ROBERT MORAT GALERIE

Henrik Spohler “In Between”
Exhibition: 21 January to 11 March, 2017

Opening: Friday, 20 January, 7 pm

ROBERT MORAT GALERIE LINIENSTR. 107 10115 BERLIN WWW.ROBERTMORAT.DE

Henrik Spohler: "Containerterminal, Hamburg, Deutschland" aus der Serie "In Between"

 

Henrik Spohker: "Autoverladung im Hafen von Emden, Deutschland" aus der Serie "In Between"

After “0/1 Data Flow” (2004), “Global Soul” (2008) and “The Third Day” (2013), Henrik Spohler’s new photographic project “In Between” is the fourth part of a series on modern traffic of data and goods.

Henrik Spohker: "Lagerhalle in Vilarreal Spanien" aus der Serie "In Between"

“In essence”, says Spohler in conversation with author and curator Peter Lindhorst on the occasion of the presentation of the work during the last Triennial of Photography in Hamburg, “it is about the almost absurd omnipresence of goods – as a sign of globalization. If you order a pair of slippers online today, you will find them on your doorstep tomorrow, no matter whether they were made in Taiwan or South Tyrol. Goods, raw material and industrial products are available almost everywhere and at any time. World-wide logistics have become the backbone of business. The project investigates places of transit. Interfaces of logistics such as ports and freight airports or facilities that have formed along trade routes. Areas corresponding only to economic needs, void of any reference to place, continent or country. The photographs show the backside of industrial production and economic activity, seemingly fictional images of nameless places.”

Henrik Spohler, born 1965, studied at Folkwang School in Essen, has been working as a freelance photographer in Hamburg since 1993 and teaches as a professor at the Berlin School of Technology and Economics. Spohler’s work is found in important collections, both public and private. The book to the series “In Between” has been published by Hartmann project.

Henrik Spohker: "Lagerung von leeren Containern, Bilbao, Spanien" aus der Serie "In Between"

 

Henrik Spohler
“In Between”

Ausstellung: 21. Januar bis 11. März 2017
Eröffnung: Freitag, 20. Januar, 19 Uhr

Nach “0/1 Data Flow” (2004), “Global Soul” (2008) und “The Third Day” (2013) versteht sich Henrik Spohlers neues fotografisches Projekt “In Between” als der vierte Teil einer Serie zum modernen Daten- und Warenverkehr.

“Im Grunde”, so Spohler im Gespräch mit dem Autoren und Kurator Peter Lindhorst anlässlich der Präsentation der Arbeit während der letzten Triennale der Fotografie in Hamburg, ”geht es um die fast schon absurde Omnipräsenz von Waren – als ein Zeichen der Globalisierung. Wer heute online ein Paar Pantoffeln bestellt, findet sie bereits morgen vor der eigenen Haustür. Egal, ob sie in Taiwan oder Südtirol hergestellt wurden. Waren, Rohstoffe und Industriegüter sind nahezu überall und zu jeder Zeit verfügbar. Die weltumspannende Logistik ist zum Rückrat von Wirtschaft geworden. Das Projekt untersucht Orte des Transits. Schnittstellen der Logistik wie Häfen und Frachtflughäfen, oder Anlagen und Areale, die sich entlang von Handelswegen gebildet haben. Gebiete, die nur dem wirtschaftlichen Funktionieren entsprechen. Orte, die isoliert betrachtet keinen Hinweis auf Länder oder Kontinente geben. Die Fotografien zeigen die Rückseiten industrieller Produktion und wirtschaftlichen Handelns. Es entstehen fiktional anmutende Motive von namenlosen Orten.”

Henrik Spohler, Jahrgang 1965, studierte an der Folkwang Schule in Essen, arbeitet seit 1994 als freier Fotograf in Hamburg und unterrichtet als Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Spohlers vielfach ausgezeichnete Arbeiten finden sich in wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen. Das Buch zur Serie “In Between” ist bei Hartmann projects erschienen.

 

Henrik Spohker: "Zufahrt zum Containerterminal, Insel Yangshan, China" aus der Serie "In Between"

 

Eyes On – Monat der Fotografie Wien

 Eyes On Opening: Montag, 24. Oktober 2016, mit den Ausstellungseröffnungen Looking for the Clouds im MUSA (19 Uhr) und Das böse Wien der Sechzigerin der Wienbibliothek im Rathaus (19:45 Uhr), ab 20 Uhr Eröffnungsparty in der Volkshalle im Rathaus.

Das gesamte Program mit mehr als 150 Ausstellungen: www.eyes-on.at

Camera Work – Jimmy Nelson

Jimmy Nelson

Before They Part II

Ausstellung vom 15. Oktober bis 19. November 2016
Artist Talk und Signierstunde am Samstag um 14 Uhr

Jimmy Nelson · Hakahau · Ua Pou · Marquesas Islands · French Polynesia · 2016

Ab Samstag ist die mit Spannung erwartete Ausstellung »Before They Part II« von Jimmy Nelson geöffnet. Nach der international erfolgreichen Ausstellung »Before They Pass Away« im Jahr 2014 hat Jimmy Nelson sein Lebenswerk fortgesetzt und weitere faszinierende indigene Völker porträtiert. Alle Arbeiten werden zum ersten Mal präsentiert und wurden noch nie zuvor ausgestellt.

Am Samstag um 14 Uhr findet ein Artist Talk mit anschließender Signierstunde mit Jimmy Nelson in der Galerie CAMERA WORK statt.

Jimmy Nelson · Longhorn Miao · SuoJia · Miao Village · China 2016 Jimmy Nelson · Te Pua O Feani · Atuona · Hiva Oa · French Polynesia · 2016 Jimmy Nelson · LangDe · Miao Village · China · 2016 Jimmy Nelson · Ua Pou · Marquesas Islands · French Polynesia · 2016

 


»Einzigartig« umschreibt die von Jimmy Nelson Porträtierten in vielerlei Hinsicht am treffendsten: Derart unvergleichlich faszinierend sind die von Jimmy Nelson porträtierten Stämme. Die Stammesvertreter der letzten indigenen Völker auf der Erde sind die Protagonisten seiner Fotografien. Die Arbeiten gehen weit darüber hinaus, die vage Vorstellung der Öffentlichkeit über deren Existenz mit einem nüchternen visuellen Beleg zu bedienen. Jimmy Nelson schafft mit seiner epochalen Serie ein Bewusstsein für die faszinierende Vielfalt der kultur- und geschichtsträchtigen Symbole dieser Völker, die Zeugenschaft über deren Riten, Bräuche und Traditionen abliefern. Nach dem Fertigstellen des ersten Teils der Serie »Before They Pass Away« bereiste Jimmy Nelson noch weitere Länder der Erde – von Tahiti über den Sudan bis nach China – um mehr von den faszinierenden Stämmen zu lernen und Portraits zu erschaffen, wie es noch kein anderer Fotokünstler zuvor getan hat.
Über Jimmy Nelson
Jimmy Nelson wurde 1967 in Kent geboren und ist seit 1987 als Fotograf tätig. Bereits nach seinem Schulabschluss durchquerte er zu Fuß auf einer einjährigen Reise Tibet und ermöglichte mit seinem fotografischen Tagebuch der Öffentlichkeit Einblicke in ein bisher unzugängliches Land. Einer Vielzahl an aktuellen kulturellen Themen, mit deren fotografischer Dokumentation er betraut war, schloss 1994 das 30-monatige Projekt »Literary Portraits of China« an. Die Werke wurden nach Abschluss zunächst im Palast der Republik auf dem Tiananmenplatz präsentiert und begründeten eine weltweite Ausstellungstour. Neben seiner erfolgreichen Tätigkeit als professioneller Werbefotograf, vertiefte Nelson diesen ethnologischen Ansatz seiner künstlerischen Arbeit. Das einzigartige visuelle Resultat seiner Arbeit mit einer über 50 Jahre alten Plattenkamera von 13 Reisen in über 40 Ländern mündete durch die überwältigende internationale Resonanz schließlich in seiner monumentalen Serie »Before They Pass Away«, die er mit »Before They Part II« fortsetzte. Er setzte somit den indigenen Völkern ein Denkmal und lenkte die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf ihre gefährdete Existenz. Jimmy Nelsons Enthusiasmus, mit dem er seine Arbeit verfolgt, speist sich nicht aus einer rein dokumentarischen Intention. Er versteht sich nicht als Wissenschaftler, der sich um Fakten bemüht. Er ist Romantiker, Idealist, Ästhet: Erst aus dem Zusammenspiel all dieser Blickwinkel entsteht das in seiner Ikonografie und Stilistik faszinierende Werk. »Before They Pass Away« wurde 2013 in ein imposantes und gleichnamiges Fotobuch (teNeues) gefasst, welches mit dem Goldenen Deutschen Fotobuchpreis 2014 ausgezeichnet wurde.

Christian Höhn » WERKSCHAU

Christian Höhn » WERKSCHAU
22. September bis 5. November 2016
Galerie LS LandskronSchneidzik
Lorenzer Str. 31, 90402 Nürnberg[http://www.galerie-ls.de]Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr

Christian Höhn
Tokio II, 2013
Lightjetprint, Diasec
153,3 x 207 cm
Christian Höhn
Gornergrat, 2014
Duratrans, Diasec
LED backlit
135,9 x 173 x 14 cm

Christian Höhn
“WERKSCHAU”

Exhibition: 22 September – 5 November, 2016

For many years, Christian Höhn’s work has focused on various urban topics. Images presented in this show include large-scale acrylics and light boxes from different work series created in the past 15 years.

One Station – Railway stations in literature
Megacities – A series now comprising over 50 works from cities all over the world
Dubai Monuments – Images taken during the time of the financial crisis when construction in Dubai was halted

Some of these photographs have been exhibited both nationally and internationally in public institutions, museums and galleries.

Publications:

One Station – Poesie der Bahnhöfe, Verlag für moderne Kunst
https://vfmk.org/shop/one-station

China Megacity, Verlag für moderne Kunst
https://vfmk.org/shop/china-megacity

Christian Höhn
Dubai VI, 2012
Lightjetprint, Diasec
156,7 x 198 cm

Christian Höhn
“WERKSCHAU”

Ausstellung: 22. September bis 5. November 2016

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Christian Höhn mit unterschiedlichen urbanen Themen. In dieser Schau werden u.a. großformatige Acrylarbeiten und Leuchtkästen aus verschiedenen Werkreihen der letzten 15 Jahren gezeigt.

