen Perspektiven: Bei den großformatigen Scannogrammen der Serie “Stockage” ist es die Überführung der Tulpe in verschiedene Kulturen (Kasachstan, Persien, Türkei, Holland). Bei denen des “Jardim” befindet sich das ursprünglich wild Wachsende am Beginn einer Evolution von Kultivierung, die mit der europäischen Zimmerpflanze endet. Ihr Ursprung ist dann meist schon vergessen und ihr Überleben wird durch Gießen, Entstauben und Besprühen gesichert. Ein “persönliches Herbarium” der Künstlerin. Für die Foto- und Videoarbeiten zum Amazonas der Serie “Humboldt ist niemels da gewesen” war die Künstlerin selbst unterwegs und belegt nun nicht nur ihre Passage durch Teile einer noch immer unberührten Natur, sondern auch die Begeisterung der Wissenschaftler vor Ort, die sich an der Utopie eines vollständigen Kataloges der Pflanzenarten abarbeiten.

Kunst als die freieste aller Kommunikationsformen strebt nach Auseinandersetzung. In den Amazonas-Arbeiten, die sich mit der Freiheit des Unterwegsseins und Forschens befassen, mit Urwüchsigkeit und Zivilisation, spielt dieser Aspekt eine wichtige Rolle, gerade auch mit Bezug auf Alexander von Humboldt, der nur den westlichen Amazonas, der ausserhalb Brasliens liegt, bereisen konnte, mit seinen Freiheitsideen der Französischen Revolution in Brasilien aber auf Widerstand stieß und deswegen dort nicht einreisen durfte.

Claudia Emmert (Direktorin Zeppelin Museum, Friedrichshafen) schreibt: ” …dass die brasilianische Künstlerin den Amazonas mit europäischen Augen betrachtet. Sie hat sich einerseits mitreißen lassen von der Kraft und der Schönheit der Natur und hat andererseits versucht, mit künstlerischen Mitteln zu analysieren und zu sortieren. Wie einst Humboldt bewegte sie sich ziel- und richtungslos mit der Kamera in der herabhängenden Hand durch den Urwald und zeichnete die auf diese Weise zufällig entstandenen Bilder auf. In einem neunteiligen Split-Screen-Video werden diese Aufnahmen synchron gezeigt. Eine visuelle Metapher für die Bewegung des Suchens ist entstanden, mit ständigen Perspektiv- und Richtungsänderungen. Es geht um Bewahren und Zerstören, um Verwurzelung und Wurzellosigkeit, um Heimat und Fremde – um eine Geschichte, die sich auch um die eigene Biografie spinnt. Und es geht – wie in allen Arbeiten von Luzia Simons – um den im doppelten Sinne ‘reflektierten’ Blick auf das Sichtbare.”

Getting Lost Outside

Luzia Simons: Stockage 147, 2014
Pigment print on archival paper
193 x 121 cm / Edition of 6 + 2 AP

pavlov’s dog

Sean Mackaoui » Unchained

12. Juni bis 11. Juli 2015 Eröffnung: Donnerstag, 11. Juni, 19-21 Uhr

Unchained

Sean Mackaoui
The books you read but never write, 2014
Photo gravure
printed on Somerset Satin, 410g
99,5 x 74 cm
Ed. 12

pavlov’s dog

Bergstr. 19, 10115 Berlin
T +49 (0)30 531 629 78
iwan@pavlovsdog.org
www.pavlovsdog.org
Do-Sa 16-20 Uhr

pavlov's dog

Unchained

Sean Mackaoui
Sexodrome, 2014
Photo gravure and chine collé
printed on Somerset Satin, 410g
116,5 x 97 cm
Ed. 10

Galerie pavlov’s dog freut sich die erste Einzelausstellung von Sean Mackaoui in Deutschland zu präsentieren.

Das wichtigste Werkzeug des Montagekünstlers Sean Mackaoui ist die Schere. Mit ihr löst er Bilder aus ihren ursprünglichen Zusammenhängen heraus und fügt sie zu neuen, völlig eigenständigen Kompositionen zusammen. Als Rohmaterial kann dabei alles dienen, was ihm zwischen die Finger kommt: Ob Fotos, alte Werbeanzeigen oder ein Anatomieatlas – nichts ist vor Mackaouis Schere sicher. In bester dadaistischer Tradition löst er die Bilder von ihrer ursprünglichen Zweckmäßigkeit, ihren intendierten Bedeutungen und Wirkungen ab, befreit sie sozusagen von den Ketten der Semantik, und fügt sie in überraschenden, ästhetisch stimmigen Rekombinationen wieder zusammen. Das Ergebnis sind eigentümlich schwebende Bilder, die sich eindeutigen Interpretationen und Bedeutungsfestlegungen konsequent entziehen. Es ist als würde man erst jetzt, da einem die Bilder so “unchained” entgegentreten, erstmals bemerken, wie gefesselt all die Bilderwelten in Wahrheit sind, die uns unaufhörlich auf allen Kanälen umrauschen.

Unchained

Sean Mackaoui
Bang Bang, 2014
Offset lithograph
printed on Old Mill, 300g
31,5 x 23 cm
Ed. 25

Sean Mackaoui (*1969 in Lausanne) lebt und arbeitet seit 20 Jahren in seiner Wahlheimat Madrid. Seine Collagen wurden in renommierten internationalen Magazinen publiziert (u.a. El Mundo, The Herald Tribune, The Sunday Times Magazine), außerdem gestaltet er Buchcover, T-Shirts, Weinetiketten und vieles mehr. Mackaouis künstlerisches Werk wurde in zahlreichen Galerien in ganz Europa und den USA ausgestellt.  Unchained

Sean Mackaoui
Spanish fly, 2014
Photo gravure and chine collé
printed on Somerset Satin, 410g
124,5 x 98 cm
Ed. 12  Unchained Sean Mackaoui
The Strip, 2014
Photo gravure and chine collé
printed on Somerset Satin, 410g
124,5 x 98 cm
Ed. 10

 

ADC Festival 2015

Das ADC Festival 2015 auf einen Blick

ADC Jury Tage (nicht öffentlich)
Dienstag, 19. und Mittwoch, 20. Mai 2015

ADC Ausstellung – Millerntor-Stadion
Donnerstag, 21. Mai 2015
Freitag, 22. Mai 2015
Samstag, 23. Mai 2015

Der ADC Kongress “Creating the Digital Hype” – Schmidts Tivoli
Donnerstag, 21. Mai 2015

ADC Nachwuchstag mit Kongress – Millerntor-Stadion/Schmidts Tivoli
Freitag, 22. Mai 2015

ADC Awards Show – STAGE Operettenhaus
Donnerstag, 21. Mai 2015

ADC After Show Party – Fischauktionshalle
Donnerstag, 21. Mai 2015

MEHR INFORMATIONEN

 

Galerie Hiltawsky zeigt Fotografien von Thomas Rusch

THOMAS RUSCH: “À FLEUR DE PEAU”

Eröffnung am Donnerstag, 30. April, 19 Uhr.
Galerie Hiltawsky zeigt vom 1. Mai bis 13. Juni “À FLEUR DE PEAU”,
Fotografien von Thomas Rusch.

Opening on Thursday, April 30th, 7pm.
From May 1st to June 13th Galerie Hiltawsky shows “À FLEUR DE PEAU”,
photographs by Thomas Rusch.

Galerie Hiltawski
Tucholskystraße 41
10117 Berlin  Hortus Florum #1, Paphiopedilum Niveum, 2011

– Please scroll down for the english version –

HAUT. Unser größtes und sensibelstes Organ, die zarte, elastische Grenze zur Aussenwelt, spricht Bände über uns, teilt uns die leiseste Veränderungen in unserer Umgebung mit, atmet für uns, macht uns spürbar und berührbar, verrät unsere Gefühle, unser Alter, unsere Konstitution. Ist superempfindlich (französisch “à fleur de peau”).