One Station – Bahnhöfe aus der Literatur.
Megacities – Diese Reihe umfasst inzwischen über 50 Arbeiten internationaler Städte.
Dubai Monuments – Entstand zur Zeit der Finanzkrise, als die Bautätigkeit in Dubai ruhte.

Einige der Fotografien wurden national und international in öffentlichen Häusern und Galerien ausgestellt.

Publikationen:

One Station – Poesie der Bahnhöfe, Verlag für moderne Kunst
https://vfmk.org/shop/one-station

China Megacity, Verlag für moderne Kunst
https://vfmk.org/shop/china-megacity

Christian Höhn
Dubai Monuments V, 2012
Lightjetprint, Diasec
106,5 x 133,1 cm
Christian Höhn
Rio de Janeiro III, 2011
Duratrans, LED-Leuchtkasten
109 x 145,5 x 11 cm

Photoszene-Festival 2016

In der Haupt-Veranstaltungswoche rund um die Photokina noch bis zum 25. September 2016 sind mehr als 100 Fotografieausstellungen im gesamten Stadtgebiet zu besuchen. An diesem Wochenende auch in Bonn, u.a. Elf Perspektiven – Zeitgenössische Fotokunst

www.photoszene.de

Andreas Gefeller – BLANK CLOSE UPS -Thomas Rehbein Galerie, Köln

Andreas Gefeller » BLANK CLOSE UPS

In der fünften Einzelausstellung von Andreas Gefeller in der Thomas Rehbein Galerie in Köln werden neue Arbeiten aus seiner Serie Blank gezeigt, in denen er seinen Blick betont auf Details im urbanen Raum richtet. Gerade im Hatje Cantz Verlag erschienen, wird außerdem Andreas Gefeller’s neues Buch Blank in der Ausstellung präsentiert.

Thomas Rehbein Galerie
15 Apr – 28 May 2016
Thu 14 Apr 18:00 – 22:00
www.rehbein-galerie.de

Andreas Gefeller: FR 17, from Blank, 2013, 150 x 119 cm, inkjet print, framed

Andreas Gefeller
“Blank Close Ups”

Ausstellung: 15. April bis 28. Mai 2016
Eröffnung: Donnerstag, 14. April, 18–22 Uhr

Für die Selbstbeschreibung unserer Gegenwart werden Schlüsselbegriffe wie “digitale Bilderflut”, “Informationsflut” und “Reizüberflutung” gehandelt. Geprägt von einer beschleunigten Wahrnehmung, die uns der Alltag diktiert, fällt es nicht leicht, sich auf eine Sache zu konzentrieren und unsere Sehgewohnheiten für eine Vielfalt an Wahrnehmungsmöglichkeiten zu schärfen.

Andreas Gefeller’s Bilder der Serie Blank ermöglichen, einen Moment innezuhalten und den Blick zu entschleunigen. Mit den Techniken der digitalen Fotografie gelingt Andreas Gefeller eine Darstellung von der Wirklichkeit, die auf die Grenzen des Sehens verweist. Die Arbeiten der Serie Blank offenbaren Details und Zusammenhänge, die die nächtliche Dunkelheit vor unseren Augen normalerweise verbergen würde. Gleichzeitig werden die Bilder zu Metaphern für die Erscheinungen des Informationszeitalters. Die mit Bildern, Informationen und einem unreflektierten Konsum überladene Reizwelt unserer modernen Gesellschaft findet ihre bildliche Entsprechung in exzessiven Überbelichtungen.

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For the self-description of today’s world, key concepts such as “digital image flood”, “information overload” and “over-stimulation” are used. Characterized by an accelerated perception dictated by daily life, it is not easy to focus on one thing and to sharpen our viewing habits to a variety of perceptual options.

Andreas Gefeller’s works of his series Blank allows one to pause for a moment and to slow down one’s view. Using the techniques of digital photography, Andreas Gefeller creates a representation of reality which points to the limits of human perception. The images in the series Blank reveal details and relationships that the darkness of night normally hides from the naked eye. At the same time his photographs become metaphors for the phenomena of our information age: the image, information and consumption overload of modern society finds its pictorial equivalent in excessively overexposed photographs.

The fifth solo exhibition of Andreas Gefeller at the Thomas Rehbein Gallery will present new works of his series Blank in which the photographer’s eye focuses increasingly on details in urban space. Furthermore Andreas Gefeller’s new book Blank, recently published by the Hatje Cantz Verlag, will be presented in the exhibition.

Andreas Gefeller: IP 18, aus Blank, 2014, 150 x 136 cm, Inkjetprint, gerahmt

Andreas Gefeller: Andreas Gefeller: IP 18, from Blank, 2014, 150 x 136 cm, inkjet print, framed
Andreas Gefeller: Blank
Hatje Cantz Publishers, 2016
Hardcover with book jacket
29 x 32 cm
128 pages
ISBN 978-3-7757-4116-3

9. Darmstädter Tage der Fotografie

Save the date – 22. – 24. April. Die 9. Darmstädter Tage der Fotografie bieten erneut Ausstellungen an 10 Orten in Darmstadt – vom Museum Künstlerkolonie über die Centralstation bis zur Kunsthalle. Über 40 internationale Künstler und Fotografen sind mit ihren Werken vertreten.

Find english version below

Hauptausstellung im Designhaus
Die Hauptausstellung im Designhaus zeigt Arbeiten von Künstlern, die sich mit dem Wahrheitsanspruch des Mediums Fotografie, mit seinen neuen technischen Möglichkeiten im digitalen Zeitalter und dem Begriff des Fotografischen auseinandersetzen. Vom Ausloten der Grenzen dessen, was noch als fotografisches Bild wahrgenommen wird, bis hin zu behaupteten Referenzen zur Realität reicht das Spektrum der hier vertretenen Serien. Mit dabei sind u.a. Phillip Toledano (USA), Thomas Ruff (D), Xu Yong (CHN), Viktoria Binschtok (D) und Georg Brückmann (D). Hier geht es zur vollständigen Künstlerliste 


Merck-Preis-Kandidaten im Museum Künstlerkolonie

Die drei für den Merck-Preis nominierten Fotografen Stephanie Gudra, Alexander Gehring und Michel Le Belhomme präsentieren ihre Arbeiten im Museum Künstlerkolonie. Die anderen Künstler des DTDF-Rahmenprogramms werden in Kunst- und Kulturinstitutionen, verteilt über die ganze Stadt, gezeigt. Zur Übersicht, wer an welchen Orten zu sehen ist, geht es hier: Ausstellungs-Übersicht
Für die Wegstrecken zwischen den Ausstellungsorten steht allen Besuchern ein individueller Shuttleservice zur Verfügung.

 

Internationales Symposium am Samstag
Beim Symposium der Darmstädter Tage der Fotografie (Samstag, 23.4.) erläutern Künstler und Experten ihre Position zum Festivalthema. Wir freuen uns, mit Boris von Brauchitsch (D), Phillip Toledano (USA), Mark Farid (GB), Nadine Wietlisbach (CH) und Viktoria Binschtok (D) ein vielseitiges Vortragsprogramm bieten zu können. 
Eine Diskussionsrunde am Nachmittag komplettiert die Veranstaltung, die von Prof. Dr. Kai Buchholz (h_da Hochschule Darmstadt) moderiert wird. Das komplette Programm des Symposiums und der begleitenden Ausstellung in der Hochschule am Fachbereich Gestaltung finden Sie hier: Information zum Symposium

Jetzt online Karten für das Symposium kaufen (Euro 15.- / 10 .- erm.) 

 

Künstlerdinner am Samstagabend
Nach dem Symposium bieten die Darmstädter Tage der Fotografie einen weiteren Höhepunkt: Das traditionelle Künstlerdinner im Saal der Centralstation. Für 35 Euro (3-Gänge-Buffet und Getränke, 19 bis 21 Uhr) können sich Besucher eines der limitierten Tickets sichern und gemeinsam mit den teilnehmenden Festivalkünstlern und dem Team der DTDF speisen und anstoßen. Nach 21 Uhr wird der Saal zur Lounge mit Musik und Drinks – Eintritt frei.

Hier Ticket für das Dinner kaufen


English version: 

Dear friends and followers of the Darmstaedter Tage der Fotografie,

just six weeks to go and we are going to celebrate the festival’s 9th edition from April 22nd to 24th with this year’s theme “Projection – Photographic Assertions”. At 10 places in Darmstadt there will be offered a varied program with exhibitions, presentation of the Merck-Award, talks, lectures, workshops and guided tours along the weekend. And of course, once again we will be joining together with our guests for a dinner and an after show party.

Save the date – 22nd – 24th of April! We’re looking forward to having you here!

There will be series of more than 40 artists and photographers from 13 countries shown in 10 exhibition venues: between Museum Künstlerkolonie, Centralstation and Kunsthalle Darmstadt.

Main Exhibition at Designhaus Darmstadt
The main exhibition will take place at Designhaus Darmstadt, showing internationally known artistic positions dealing with the truth claim of photography, with its new technological possibilities in our digital age and at least they’re questioning the term of photography itself. These photographic series explore the boundaries of the media or doing assertions as references to reality – this is the variety shown in this group exhibition. Participating artists will be – amongst others – Phillip Toledano (USA), Thomas Ruff (D), Xu Yong (CHN), Viktoria Binschtok (D) and Georg Brückmann (D). The complete list of all the artists of the show is now accessible online. List of artists

Merck-Award Nominees at Museum Künstlerkolonie
You will find more exhibitions showing 34 artists, who applied for this year’s Merck-Award and have been selected, at 8 other cultural institutions across the city. The 3 photographers nominated for the Merck Award will present their work at Museum Künstlerkolonie (Merck-Award).
Check out online the exhibition places and the artists.

As a number of artists will come to Darmstadt especially for the festival weekend, we are yet very happy to be there with all of you and we are sure, that there will again be an atmosphere of intensive artistic exchange.