THOMAS RUSCH, in Berlin und Hamburg lebender Fotograf, erforscht in seiner Arbeit unser kulturelles Verhältnis zu Sexualität. Sein Spiel mit Bedeutungsebenen hinterfragt unsere Wahrnehmung: mal ist es eine zarte Oberfläche, die Explizites erzählt, mal thematisiert er Obsession und Fetisch – und deckt die Intimität hinter dem Expliziten auf. Die großformatigen Fotografien der Serien “HORTUS FLORUM” und “SCHWARZ/WEISS” wurden im vergangenen Jahr bereits in Paris ausgestellt und wurden nun um neue Motive erweitert.

www.thomasrusch.org Weiterlesen

Heimat. Deutschland – Deine Gesichter | WILLY-BRANDT-HAUS, Berlin

Carsten Sander »
Heimat. Deutschland – Deine Gesichter
10. bis 25. Februar 2015

Der Berliner Fotograf Carsten Sander hat in den vielen Jahren seiner Karriere die meisten der großen deutschen Stars vor der Linse gehabt. Für sein aktuelles Projekt Heimat. Deutschland – Deine Gesichter portraitierte er nicht nur Prominente und Politiker wie Egon Bahr, Iris Berben, Hans-Dietrich Genscher, Markus Lanz, Claudia Roth u.v.a., sondern auch Obdachlose, Schüler oder Hausfrauen. Das Grossartige an diesen Bildern ist: Sie unterscheiden nicht, woher man kommt oder was man macht. Durch den Verzicht künstlicher Posen zeigen die Portraits immer die Essenz eines Menschen, und damit auch die Essenz dieses Landes.

Egon © Carsten Sander

WILLY-BRANDT-HAUS, Berlin

Julia © Carsten Sander

Sander zeigt mit diesem Projekt: Ein Land ist immer nur die Summe seiner Gesichter. Vier Jahre hat es gedauert diese Gesichter zu „sammeln.“ Jetzt sind es fast 1000. Weiterlesen

FFF – UPCOMING EVENTS

FOTOGRAFIE FORUM FRANKFURT
KOMMENDE VERANSTALTUNGEN │ UPCOMING EVENTS
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG / OPENING

POTRETTI. Contemporary Finnish Photography

Freitag, 03. Oktober, 19 Uhr / Friday, October 3, 7pm

Iiu Susiraja

Foto/Photo: Iiu Susiraja, Luuta, aus der Serie »Hyvä käytös«, 2008–2010, ©Iiu Susiraja
»Potretti. Contemporary Finnish Photography« stellt sieben zeitgenössische Fotografen aus Finnland vor, die sich mit charakteristischen Methoden und Medien, wie Fotografie, Film, Video und Collage dem Genre Porträt verschrieben haben. Kindheit, Jugend, Körper, Mutterschaft, Familie, Altern, Gewalt und die Fotografie selbst sind die Leitmotive der Ausstellung. Weitere Informationen

In “Potretti. Contemporary Finnish Photography” seven contemporary photographers from Finland are being shown together using diverse methods and media such as photographs, film, video, and collage. Themes of childhood, youth, the body, motherhood, family, aging and violence and photography itself are leitmotifs, which accompany this exhibition. More Details

VORTRAG / LECTURE
ELINA BROTHERUS
THE ARTIST AND HER MODEL
NEUER TERMIN / NEW DATE Samstag, 11. Oktober, 18 Uhr / Saturday, October 11, 6pm

Elina Brotherus

Foto/Photo: ©Elina Brotherus, Le Printemps, 2001
Elina Brotherus (*1972) ist Foto- und Videokünstlerin. In ihren Arbeiten befasst sie sich mit subjektiven und doch universellen Erfahrungen, wie der Präsenz und dem Fehlen von Liebe, erforscht die emotionale Landschaft oder das Verhältnis der Fotografie zur Kunstgeschichte. An diesem Abend wird Elina Brotherus eine Übersicht ihrer Arbeiten von 1996 bis 2014 und die Geschichten dahinter präsentieren. Weitere Informationen

Elina Brotherus (*1972) works in photography and video. Her work deals with subjective experiences, the presence and absence of love, exploration of the emotional landscape, or probing the relation of photography to art history. On this evening Elina Brotherus will present her work from 1996 to 2014 and the stories behind her photographs. More Details

WORKSHOP
ELINA BROTHERUS
PORTRAIT PHOTOGRAPHY »THE ARTIST AND HER MODEL«
Samstag/Sonntag, 11./12. Oktober, 10–18 Uhr /
Saturday/Sunday, October 11/12, 10 am to 6pm

Elina Brotherus

Foto/Photo: ©Elina Brotherus
Die finnische Fotografin Elina Brotherus (*1972) arbeitet oft mit Selbstporträts, in denen sie sich selbst mit dem sie umgebenen Raum kombiniert, um die Beziehung dazwischen zu untersuchen. Im intensiven Workshop erforschen die Teilnehmer zusammen mit Elina Brotherus neue Betrachtungsweisen der Autobiografie und versuchen im praktischen Teil über deren Gewöhnlichkeit hinaus zu gehen. Weitere Informationen

The Finnish photographer Elina Brotherus (*1972) works with self portraiture which she combines with her environment and work space to investigate the relationship between these subjects. In this intensive workshop Elina Brotherus will probe and discuss a new approach to autobiography with the participants, to go beyond the ordinary self-depiction. More Details

WEITERE VERANSTALTUNG/ MORE EVENTS
VORTRAG/LECTURE
»Collecting and Exhibiting at The Finnish Museum of Photography in Helsinki«
Elina Heikka, Direktor/Director Finnish Museum of Photography, Helsinki
Mittwoch, 22. Oktober 2014, 19 Uhr / Wednesday, October 22, 2014, 7pm
Fotografie Forum Frankfurt
PODIUMSDISKUSSION/PANEL DISCUSSION
»The Photobook – a Tribute to Photography«
Celina Lunsford, Fotografie Forum Frankfurt; Klaus Kehrer, Kehrer Verlag;
und andere/among others
Samstag, 11. Oktober 2014, 15–16 Uhr / Saturday, October 11, 2014, 3–4pm
Frankfurter Buchmesse/Frankfurt Book Fair, Stand Stiftung Buchkunst Q17, Halle 4.1

Weitere Termine im Kalender.

Unseen – Amsterdam

Unseen Photo Fair 2014
Amsterdam 18 – 21 September 2014
Announcing Participating Galleries & Premieres Unseen, the annual celebration of new photography, returns to Amsterdam’s Westergasfabriek from the 18th until the 21st of September with a sharp focus on work that has never been seen before.

Unseen is proud to introduce premieres at Unseen Photo Fair 2014. Work is considered a premiere if it has not previously been shown in a gallery, an institution or online. Unseen will mark the exclusive introduction of this work. Amongst others, premieres have been confirmed by Gallery Taik Persons (FI), the renowned gallery specialising in Finnish photography presenting a premiere of Santeri Tuori (1970); young Dutch galleries, Boetzelaer|Nispen and Ton de Boer will be showing new work by a strong selection of Dutch talents, respectively Maurice van Es (1984) and Ruth van Beek (1977); Grundemark Nilsson Gallery (DE) will present a premiere of the Swedish photographer JH Engström (1969) who will also have a solo exhibition at Foam Photography Museum Amsterdam coinciding with Unseen; and Galerie van der Mieden (BE) will show a premiere of the acclaimed photographer from Dusseldorf, Martina Sauter (1974).

www.unseenamsterdam.com

The PhotoBookMuseum

Cologne Calling! Markus Schaden
Carlswerk Edition
Open from August 19 to October 3, 2014