Symposium with international lecturers
At the symposium on Saturday (24th) artists, curators and experts will give lectures and discussions of the festival’s theme. We’re very happy to announce the lecturers: Boris von Brauchitsch (D), Phillip Toledano (USA), Mark Farid (GB), Nadine Wietlisbach (CH) und Viktoria Binschtok (D). At the end of the symposium there will be a panel discussion to complete the conference. Moderation by Prof. Dr. Kai Buchholz (h_da Hochschule Darmstadt)

The whole program can be found here: Information zum Symposium

Buy your ticket online: Karten für das Symposium kaufen (Euro 15.- / 10 .- erm.)

Duesseldorf Photo Weekend 2016

12. bis 14. Februar 2016

www.duesseldorfphotoweekend.de

Horst P. Horst: Muriel Maxwell, American Vogue cover, 1 July 1939 © Condé Nast / Horst Estate

Offizielle Eröffnung der Ausstellung “Horst: Photographer of Style

Ausstellung im NRW-Forum:
Donnerstag, 11. Februar, 19 Uhr

Öffnungszeiten der Teilnehmer während des Duesseldorf Photo Weekends:
Freitag, 12 Februar, 18 bis 21 Uhr (gemeinsame Eröffnung)
Samstag, 13 Februar, 12 bis 20 Uhr
Sonntag, 14 Februar, 12 bis 18 Uhr

Portfolio Review 2016:
Samstag, 13. Februar, 11 bis 19 Uhr
www.portfolio-review.de

Zur fünften Edition des Duesseldorf Photo Weekends beteiligen sich mehr als 50 Galerien, Museen, Institutionen und Off-Räume mit einem vielseitigen Programm zum Medium der Fotografie. Nach dem großen Erfolg der letzten Jahre ist das Duesseldorf Photo Weekend zu einem beliebten Bestandteil der Kunst- und Kulturszene Düsseldorfs geworden und findet auch international immer mehr Beachtung. Auch 2016 reicht die Spannbreite der Ausstellungsformate von den Anfängen der Fotografie im 19. Jh. bis hin zu zeitgenössischen Auseinandersetzungen mit dem Medium. Nach dem Eröffnungswochenende sind viele der Ausstellungen noch mehrere Wochen in den Galerien und Instituten zu sehen. Das Duesseldorf Photo Weekend startet traditionell im NRW-Forum Düsseldorf. Dort wird am Donnerstag, dem 11. Februar die Retrospektive von Horst P. Horst, einem der bedeutendsten Modefotografen des 20. Jhs eröffnet. Weiterlesen

Bildhalle Vernissage COLDER / JOURS BLANCS

COLDER / JOURS BLANCS
FOTOGRAFIEN VON THOMAS FLECHTNER
UND FRANÇOIS SCHAER

Bildhalle
Vernissage: Donnerstag 4. Februar ab 18.30h
Die Ausstellung dauert bis 12. März 2016

Thomas Flechtner | Colder, La Chaux de Fonds 1996–2000 | C-Print | 100 x 80 cm | Edition 3 & 1 AP COLDER / JOURS BLANCS

Am 4. Februar eröffnet die Bildhalle die Winterausstellung COLDER / JOURS BLANCS – FOTOGRAFIEN VON THOMAS FLECHTNER UND FRANÇOIS SCHAER. Die beiden grossartigen Schweizer Fotografen haben auf unterschiedliche Weise das Thema des Schnees in ihrem künstlerischen Werk umgesetzt. Beide Künstler werden an der Vernissage anwesend sein.

Schnee. Alles Laute ist plötzlich leise gestellt, kein Verkehrslärm mehr in den Städten, und in den Bergen hört man das «Taktak» der Skilifte durch die Schneeluft gedämpft. Schnee – und die Landschaft ist in eine Grafik verwandelt. Schnee – und plötzlich ist Abstraktion ganz real, ebenso verspielt und schön wie unerbittlich und streng. Diese Ausstellung ist mit Thomas Flechtners Serie «Colder» und François Schaers Arbeit «Jours blancs» der Schneelandschaft, dem Schneelicht, den Schneefarben gewidmet: ihrem Zauber, ihrem Geheimnis, ihrer grossen ästhetischen Kraft. Nadine Olonetzky

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“Staged Confusion” Boris Becker

Boris Becker » Staged Confusion
LVR Landesmuseum Bonn
27 Jan – 20 Mar 2016

Boris Becker ist einer der bedeutendsten deutschen Fotografen der Gegenwart. In einer umfassenden Einzelausstellung im LVR-LandesMuseum zeigt er nun aktuelle Arbeiten aus den letzten Jahren.

Boris Becker: Opernhaus Köln, 2013 © Boris Becker und VG Bild - Kunst Bonn, 2016

Mit der Serie “Staged Confusion” erweitert Boris Becker sein künstlerisches Tätigkeitsfeld um das Thema der scheinbar absoluten Unordnung in privaten, gewerblichen und öffentlichen Räumen. Die Serie präsentiert neueste Arbeiten aus den Bereichen Konstruktion, Landschaft und Architektur. Mit der Untersuchung offensichtlich chaotischer Szenarien in Innen- und Außenaufnahmen vermittelt er die Ambivalenz geordneter und ungeordneter Räume und Situationen.

Michel Comte » Galerie 206

Michel Comte » PERSONALITIES
21. Januar bis 2. April 2016
Eröffnung: Mittwoch, 20. Januar, 18-21 Uhr

Michel Comte: Gisele Bündchen, Vogue Italia, 1999 © Michel Comte/I-Management

Galerie 206
Departmentstore Quartier 206, 1. Floor
Friedrichstr. 71, 10117 Berlin
www.dsq206.com/the-store-features/galerie-206
Mo-Fr 11-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr

Michel Comte: Veruschka, Per Lui, 1990 © Michel Comte/I-Management

Einst von Karl Lagerfeld entdeckt, gehört der Schweizer Michel Comte (1954*) zu den wichtigsten und einflussreichsten Fotografen der Gegenwart. Bekannt wurde er vor allem durch seine Modefotografien, die er für die italienische Vogue, Vanity Fair und GQ machte. Es ist vor allem ein vielschichtiges Frauenportrait, welches er geschaffen hat – von meisterlich inszenierten, aber auch spontanen Momenten. Es sind nicht die Kleider, die im Vordergrund seiner Bilder stehen, sondern die Persönlichkeiten. Damit dokumentierte Comte eine Zeit, eine Generation, die diese in gewisser Weise nicht nur repräsentierte, sondern auch geprägt hat. Vor allem der Aspekt der Wandlungen bleibt in seinem Werk sichtbar. Mit einer eigenen Bildsprache erzählt er in den Fotografien von den Begegnungen mit diesen Persönlichkeiten, die immer auch eine Interpretation der Situation beim Betrachten erlauben.

Michel Comte: Carla Bruni, Vogue Italia, 1996 © Michel Comte/I-Management

Die Ausstellung “PERSONALITIES” – bereits die zweite Präsentation von Michel Comte in der GALERIE 206 – zeigt eine Auswahl stilprägender Bilder der 90er Jahre, die heute bereits Klassiker der Modefotografie geworden sind.

Michel Comte: Isabella Rossellini, Dolce & Gabbana, 1994 © Michel Comte/I-Management

 

 

 

 

 

Sebastião Salgado “Genesis”

 

Sebastião Salgado  |  Genesis  |  Kunstfoyer, München

9 OCT 2015 – 24 JAN 2016

Maximilianstr. 53
80530 München
daily 9:00-19.00 

 

 

GENESIS
© Sebastião Salgado / Amazonas images

 

 

 

Kunstfoyer

GENESIS
© Sebastião Salgado / Amazonas images

Sebastião Salgado
“Genesis”

Exhibition: 9 October 2015 – 24 January 2016

Archaic volcanic landscapes, arctic ice masses, meandering river canyons, moun­tain chains enveloped in mist, primordial rainforests and endless sand dunes – Genesis is a visual homage to the blue planet. In opulent black-and-white photo­graphs, the photographer Sebastião Salgado documents the stunning beauty and rich diversity of intact flora and fauna, as well as indigene peoples. His aesthetically impressive, large format photographic series is the result of an expedition lasting several years, with the goal of heightening people’s awareness for the preciousness of the last untouched corners of the earth. The Genesis project is Sebastião Salgado’s appeal to civilization to preserve part of the planet in all its original and fascinating diversity. Weiterlesen

Deichtorhallen – VISUAL LEADER

VISUAL LEADER 2015
DAS BESTE AUS ZEITSCHRIFTEN UND INTERNET DIE AUSSTELLUNG ZU DEN LEAD AWARDS

Ausstellung: 25. September bis 9. November 2015
Eröffnung: Donnerstag, 24. September, 19 Uhr

 

VISUAL LEADER 2015
Andrew Lubimov, Hooligans, 2014. Aus Vice Nr. 9/2014
nominiert für “Reportagefotografie des Jahres”

 

 

VISUAL LEADER 2015

Das Beste aus Zeitschriften und Internet

Roger Ballen » Thomas Demand » Robert Frank » Roni Horn » Olivier Jobard » Tao Liu » Andrew Lubimov » Richard Prince » Collier Schorr » Cindy Sherman » Thomas Struth » & others

 

Haus der Photographie / Deichtorhallen

Deichtorstr. 1-2, 20095 Hamburg

mail@deichtorhallen.de
www.deichtorhallen.de

VISUAL LEADER 2015
Oliver Jobard, Freiheit oder Tod, aus Geo Nr. 5/2014
nominiert für “Foto des Jahres”

Zum 13. Mal in Folge werden im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg vom 25. September bis zum 9. November 2015 die Nominierten und Gewinner der LeadAwards in der Ausstellung VisualLeader vorgestellt: innovative, beispielgebende Fotos, Magazinbeiträge, Websites und Werbekampagnen, kurz das Beste, was in den letzten zwölf Monaten in deutschen Zeitschriften, Zeitungen und Online-Medien publiziert wurde. Die diesjährige Ausstellung spiegelt die aktuellen Themen und das aktuelle Weltgeschehen wider: Eindrucksvolle Reportagen über das globale Flüchtlingsdrama, bewegende Bilder von den Krisenherden rund um den Globus, aber auch die freudige Euphorie bei Großereignissen wie der Fußball-WM oder dem Mauerfalljubiläum berühren den Betrachter. »Selten war so viel Emotion in den Bildwelten wie diesmal«, urteilt Jury-Vorsitzender Markus Peichl. Weiterlesen