Über 25 Ausstellungen stellen die stilistische und inhaltliche Vielfalt internationaler Fotobücher dar. Der erste Teil (PhotoBookHistory) stellt historische Übersichten vor. Im zweiten Teil (NewDocuments) liegt der Fokus auf herausragenden Beispielen aktueller Fotobücher. Einen völlig neuen Zugang zum Fotobuch ermöglichen die von Markus Schaden entwickelten PhotoBookStudies. Plus ProjectWorkSpecialRooms und ein opulentes Rahmenprogramm.

www.thephotobookmuseum.com

Over 25 exhibitions illustrate the wide variety of styles and contents of photobooks from around the world. Of these, one group (PhotoBookHistory) are historical overviews. Another group of exhibitions focus on outstanding examples of current photobooks (NewDocuments). Developed by Markus Schaden, PhotoBookStudies are a completely new way of approaching the PhotoBookStudies. Plus ProjectWork, SpecialRooms and a substantial array of supporting programs.

 

„SPUREN DER MACHT“ ART FOYER der DZ BANK

Der Soziologe Max Weber definiert Macht als „Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht.“

Die Ausstellung SPUREN DER MACHT zeigt die Folgen dieser Machtausübung. Darin setzen sich verschiedene Künstler mit unterschiedlichen Herangehensweisen mit sozial-politischen Ereignissen, Strukturen und Systemen auseinander, die in Konflikte, Krieg und Gewalt münden. Die Darstellung von Gewalt ist nicht deren gleichzeitige Bejahung, sondern vielmehr ist es gerade das Entsetzen gegenüber gewalttätigen Vorgängen in der Gesellschaft, das die Künstler dazu veranlasst, Gewalt zu thematisieren. Es sind Bilder, die den Betrachter erschrecken und beunruhigen, ihn aber auch durch Erinnerungsbilder täuschen können.

Vom 5. September bis 22. November 2014 sind rund 90 fotografische Werke von 18 international renommierten Künstlerinnen und Künstlern aus 11 Ländern im ART FOYER der DZ BANK Kunstsammlung in Frankfurt zu sehen.

Vertreten sind Arbeiten von Christian Boltanski, René Burri, Magdalena Jetelová, Barbara Kruger, Marie-Jo Lafontaine, Edgar Lissel, Robert Longo, Teresa Margolles, Paulo Nozolino, Paul Pfarr, Thomas Ruff, Andres Serrano, Santiago Sierra, Taryn Simon und Manit Sriwanichpoom sowie die neu für die Ausstellung erworbenen Werke von Richard Mosse, Andreas Mühe und Joscha Steffens.

Richard Mosse Of Lilies and Remains (Busurungi & Hombo), 2012 Aus der Serie: INFRA

Richard Mosse (*1980, Kilkenny/Irland) berichtet als Beobachter aus dem Kongo, wo er sich unterschiedlichen Rebellengruppen angeschlossen hat. Neben aufwühlenden Aufnahmen des gewalterfüllten Alltags der Menschen entstehen großformatige, ruhige Landschaftsaufnahmen und Stillleben, die in irritierendem, kitschigem Pink eingefärbt sind. Mosse nutzt dafür Filmmaterial, das Infrarotfrequenzen sichtbar macht und entwickelt wurde, um Tarnungen in der Landschaft zu entdecken.

Andreas Mühe Unbekannt 43 I, 2012 Aus der Serie: Obersalzberg

Andreas Mühe (*November 1979, Chemnitz) „entmachtet“ uniformierte Männer in Nazi-Posen. In seiner Serie „Obersalzberg“ lässt er sein Objektiv „von oben herab“ auf seine Protagonisten herabblicken. Weiterlesen

Larry Clark – Tulsa & Teenage Lust

Teenage kicks: Larry Clark’s most controversial photography – in pictures

Before he was a controversial film-maker, Larry Clark was a controversial photographer, recording his teenage life of drugs and addiction in Tulsa (1971) and Teenage Lust (1983). Now an Amsterdam gallery is bringing together images from both photobooks.  On show until 12 September at FoamRead more about the exhibition.