ART FOYER DZ BANK

 

Die aktuelle Ausstellung der DZ BANK Kunstsammlung “Déjà-vu in der Fotokunst”

Ausstellung: 15. September bis 21. November 2015
Eröffnung: Montag, 14. September, 19 Uhr

 

 

Déjà-vu in der Fotokunst
Claudia Angelmaier
Drei Lindenbäume, 2004

 

 

 

Déjà-vu in der Fotokunst

Claudia Angelmaier » Johannes Brus » Victor Burgin » Jose Dávila » Elger Esser »Christiane Feser » Günther Förg » Beate Gütschow » Axel Hütte » Delia Keller »Annette Kelm » Gerd Kittel » Louise Lawler » Sherrie Levine » Timm Rautert » Evelyn Richter » Georges Rousse » Andres Serrano »

Platz der Republik
60265 Frankfurt (Main)

069-7447 99144

kunst@dzbank.de
www.dzbank-kunstsammlung.de

Tue-Sat 11-19

Déjà-vu in der Fotokunst
Timm Rautert
New York (Wellington Hotel), 1969
Aus der Serie: New York

“Déjà-vu in der Fotokunst”

Ausstellung: 15. September bis 21. November 2015
Eröffnung: Montag, 14. September, 19 Uhr

Die aktuelle Ausstellung der DZ BANK Kunstsammlung “Déjà-vu in der Fotokunst” zeigt rund 50 Arbeiten von 18 zeitgenössischen Fotokünstlern aus fünf Ländern, die sich motivisch oder inhaltlich auf bekannte Bilder der Kunstgeschichte beziehen. Weiterlesen

Eröffnung des Fotofestivals MA-LU-HD

6. Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg // 18.9. – 15.11.2015
Save the date – 17.9. feierliche Eröffnung des Fotofestivals!

Am Donnerstag, den 17. September um 19:00 Uhr, findet die Eröffnung des diesjährigen Fotofestivals mit dem Titel [7P] – [7] Orte [7] Prekäre Felder im Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen statt. Hierzu laden das Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg und der Kurator Urs Stahel herzlich ein!

Mit den Artist Lectures präsentiert das Fotofestival ein aufregendes Format im Rahmen des Eröffnungswochenendes: International renommierte KünstlerInnen halten Vorträge und vermitteln auf diese Weise spannende Einsichten ihre künstlerische Arbeit. So beispielsweise Julika Rudelius, Thomas Hirschhorn, Rico Scagliola & Michael Meier, George Legrady, Jules Spinatsch, Ilit Azoulay, Paolo Woods & Gabriele Galimberti.

Detaillierte Informationen zum umfangreichen Festivalprogramm erhalten Sie auf der Homepage.

pavlov’s dog

Kirill Golovchenko

OTPUSK – Out of the Blue

Eröffnung: 6. August 2015, 19-21h


picasso on the beach, 2014, 30 x 45 cm, Plattendirektdruck auf Dibond aluminium, Edition of 5 + 2 AP 

Kirill Golovchenko zeigt in der Ausstellung OTPUSK – Out of the Blue Farb- und Bildkontraste, die den Familienalben vergangener Tage entnommen zu sein scheinen – aus Zeiten, in denen die Sonne Erinnerungen in unser Leben brannte. Es sind Bilder, die einer anderen Zeit angehören, aber dennoch im Jetzt zu finden sind.

Das Unsichtbare, das Verdeckte und gleichzeitig das Spiel, selbst unsichtbar und verdeckt zu sein, um den Schutz geniessen und sich verstecken zu können, um die Momente aufzusaugen – das macht diesen eigenen, sensiblen Spannungsbogen aus.

Der Brennpunkt liegt ganz im Alltäglichen: Skurrile Szenen, Strandwirklichkeiten, Unbekümmertheit, Abziehbilder der Momente.

Der Kreis des Schwimmreifens, der seiner Funktion enthoben wurde, gibt den Blick frei. Ein rundes Zeitfenster tut sich auf und dort, wo große ukrainische Fotografen, wie Boris Mikhailov, ihre Spuren hinterlassen haben, nimmt Kirill Golovchenko sie wieder auf und führt uns in seine persönliche Realität und Wahrnehmung. Das Meer ist immer noch indigoblau, manchmal türkis und im Sommer voller komischer Geschichten in extremen Farbkontrasten. Schon seine vorherigen Arbeiten, wie KACHALKA – Muscle beach, enthielten die Farbe Blau als zentrales Farbmotiv.

In einer Zeitspanne von 2012 bis 2013 arbeitete Kirill hingegen an der Serie OTPUSK. Er schreibt dazu: „Als Kind habe ich viel Zeit am Strand verbracht. Im Sommer waren wir ständig in einer Ferienwohnung am Meer. Die Serie OTPUSK habe ich an den Stränden vom Schwarzen Meer aufgenommen. Dort, wo ich aufgewachsen bin. Es ist ein tolles Gefühl am Meer zu sein: beruhigend und bedrohlich zugleich. Das Leben am Strand ist vielfältig. Strand ist ein universales Sujet und in diesem Fall Teil der ukrainischen Kulturlandschaft. Es ist eine Herausforderung, ungewöhnliche Bilder im Gewöhnlichen zu finden. “

Nadine Ethner

Kirill Golovchenko (geboren 1974 in Odessa, Ukraine) studierte von 2002 bis 2007 Fotografie und Design bei Barbara Klemm und Kris Scholz an der Hochschule Darmstadt. Für seine künstlerische Arbeit erhielt Kirill Golovchenko unter anderem folgende Preise: European Publishers Award for Photography, 2014; European Photo Exhibition Award; Abisag-Tüllmann-Preis, 2013; Dokumentarfotografie Förderpreis der Wüstenrot Stiftung, 2007. Ausstellungen: Deichtorhallen, Haus der Photographie, Hamburg; Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen, 2015; Museum Folkwang, Essen; The Nobel Peace Center, Oslo, 2014; Photoville, New York City; Belo Horizonte, Brasilien, 2013; Württembergischer Kunstverein, Stuttgart, 2012; Dortmunder-U, Dortmund; Goethe-Institut Paris, 2011; Photomuseum Braunschweig, 2010; Photo España, Madrid, 2009; Uferhallen, Berlin; Kunstverein Ludwigshafen, 2008; Designhaus Darmstadt, 2007. Bücher: Bitter Honeydew, Kehrer Verlag; Arbeitsbuch, Selbstverlag; Kotlovan, Kehrer Verlag; 7km – Field of Wonders, Snoeck, 2009; Totalniy Futbol, Edition Suhrkamp, 2012; Kachalka, Kehrer Verlag (Deutschland), 2012.

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To be announced

Opening: 6th of August 2015, 7pm

Kirill Golovchenko

OTPUSK – Out of the Blue


black magic, 2014, 30 x45 cm, Plattendirektdruck auf Dibond aluminium, Edition of 5 + 2 AP

In OTPUSK – Out of the Blue, Kirill Golovchenko is exhibiting pictures containing colours and contrasts that seem to have been lifted straight from vintage family photo albums – from a time when the sun was etching our memories into our brains. These pictures are seemingly from another time, yet are to be found in the here and now.
The invisible and the veiled, along with the playfulness of being invisible and cloaked oneself, the indulgence and security through which invisibility allows us to bask in these moments – that is precisely what creates this very peculiar emotional tension. The mundane is sharply in focus: scenes of whimsy, real life on the beach, utter insouciance, like decals of a certain moment.
The round rubber ring, while expunged of it customary purpose, unveils the gaze. A circular window into Ukrainian photography’s past, in which great photographers like Boris Mikhailov have left their traces. Kirill Golovchenko tracks them and leads us into his very own point of view and perception.
The sea is still indigo blue or sometimes turquoise, and during Summer, full of silly stories and extreme contrasts of colour. His past work already had the colour blue as its central motif, as in KACHALKA – Muscle Beach.
Kirill worked on his series OTPUSK form 2012 to 2013.
In his own words: “I’ve spent a lot of time on the beach when I was a kid. We spent most summers in an apartment near the sea. I photographed OTPUSK on the beaches of the Black Sea where I grew up. Being at the sea feels great: simultaneously soothing and menacing. Life on the beach is diverse. The Beach is a universal subject and in this case, part of the Ukrainian cultural landscape. To find unusual images in the commonplace is a challenge.”
Nadine Ethner

Kirill Golovchenko (born 1974 in Odessa, Ukraine) studied photography and design under Barbara Klemm and Kris Scholz at Hochschule Darmstadt, 2002 to 2007. Kirill Golovchenko has been awarded among others: European Publishers Award for Photography, 2014; European Photo Exhibition Award; Abisag-Tüllmann-Preis, 2013; Dokumentarfotografie Förderpreis der Wüstenrot Stiftung, 2007.

Exhibitions: Deichtorhallen, Haus der Photographie, Hamburg; Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen, 2015; Museum Folkwang, Essen; The Nobel Peace Center, Oslo, 2014; Photoville, New York City; Belo Horizonte, Brasilien, 2013; Württembergischer Kunstverein, Stuttgart, 2012; Dortmunder-U, Dortmund; Goethe-Institut Paris, 2011; Photomuseum Braunschweig, 2010; Photo España, Madrid, 2009; Uferhallen, Berlin; Kunstverein Ludwigshafen, 2008; Designhaus Darmstadt, 2007.

Bibliography: Bitter Honeydew, Kehrer publishers; Arbeitsbuch, self-published; Kotlovan, Kehrer publishers; 7km – Field of Wonders, Snoeck, 2009; Totalniy Futbol, Edition Suhrkamp, 2012; Kachalka, Kehrer publishers, 2012.