Sean O’Hagan on Larry Clark’s photographs: ‘Once the needle goes in, it never comes out’

 

Berlin – Newton Foundation

Helmut Newton » 
Alice Springs (June Newton) »
5 Jun – 6 Nov 2014
Im Juni 2014 feiert die Helmut Newton Stiftung ihr zehnjähriges Bestehen. Als Eröffnungsausstellung bestimmte Helmut Newton damals, kurz vor seinem Tod, „Us and Them“ und „Sex and Landscapes“. Nun, zum Jubiläum zehn Jahre später, wählt die Stiftungspräsidentin June Newton (alias Alice Springs) die gleiche Kombination.

„Us and Them“ ist ein gemeinsames Ausstellungs- und Buchprojekt. Inhaltlich ist es eine Art photographisches Tagebuch ihres Zusammenlebens und beinhaltet gegenseitige, teilweise intime Porträts und Selbstporträts sowie Aufnahmen von Schauspielern, Künstlern und anderen Prominenten der Zeit. 

Die Ausstellung „Sex and Landscapes“ vereint großformatige Landschaftsaufnahmen und Akte in Schwarz-Weiß und Farbe, entstanden zwischen 1974 und 2001.  www.helmutnewton.com

Helmut Newton Blonde and TV Hotel Gallia, Milan, 2002 © Helmut Newton Estate

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Face to Face | vhs photogalerie, Stuttgart

Face to Face
Das Menschenbild in der Sammlung photographers:network 2004-2013
5. Juni bis 27. Juli 2014
Vernissage: Mittwoch, 4. Juni 2014, 19.30 Uhr

Ursula Tarasiewicz: Legendy 3, 2010

2013 feierte das Projekt “photographers network”, das der freischaffende Künstler Thomas Kellner einst ins Leben gerufen hat, seinen zehnten Geburtstag. Mit dem Ziel, ein Netzwerk unter Kollegen aufzubauen, eine gegenseitige Förderung und Entwicklung sowie einen stets wechselnden Austausch unter Künstlern zu schaffen, investiert er bereits seit zehn Jahren viel Engagement in sein Vorhaben. Und das mit Erfolg! Die jährlich stattfindenden Treffen, zu denen Kellner seine Kollegen aus der ganzen Welt einlädt, haben schon so manche überraschend frische und außergewöhnliche Ausstellung hervorgebracht.

Lili Almog: Perfect Intimicy, Outdoor portrait

Eine sachkompetente Jury, bestehend aus Journalisten, Galeristen und Kuratoren, wählt dabei die besten Arbeiten aus, vergibt einen Portfoliopreis und nominiert eine Einzelausstellung. So erlangen die Teilnehmer einen größeren Bekanntheitsgrad und profitieren von gegenseitigen Erfahrungen und Ideenreichtum.

Charles Mintz: Kansas City State, Community College, 2013

Zum Jubiläum seines Projektes blickt Thomas Kellner auf die letzten zehn Jahre zurück und beschäftigt sich mit der Frage, ob seine Maßnahme Spuren hinterlassen hat. Wie hat sich das Projekt auf seine Kollegen ausgewirkt, auf ihre Werke? Wie äußert sich solch eine Ansammlung an Kreativität und die Vielfalt der Ideen in den Bildern? In der diesjährigen Ausstellung werden die besten Arbeiten der letzten zehn Jahre gezeigt. Im Vordergrund steht der Mensch, ein emotionales Wesen, in dessen Gesicht man die Spuren des Lebens, die Spuren der Vergangenheit lesen kann: “face-to-face”.

 

Max de Esteban: Elegies of Manumission 1, 2010

vhs photogalerie
Rotebühlplatz 28 . 70173 Stuttgart
T +49 (0)711-1873790
ruediger.floege@vhs-stuttgart.de
www.vhs-photogalerie.de
Mo-Sa 8-23 Uhr, So 9-18 Uhr