DIE IDEE DER LANDSCHAFT

Die DZ BANK Kunstsammlung zeigt die zeitgenössische Auseinandersetzung internationaler Fotokünstler mit dem Motiv der Landschaft

Elger Esser_Ninfa-Euneika

Landschaft entsteht im Kopf. Beim Betrachten von Landschaftsbildern werden individuelle Erinnerungen an Landschaft oder auch kollektiv abgespeicherte Landschaftsvorstellungen abgerufen: Bergmassive und sanfte Hügel, Flüsse und Meer, Wolkenformationen und Bäume.

In der aktuellen Ausstellung der DZ BANK Kunstsammlung „Die Idee der Landschaft“, die vom 26. Juni bis 5. September 2015 im Rahmen von RAY 2015 im ART FOYER gezeigt wird, geht es nicht um die reale Abbildung der Natur, sondern um die Verbildlichung von Gedankenwelten und eine Wirklichkeit, die durch artifizielle Mittel geschaffen wird.

Landschaft ist in den rund 80 Arbeiten von 18 zeitgenössischen Fotokünstlern aus acht Ländern zwar stets Referent des fotografischen Prozesses, doch das bildnerische Ergebnis lässt den vermeintlichen Realitätsbezug der Fotografie hinter sich und verweist darauf, dass jede Abbildung der Realität Abstraktion und Interpretation derselben ist.

Zu sehen sind im ART FOYER Arbeiten von Künstlern der Sammlung sowie Neuerwerbungen von David Armstrong, Olivo Barbieri, Lothar Baumgarten, Caroline Dlugos, Elger Esser, Luigi Ghirri, Rodney Graham, Beate Gütschow, Dan Holdsworth, Andrej Krementschouk, Andreas Mühe, Simone Nieweg, Detlef Orlopp, Jorma Puranen, Heinrich Riebesehl, Adrian Sauer, Stephan Schenk und Anna Vogel.

Das Triptychon „La Gran Sabana” von Lothar Baumgarten (*1944 in Rheinsberg) zeigt die wilde Landschaft der Jahrmillionen alten Hochfläche in Venezuela mit einem tafelförmigen Bergmassiv im Zentrum. Entscheidend für die Arbeiten des Beuys-Schülers und viermaligen Documenta-Teilnehmers sind die diskursive Einlassung auf einen Ort und der Bezug auf dessen Ethnologie.

Wie gemalt wirkt die direkt auf Aluminium gedruckte und mit Shellack versiegelte Fotografie der historischen Gartenanlage von Ninfa. Der in Rom aufgewachsenen Becher-Schüler Elger Esser (*1967 in Stuttgart) beschwört die mythische Szenerie der Nymphen herauf, jenen Flussgottheiten aus der griechischen Mythologie, denen die ursprüngliche Tempelanlage gewidmet war.

Rodney Graham (*1949 in Matsqui/British Columbia) hat seine Arbeiten von auf den Kopf gestellten Eichen wie Auftragsporträts von einem Fotografen anfertigen lassen. Eigenschaften wie Verwurzelung, Standhaftigkeit, Unerschütterlichkeit, die der Mensch der Eiche zuschreibt, werden von Graham sinnbildlich auf den Kopf gestellt. Mit der Ähnlichkeit der Äste und seiner Wurzeln verweist der Künstler auch darauf, dass es Eindeutigkeiten der Wahrnehmung nicht gibt.

Die Bilder, die Beate Gütschow (*1970 in Mainz) konstruiert, wirken wie Landschaftsmalerei des 17. und 18. Jahrhunderts. Tatsächlich sind die den idealen Landschaften nachempfundenen Kompositionen aus bis zu hundert Einzelaufnahmen am Computer entstanden. „Sampling” nennt Gütschow ihr Verfahren analog zum Zusammenmischen musikalischer Versatzstücke, mit dem sie die Authentizität fotografischer Reproduktionen hinterfragt.

Detlef Orlopp (*1937 in Elbing/Westpreußen) verwandelt die Oberflächen von Landschaft in reduzierte, aber keineswegs abstrakte Bilder. Seine Fotografien stellen den Betrachter vor die Frage, was genau man eigentlich sieht. Wasser, Gletscher oder Gestein? Die gewohnte Wahrnehmung, die neue Bilder inneren Bildermodellen zuordnet, funktioniert hier nicht mehr.

Die konzeptuellen Fotoarbeiten von Adrian Sauer (*1976 in Berlin) analysieren die Fotografie des digitalen Zeitalters. Der Meisterschüler von Timm Rautert erforscht dabei mit besonderer Raffinesse alle Aspekte, Verwertungs- und Herstellungsweisen des digitalen Bildes.

Der in der Schweiz lebende Stephan Schenk (*1962 in Stuttgart) dokumentiert in seinen Arbeiten die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. Seine Arbeiten zeigen in wörtlichem Sinne in der Größe eines Soldatengrabes einen kleinen Ausschnitt des Bodens. Der fragmentarische Blick und die Vogelperspektive lassen die Aufnahmen abstrakt wirken und erzeugen zugleich eine starke physische Präsenz. Diese Präsenz wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass die Aufnahmen zu monumentalen Tapisserien verwoben sind.

Anna Vogel (*1981 in Herdecke), Meisterschülerin von Andreas Gursky, collagiert am Computer eigene Fotoaufnahmen oder im Internet Gefundenes. Diese übermalt sie digital, schneidet Aussparungen und Linien hinein, retuschiert sie oder arrangiert sie neu. Die Landschaften kommen einem irgendwie vertraut vor, aber gleichzeitig irritieren sie durch fast surrealistische Mittel.

DZ BANK Kunstsammlung

Im ART FOYER zeigt die DZ BANK Kunstsammlung in Frankfurt am Main auf rund 300 qm Ausstellungsfläche vier wechselnde Ausstellungen im Jahr. Die Sammlung des Spitzeninstituts der Volksbanken Raiffeisenbanken umfasst mehr als 7000 Werke von rund 800 Künstlern und widmet sich dem fotografischen Bild in der internationalen, zeitgenössischen Kunst.

Die Idee der Landschaft

26. Juni bis 5. September 2015

FOTOHOF – Salzburg

Wait until the night is silent / Vegas And She

Iris Andraschek » Stefanie Moshammer »

 

Wait until the night is silent / Vegas And She

Iris Andraschek: aus “Wait until the night is silent”

26 Jun – 1 Aug 2015

Thu 25 Jun 19:00

FOTOHOF

Inge-Morath-Platz 1-3
5020 Salzburg

+43 (0)662-849296

fotohof@fotohof.at
www.fotohof.at

Tue-Fri 15-19, Sat 10-15

Wait until the night is silent / Vegas And She

Iris Andraschek: aus “Wait until the night is silent”

Iris Andraschek: “Wait until the night is silent”
Stefanie Moshammer: “Vegas And She”

Ausstellungsdauer: 26. Juni bis 1. August 2015
Eröffnung: 25. Juni, 19 Uhr

In Iris Andrascheks ”Wait until the night is silent” geht es um die selbstbestimmte naturnahe und alternative Lebensform einer Gruppe von Menschen in Canada. Die 2002 und 2010 entstandenen Bilder changieren zwischen Realität und Fiktion und zeigen eine fast märchenhafte Communitas als utopischen Gegenentwurf zu den Zwängen der Industriegesellschaften mit ihren Arbeits-, Freizeit- und Konsumregimes. Die Serie aus dem Jahr 2002 ist während einer Residency in Durham, Ontario entstanden. Im Jahr 2010 ist die Künstlerin nochmals dorthin gereist, um diese Arbeit zu vollenden und einige Protagonist_innen und den Ort in einer gewissen zeitlichen Distanz noch einmal zu fotografieren. Zeitgleich mit der Ausstellungseröffnung erscheint das gleichnamige Künstlerbuch von Iris Andraschek in der Fotohof edition.

Iris Andraschek (*1963 in Horn/OÖ), lebt und arbeitet in Wien und Mödring (NÖ).
Weitere Infos: www.irisandraschek.com

Wait until the night is silent / Vegas And She

Iris Andraschek: aus “Wait until the night is silent”

In einer intensiven Auseinandersetzung der jungen Fotografin Stefanie Moshammer mit der Stadt Las Vegas entstand 2014 eine umfangreiche Serie von Bildern, die nun ebenfalls als Künstler-Fotobuch mit dem Titel “Vegas And She” in der FOTOHOF edition publiziert wurden. Las Vegas – ein Disneyland für Erwachsene – die völlig künstliche, früher als Mafia-Hochburg bekannte Stadt in der Mojave-Wüste trägt auch den Beinamen Sin City und existiert als eine Art buntes Paralleluniversum neben dem Rest von Amerika. Es ist die grelle Nachtschattenwelt des Adult Entertainment, die Welt der Stripperinnen und der dort vorhandenen Grauzonen, die Stefanie Moshammer interessiert. Die amerikanische (Bild)Kultur fasziniert sie, sie geht in ihrer Serie souverän und spielerisch vor, zitiert einerseits mit Humor William Eggleston wie sie andererseits selbst ihre ganz persönliche Bildsprache entwickelt.

Stefanie Moshammer (*1988 in Wien) lebt und arbeitet in Wien.
Weitere Infos: www.stefaniemoshammer.com

Wait until the night is silent / Vegas And She

Stefanie Moshammer: aus “Vegas and She”
Wait until the night is silent / Vegas And She

Stefanie Moshammer: aus “Vegas and She”

FRANKFURTER KUNSTVEREIN

Trevor Paglen »

The Octopus

20 JUN – 30 AUG 2015

Fri 19 Jun

FRANKFURTER KUNSTVEREIN
Markt 44
60311 Frankfurt (Main)
post@fkv.de
www.fkv.de
Tue-Fri 11-19, Thu 11-21, Sat/Sun 10-19

 

 

The Octopus

 

 

 

 

Trevor Paglen: They Watch the Moon, 2010
© the artist, Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

The Octopus

Trevor Paglen: KEYHOLE 12-3 (IMPROVED CRYSTAL) Optical Reconnaissance Satellite Near Scorpio (USA 129), 2007
© the artist, Courtesy Privatsammlung Dreieich

Trevor Paglen
“The Octopus”

Exhibition: June 20 – August 30, 2015
Opening: June 19, 7 pm (as part of the opening of the RAY 2015 Triennial)
8.30 pm at Frankfurter Kunstverein: Trevor Paglen will announce the winner of the Eagle-Eye Photo Contest

The Frankfurter Kunstverein presents a comprehensive exhibition of work by American artist Trevor Paglen (born 1974 in Maryland, USA) entitled “The Octopus”, which deals with topics such as surveillance and political influence. On view are photos of landscapes in the era of big data, image series of military places and secret surveillance techniques, video works along with extensive materials and documents from Paglen’s investigatory research practice. The sculpture “Autonomy Cube”, an open Wi-Fi hotspot, illustrates together with “Eagle-Eye Photo Contest: Landscapes of Surveillance,” a photo competition created for the exhibition and open to the public, Paglen’s new artistic approach: he would like his work to trigger actions that have an influence on society and that reach out beyond the institutional spaces of art into the real world. The photographs of the contest will be presented in the exhibition.

Ever since the revelations of Edward Snowden initiated the NSA scandal in June 2013 and brought the subject of surveillance through private data storage into the forefront of the minds of many citizens, Trevor Paglen has been investigating this issue for more than a decade already. A researcher and cinematographer in the team for the 2015 Oscar-winning documentary “Citizenfour” about the Snowden affair directed by Laura Poitras, the artist photographs secret locations of the NSA and CIA, covert military bases, supply routes to secret prisons or hidden listening stations, and trajectories of secret surveillance satellites and drones. Paglen works like an investigative journalist: through lengthy research, in collaboration with activists, scientists, programmers, amateur astronomers and technicians, he is able to track down and make visible state-ordered and undemocratically legitimized monitoring and surveillance. The geography graduate attempts to capture the technology and infrastructure needed for monitoring and surveillance such as satellites or drones for the first time ever in an image. Through his work he demonstrates that the secrets are not invisible, but rather constitute an organizational form. His political work leads to an artistic work, which brings the focus on a new way of seeing.

Within an extensive accompanying program of panel talks, expert presentations, excursions and guided tours, with central contributions from the Cluster of Excellence “Normative Orders”, the topics of the exhibition will be discussed in a broader manner.

On June 21, 2015 at Frankfurter Kunstverein, Trevor Paglen will receive the German Photographic Association’s (DGPh) cultural prize for his work.

The exhibition is taking place within the RAY 2015 Photography Projects Frankfurt Rhine/Main and is also a collaboration with the Cluster of Excellence “The Formation of Normative Orders” at the Goethe-Universität Frankfurt am Main. The media partner of the exhibition is the Journal Frankfurt.

The Octopus

Trevor Paglen: Large Hangars and Fuel Storage; Tonopah Test Range, NV Distance ~ 18 miles; 10:44 a.m., 2005
© the artist, Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

Trevor Paglen
“The Octopus”

Ausstellung: 20. Juni bis 30. August 2015
Eröffnung: Freitag, 19. Juni, 19 Uhr (im Rahmen der Eröffnung der Triennale RAY 2015)
20.30 Uhr: Trevor Paglen gibt den Preisträger des Eagle-Eye Photo Contest bekannt

Der Frankfurter Kunstverein zeigt eine umfassende Werkschau des US-amerikanischen Künstlers Trevor Paglen (geb. 1974 in Maryland, USA), die sich unter dem Titel “The Octopus” mit Themen wie Überwachung und politische Einflussnahme beschäftigt. Zu sehen sind farbgewaltige Landschaftsbilder im Zeitalter von Big Data, Bilderserien von militärischen Orten und geheimen Überwachungstechniken sowie Videoarbeiten zusammen mit weitreichenden Materialien und Dokumenten aus Paglens Recherche- und Forschungspraxis. Die Skulptur “Autonomy Cube”, ein offener WiFi Hot Spot, verdeutlicht gemeinsam mit seinem neuen partizipativen Werk, dem im Vorfeld der Ausstellung ausgelobten Fotowettbewerb “Eagle-Eye Photo Contest: Landschaften der Überwachung”, den neuen künstlerischen Ansatz Paglens: Er möchte mit seiner Arbeit Aktionen anstoßen, die einen Einfluss auf die Gesellschaft nehmen und aus den institutionellen Räumen der Kunst in die reale Welt hinausreichen. Die eingereichten Fotografien des Wettbewerbs werden in der Ausstellung präsentiert.

Rückte der im Juni 2013 durch Enthüllungen Edward Snowdens ausgelöste NSA-Skandal das Thema der Überwachung durch anlassloses Speichern von privaten Daten überhaupt erst ins Bewusstsein vieler Bürger, setzt sich Trevor Paglen bereits seit über einem Jahrzehnt mit dieser Thematik auseinander. Der 2015 als Rechercheur und Kameramann im Team um den Dokumentarfilm “Citizenfour” der Regisseurin Laura Poitras über die Snowden-Affäre mit einem Oscar ausgezeichnete Künstler, fotografiert geheime Standorte der NSA und CIA, verborgene Militärbasen und Transportwege zu Geheimgefängnissen oder versteckte Abhörstationen und Flugbahnen geheimer Überwachungssatelliten und Drohnen. Paglen arbeitet dabei wie ein investigativer Journalist: durch langwierige Recherchen, in Zusammenarbeit mit Aktivisten, Wissenschaftlern, Programmierern, Amateurastronomen und Technikern gelingt es ihm, staatlich angeordnete und nicht demokratisch legitimierte Kontrolle und Überwachung aufzuspüren und sichtbar zu machen. Der studierte Geograf unternimmt den Versuch, die notwendige Technik und Infrastruktur für Kontrolle und Überwachung wie Satelliten oder Drohnen oftmals zum ersten Mal überhaupt in einem Bild fest zu halten. Durch sein umfangreiches Werk macht der Künstler deutlich, das Geheimnisse nicht unsichtbar sind, sondern vielmehr eine Organisationsform darstellen. Seine politische Arbeit mündet in einem künstlerischen Werk, durch das eine neue Art des Sehens thematisiert wird.

Im Rahmen eines umfangreichen Begleitprogramms aus Podiumsgespräch, Expertenvorträgen und Führungen, mit zentralen Beiträgen des Exzellenzclusters “Die Herausbildung normativer Ordnungen”, werden die Themen der Ausstellung diskutiert und vertieft.

Trevor Paglen bekommt am 21. Juni 2015 im Frankfurter Kunstverein den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) verliehen.

Die Ausstellung findet im Rahmen der RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt Rhein/Main statt und ist zudem eine Kooperation mit dem Exzellenzcluster “Die Herausbildung normativer Ordnungen” der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Medienpartner der Ausstellung ist das Journal Frankfurt.

The Octopus

Trevor Paglen und/and Jacob Appelbaum, Autonomy Cube, 2014
Courtesy the Artist und/and Altman Siegel, San Francisco; Metro Pictures, New York; Galerie Thomas Zander, Cologne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ZEPHYR – Raum für Fotografie

ESTHER TEICHMANN
MONDSCHWIMMEN

am Samstag den 20. Juni 2015 um 19 Uhr
Es sprechen:
Dr. Susanne Wichert, Direktorin rem gGmbH
Thomas Schirmböck, Leiter ZEPHYR – Raum für Fotografie
Die Künstlerin wird anwesend sein.

Fon: 0621-293 2120
Fax: 0621-293 9539
www.zephyr-mannheim.com
www.facebook.com/zephyr.mannheim 

Sonntag, 28. Juni / 9. August / 30. August 2015,
jeweils 16 Uhr
ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN DURCH DIE AUSSTELLUNG

9,50 € / 5 € ermäßigtSamstag, 11. Juli 2015, 20 Uhr
ERSTE TEICHMANNIADE
VIDEOPROJEKTIONEN ESTHER TEICHMANN
BENYOUNES QUARTETT (LONDON)
MIT KOMPOSITIONEN VON DEIRDRE GRIBBIN
VORTRAG VON CAROL MAVOR

Veranstaltungsort: Florian-Waldeck-Saal, Zeughaus C5
19 € / 14 € (Kinder, Schüler, Studenten, Mitglieder)
Vorverkauf an allen Kassen der Reiss-Engelhorn-Museen

www.deirdregribbin.com / www.benyounesquartet.com / www.carolmavor.co.uk

Mit der Ausstellung „Mondschwimmen“ zeigen wir die erste Einzelausstellung der Londoner Künstlerin Esther Teichmann in Deutschland. Die Schau bietet einen Überblick über ihre jüngsten Werke, die teilweise eigens für die Mannheimer Präsentation geschaffen wurden. Die Arbeiten der hochtalentierten Künstlerin lassen sich kaum traditionellen Gattungen zuordnen. Fotografien, Filme, Collagen und Skulpturen verschmelzen im Ausstellungsraum zu einer multimedialen und sinnlich erlebbaren Installation. Esther Teichmanns assoziatives Werk führt in ein Reich von Sinnlichkeit, Intimität, Verlust, Erotik und Verlangen.Den Kern von Esther Teichmanns Werk bildet die Erforschung von Fantasie und deren Ursprung. In diesem Zusammenhang spielt das Erleben von Verlust und Sehnsucht eine besondere Rolle. Für die künstlerische Darstellung dieser abstrakten Themen bedient sich Teichmann neben der Fotografie auch des Films, der Collage, der Plastik und der Malerei. Zudem kombiniert sie in der Ausstellung ihre eigenen Fotografien mit gefundenen, also fremden Aufnahmen. Sie fertigte Skulpturen aus bemalten Korallen an und zu ihren geradezu meditativ eindringlichen Videoaufnahmen erklingt eigens für die Präsentation komponierte Musik. In dieser poetischen Verschmelzung der Medien lässt die Künstlerin Autobiographisches und Fiktionales ineinanderfließen und versetzt so die Besucher in eine subtropisch anmutende Traumwelt.

Esther Teichmann, 1980 in Karlsruhe geboren, studierte Fotografie und promovierte am Royal College of Art in London. 2014 gewann sie den Prix Photographique Ville de Levallois. Die damit verbundene Ausstellung „Fractal Scars, Salt Water and Tears“ wurde in Paris und London gezeigt. Sie hat weltweit an Ausstellungen in relevanten Institutionen für zeitgenössische Fotografie teilgenommen und arbeitet in London auch als Kuratorin. Von 2005 bis 2011 war Teichmann Gastprofessorin an der University of Brighton und 2012 und 2013 am California College of the Arts in San Francisco. Derzeit lehrt sie am College of Communication der University of the Arts London und am Royal College of Art London.

Sonntag, 21. Juni 2015, 16 Uhr
KÜNSTLERGESPRÄCH

Esther Teichmann im Gespräch mit Thomas Schirmböck über ihre Ausstellung.
3,00 Euro zzgl. Eintritt in die Ausstellung

RAY 2015

 

 

 

“IMAGINE REALITY”
RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain
IMAGINE REALITY
Lucas Foglia: Tommy Trying to Shoot Coyote, Big Springs Ranch, Oasis, Nevada, aus der Serie “Frontcountry”, 2012 © Lucas Foglia

 

IMAGINE REALITY

RAY 2015 Fotografieprojekte

Sonja Braas » Barbara Breitenfellner » Sophie Calle » David Claerbout » Jonas Dahlberg » Cristina De Middel » Klaus Elle » Jan Paul Evers » Lucas Foglia » Joan Fontcuberta » Beate Gütschow » João Maria Gusmão & Pedro Paiva » Barbara Kasten » Annette Kelm » Cinthia Marcelle » Maix Mayer » Sanaz Mazinani » Abelardo Morell » Yamini Nayar » Hans Op de Beeck » Miguel Rio Branco » Viviane Sassen »Kathrin Sonntag » Simon Starling » Anoek Steketee » John Stezaker » Jan Tichy »Wolfgang Zurborn »

20 Jun – 20 Sep 2015

Fri 19 Jun 19:00

 

RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain

 

RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain

Frankfurt (Main)

info@ray2015.de
www.ray2015.de

IMAGINE REALITY
Joan Fontcuberta: Official portrait of the cosmonaut Ivan Istochnikov, aus der Arbeit “Sputnik”, 1997
© Joan Fontcuberta, VG-Bildkunst, Bonn 2015

“IMAGINE REALITY”
RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain

Fotografie Forum Frankfurt
Museum Angewandte Kunst
MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

Exhibitions: 20 June – 20 September 2015
Opening: Friday, June 19, 7 pm, MMK 1 of the MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

This summer, the Photography Triennial RAY 2015 once again presents outstanding positions of contemporary photography at 12 venues in Frankfurt and the Rhine/Main region. From June 20 until September 20, the Fotografie Forum Frankfurt, the Museum Angewandte Kunst and the MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main are collectively presenting the RAY 2015 exhibition IMAGINE REALITY. 28 contemporary artists have taken fragments of reality as sources to create imaginary and visionary worlds. In doing this, they move between documentary, applied and artistic photography.

Today’s unlimited possibilities for producing and manipulating images have opened a multifaceted spectrum for capturing and interpreting these scenarios of transformation. Visual worlds have emerged that testify our present day and point to our future at the same time. How can we or how would we like to see the world today? How does the abstraction or the deconstruction of everyday realities generate new perspectives both through and in photography? How do the artists use visual languages to go beyond the documentary? In what ways do they reflect upon the philosophical and existential aspects of the human and material condition of our time? The exhibition introduces artistic propositions that free themselves from the claims of authenticity and question the flood of private and public images. Real and virtual space, documentation and staging penetrate their expressions and lead to an expansion of reality.

With all of the various processes and possibilities of the medium, this exhibition shows what these artists have in common. Their images transform the environment into a world in which reality and fiction, facts and illusion are inseparably woven together.

Next to the exhibition IMAGINE REALITY, RAY 2015 supports 12 artists’ new productions and nine further partner projects in Frankfurt and the Rhine/Main region.

RAY 2015 is an initiative of Kulturfonds Frankfurt RheinMain and a collaboration between Art Collection Deutsche Börse, Darmstädter Tage der Fotografie, Sammlung Deutsche Bank, DZ BANK Kunstsammlung, Fotografie Forum Frankfurt, Frankfurter Kunstverein, Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim, Marta Hoepffner-Gesellschaft für Fotografie e.V. im Stadtmuseum Hofheim am Taunus, Museum Angewandte Kunst, MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, Museum Wiesbaden and NKV Nassauischer Kunstverein Wiesbaden.

Artists: Sonja Braas, Barbara Breitenfellner, Sophie Calle, David Claerbout, Jonas Dahlberg, Hans Op de Beeck, Cristina De Middel, Klaus Elle, Jan Paul Evers, Lucas Foglia, Joan Fontcuberta, João Maria Gusmão & Pedro Paiva, Beate Gütschow, Barbara Kasten, Annette Kelm, Cinthia Marcelle, Maix Mayer, Sanaz Mazinani, Abelardo Morell, Yamini Nayar, Miguel Rio Branco, Viviane Sassen, Kathrin Sonntag, Simon Starling, Anoek Steketee, John Stezaker, Jan Tichy, Wolfgang Zurborn.

RAY 2015 Opening Weekend Events

Saturday, 20 June

3 pm
Gallery Talk in the exhibition with Lucas Foglia, Maix Mayer, Sanaz Mazinani, Kathrin Sonntag and co-curator Celina Lunsford at Fotografie Forum Frankfurt

6 pm
Artist Talk “The American Wild” with Lucas Foglia at Fotografie Forum Frankfurt

8 pm
Panel Discussion “The Art of Surveillance” with Artist Trevor Paglen. Organized by the Frankfurter Kunstverein in collaboration with the Goethe University Frankfurt

Sunday, 21 June

11.15 am
Opening “Sascha Weidner. Photography” at the Marta Hoepffner-Gesellschaft für Fotografie e.V. at Stadtmuseum Hofheim

2 pm
Award Ceremony: The Cultural Prize 2015 of the German Association of Photography (DGPh) will be awarded to artist Trevor Paglen at Frankfurter Kunstverein

More information: www.ray2015.de

IMAGINE REALITY
Wolfgang Zurborn: o.T., Leverkusen, aus dem Buch “Catch”, 2005 © Wolfgang Zurborn

“IMAGINE REALITY”
RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain

Fotografie Forum Frankfurt
Museum Angewandte Kunst
MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

Ausstellung: 20. Juni bis 20. September 2015
Eröffnung: Freitag, 19. Juni, 19 Uhr, MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

In einer einmaligen Zusammenarbeit feiert die Region Rhein-Main in diesem Sommer das Medium der Fotografie: Von Juni bis September 2015 präsentiert RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain in der zweiten Ausgabe erneut herausragende Positionen der zeitgenössischen Fotografie an insgesamt 12 Standorten in Frankfurt und der Region. In einer zentralen Ausstellung und acht Partnerprojekten widmen sich über 12 Institutionen sowie 35 Künstlerinnen und Künstler aus 15 Nationen Bildfindungen zu subjektiven und inszenierten Wirklichkeiten. In der Ausstellung IMAGINE REALITY nehmen 28 Künstlerinnen und Künstler Fragmente der Wirklichkeit zum Ausgangspunkt, um imaginäre und visionäre Bildwelten zu erschaffen. Dabei bewegen sie sich zwischen dokumentarischer, angewandter und künstlerischer Fotografie. Die Ausstellung wird gemeinsam vom Fotografie Forum Frankfurt, Museum Angewandte Kunst und MMK Museum für Moderne Kunst gezeigt.

Durch die heutigen unbegrenzten Möglichkeiten der Erzeugung, Bearbeitung und Verbreitung von Bildern eröffnet sich ein facettenreiches Spektrum, um Übergangsszenarien zwischen Fakt und Illusion zu erfassen und zu interpretieren. Es entstehen neue Bildwelten, die sowohl von unserer Gegenwart zeugen als auch in die Zukunft weisen. Wie können und möchten wir die Welt heute sehen? Wie werden durch Verfremdung oder Auflösung der Alltagswirklichkeit neue Perspektiven durch und in der Fotografie erzeugt? Wie entwickeln sich jenseits des Dokumentarischen Bildsprachen, die philosophische und existentielle Aspekte menschlichen und dinglichen Daseins unserer Zeit vermitteln? Die Ausstellung stellt künstlerische Positionen vor, die sich vom Anspruch des Authentischen lösen und sich bewusst der Flut von Abbildungen privater wie gesellschaftlicher Ereignisse entgegensetzen. Echter und virtueller Raum, Dokumentation und Inszenierung durchdringen sich in ihren Werken und führen zu einer Erweiterung des Realen.

Die verwendeten fotografischen Mittel sind dabei so vielfältig wie die Geschichte der Fotografie und spiegeln die Transformation des Mediums wider: Traditionelle fotografische Verfahren sowie neue, durch technologische Entwicklung entstandene Möglichkeiten werden gleichermaßen in der aktuellen künstlerischen Fotografie genutzt.

Bei allen unterschiedlichen Verfahren und Möglichkeiten des fotografischen Mediums zeigt die Ausstellung, was den Künstlern gemeinsam ist: Ihre Bilder führen durch Verwandlung der Umgebung in eine Welt, in der Realität und Fiktion, Fakten und Illusion untrennbar miteinander verwoben sind.

Neben der Ausstellung IMAGINE REALITY, unterstützt RAY 2015 insgesamt 12 künstlerische Neuproduktionen und 9 Partnerprojekte in Frankfurt und der Region.

Künstlerinnen und Künstler: Sonja Braas, Barbara Breitenfellner, Sophie Calle, David Claerbout, Jonas Dahlberg, Hans Op de Beeck, Cristina De Middel, Klaus Elle, Jan Paul Evers, Lucas Foglia, Joan Fontcuberta, João Maria Gusmão & Pedro Paiva, Beate Gütschow, Barbara Kasten, Annette Kelm, Cinthia Marcelle, Maix Mayer, Sanaz Mazinani, Abelardo Morell, Yamini Nayar, Miguel Rio Branco, Viviane Sassen, Kathrin Sonntag, Simon Starling, Anoek Steketee, John Stezaker, Jan Tichy, Wolfgang Zurborn.

RAY 2015 Programm am Eröffnungswochenende:

Samstag, 20. Juni

15 Uhr
Künstlerrundgang in der Ausstellung IMAGINE REALITY mit Lucas Foglia, Maix Mayer, Sanaz Mazinani und Kathrin Sonntag im Fotografie Forum Frankfurt

18 Uhr
Artist Talk “The American Wild” mit Lucas Foglia im Fotografie Forum Frankfurt

20 Uhr
Podiumsdiskussion: “The Art of Surveillance” mit Künstler Trevor Paglen (u.a)
Frankfurter Kunstverein in Kooperation mit dem Exzellenzcluster “Normative Orders” an der Goethe-Universität

Sonntag, 21. Juni

11.15 Uhr
Eröffnung “Sascha Weidner.Fotografie” im Stadtmuseum Hofheim

14 Uhr
Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) vergibt den Kulturpreis 2015 an Trevor Paglen im Frankfurter Kunstverein (Nur mit Einladung)

Mehr Informationen: www.ray2015.de

IMAGINE REALITY
David Claerbout: videostill “Travel”, 1996-2013. Courtesy the artist and galleries Micheline Szwajcer, Brussels;
Sean Kelly, New York; Johnen Galerie, Berlin; Rüdiger Schöttle, Munich © VG-Bildkunst, Bonn 2015
IMAGINE REALITY
Barbara Kasten: Architectural Site 19, Pavillion for Japanese Art LACMA, Los Angeles, CA, July 19, 1989
Courtesy Kadel Willborn, Düsseldorf

“Pixelprojekt

Pixelprojekt _ Ruhrgebiet Neuaufnahmen 2014/2015

K. Roland Berger » Karsten Enderlein » Robert Freise » André Gelpke » Kurt Hoerbst »Andreas Hub » Daniel Kessen » Gerd Kittel » Fatih Kurceren » Peter Lück » Markus Matzel » Günter Mowe » Daniela Risch » Max Schulz » Rolf Arno Specht » Kim Oliver Sperling » Jakob Studnar » Vladimir Unkovic » Christian Werner »

18 JUN – 8 AUG 2015

Thu 18 Jun 18:30

 

 

Pixelprojekt _ Ruhrgebiet Neuaufnahmen 2014/2015
Fatih Kurceren: Aus der Serie “Auf der Straße”, Gelsenkirchen, 2013

 

 

Wissenschaftspark Gelsenkirchen

Munscheidstr. 14
45886 Gelsenkirchen
0209-40858993
www.bildsprachen.de
Mon-Fri 6-19 . Sat 7:30-17

Pixelprojekt _ Ruhrgebiet Neuaufnahmen 2014/2015
Kim Sperling: Aus der Serie “Kyopo”, Deutschland und Korea, 2012-2013
“Pixelprojekt _ Ruhrgebiet Neuaufnahmen 2014/2015″
Ausstellung: 18. Juni bis 8. August 2015
Eröffnung: Donnerstag, 18. Juni, 18:30 UhrFür die Neuaufnahme im Jahr 2014/2015 hatten sich 70 Fotografinnen und Fotografen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz mit insgesamt 105 Fotoserien beworben. 18 Fotoserien von 19 Fotografen werden in diesem Jahr parallel zur Ausstellung der Neuaufnahmen in die digitale Sammlung des Projektes aufgenommen. Ausschnitte aus allen Serien werden im Original gezeigt und machen die Dimension des sonst nur im Internet sichtbaren Projektes deutlich.Pixelprojekt_Ruhrgebiet wurde im Jahr 2003 auf Initiative von zunächst 27 Fotografinnen und Fotografen in bildnerischer Tradition der Fotografenagentur “Magnum” als digitale Sammlung fotografischer Positionen gegründet. Ziel ist die Darstellung eines regionalen Gedächtnisses mit den Mitteln der Fotografie und ihrer Autoren im Internet. Als unabhängiges Projekt nimmt es dabei seine Rolle als beobachtendes Instrument regionaler Entwicklungen auch jenseits des Mainstreams und der Großveranstaltungen wahr.
Pixelprojekt _ Ruhrgebiet Neuaufnahmen 2014/2015
André Gelpke: Aus der Serie “Gesellschaft”, Essen, 1985

Während im ersten Jahr 32 Fotoserien von 34 Fotografinnen und Fotografen in das Projekt aufgenommen wurden, wächst es jetzt auf insgesamt 435 Fotoserien von insgesamt 273 Fotografinnen und Fotografen und hat einen Umfang von mehr als 8.000 Einzelbildern. Damit liefert das Projekt gleichzeitig einen einzigartigen Überblick über die Region Ruhrgebiet und ihre Entwicklung sowie über aktuelle Fotografie und deren Entwicklung.

Im Rahmen der Ausstellung soll ein Katalog erscheinen. Zur Finanzierung wurde eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Auf www.startnext.com/pixelprojekt-ruhrgebiet2015 werden Fans, Freunde und Förderer gebeten, einen Betrag für Gestaltung und Druck des Kataloges beizusteuern. Ein Dankeschön bekommen Unterstützer schon ab einer Summe von fünf Euro. Es winken Führungen, Originalfotos oder Aufnahme in die Katalogspenderliste!

Pixelprojekt _ Ruhrgebiet Neuaufnahmen 2014/2015
Gerd Kittel: Aus der Serie “Gesundheitshaus Dortmund”, Dortmund, 2013
Pixelprojekt _ Ruhrgebiet Neuaufnahmen 2014/2015
Markus Matzel: Aus der Serie “…adieu Bruckhausen”, Duisburg 2009

photo basel 2015

photo basel 2015

international art fair for young photography 17. bis 20. Juni 2015, jeweils 11-22 Uhr Die erste Fotomesse der Schweiz parallel zur Art Basel
www.photo-basel.com

photo basel 2015

Ackermannshof

St. Johanns-Vorstadt 19-21, CH-4056 Basel
info@photo-basel.com
www.photo-basel.com

Die erste Fotomesse der Schweiz öffnet ihre Türen während der Art Basel-Woche vom 17. bis 20. Juni 2015 im Ackermannshof in Basel. Gezeigt werden über 100 internationale Werke von Galerien aus drei Kontinenten.

Highlights der über 20 Aussteller aus 11 Nationen: Zur Galerie der ersten Stunde gehört die renommierte Galerie Esther Woederhoff aus Paris. Sie präsentiert unter anderem Positionen des 1981 geborenen Schweizers Fabian Unternährer – dem Gewinner des Prix Photo 2015. Zusätzlich wird das schweizerisch-dänische Künstlerduo PutPut seine Werke vorstellen (wozu auch das Keyvisual “Popsicle” der photo basel gehört). Aus Zürich, genauer gesagt aus Kilchberg am See, kommt die junge Galerie Bildhalle. Mirjam Cavegn zeigt Werke von der 1987 geborenen Senkrechtstarterin Carmen Mitrotta aus Mailand. Ein anderer junger Schweizer Fotograf welcher durch die Bildhalle an der Messe gezeigt wird ist Douglas Mandry (Jahrgang 1989). Eine weitere Schweizer Galerie ist widmertheodoridis, das Galeristenduo hat Werke des jungen Schweizers Sebastian Stalder (Jahrgang 1988) am Stand, Gewinner des Swiss Art Awards 2013 und des Österreichers Marko Zink. Die Kahmann Gallery aus Amsterdam zeigt eine Soloposition des 1976 geborenen Dokumentarfotografen Jeroen Hofman. Die auf junge (Foto)-Kunst spezialisierte Galerie Baudoin Lebon des gleichnamigen Monsieur Lebon zeigt ebenfalls eine Soloposition der afroamerikanischen Künstlerin Ayana V. Jackson welche im Jahr 2013 mit ihrer “poverty pornography” für Aufsehen sorgte – die Künstlerin wird an der Messe anwesend sein. Die Berliner Galerie Grundemark Nilsson (welche auch eine Dependance in Schweden hat) zeigt mit Inka & Niclas zwei Künstler deren Werke unmittelbar mit der Natur zu tun haben. Inka Lindergård ist Jahrgang 1985, Niclas Holmström ist ein Jahr älter. Der an der ETH Zürich zum Architekten gewordene Fotograf mit Schweizer Pass heisst Nicolas Feldmeyer. Seine imposanten Bilder “Even after all” sind bei Claudio Compostis mc2gallery aus Mailand zu bestaunen.

Folgende weitere Aussteller nehmen an der photo basel teil: Cohen Gallery - Los Angeles, PH Neutro – Italien, cubus-m - Berlin, PHOTO EDITION BERLIN - Berlin, amanasalto - Tokyo,Stieglitz 19 - Belgien, David Guiraud - Paris, Carlos Caamaño - Lima, Peru, Sabrina Raffaghello - Mailand, Degen Gallery - Basel, MACK - London, Aluägä - Lausanne, Capricious – New York

Die Stiftung “gute Aussichten” ist offizieller kultureller Partner der photo basel 2015.

Die vfg Nachwuchsförderung Schweiz stellt sich ebenfalls auf der Messe dem Publikum vor.

Die Sonderschau “Drive-In” ist eine Gruppenausstellung kuratiert von Esther Woerdehoff, Paris und Mirjam Cavegn, Bildhalle und ist im Rahmenprgramm der photo basel ebenfalls im Ackermannshof zu sehen. Die Gruppenausstellung zeigt Arbeiten von 26 namhaften amerikanischen und europäischen Fotografen von den 1940er bis heute: René Burri, Lillian Birnbaum, Nicolas Dhervillers, Elliott Erwitt, Leonard Freed, René Groebli, Maurice Haas, Léon Herschtritt, Thomas Hoepker, Claudia Imbert, Simone Kappeler, Jason Langer, Xavier Lambours, Tobias Madörin, Gérard Musy, Axel Martens, Inge Morath, Hans Peter Riegel, Emil Schulthess, Paul Senn, Louis Stettner, Sam Shaw, Arthur Tress, Burk Uzzle, Raffael Waldner und Bruno Augsburger. Als Eliott Erwitt während und nach der grossen Depression in Amerika Autos als rollende Traumgebilde fotografierte – mit dem ihm eigenen Humor und Sinn für Ironie – war das Auto bereits nicht mehr aus der amerikanischen Kultur und Landschaft wegzudenken. René Burri reiste in den 60ern nach Brasilien, um den Bau moderner Städte zu dokumentieren. Eine seiner bekanntesten Aufnahme “Men on a rooftop, Sao Paulo, 1960″ ist der Blick von einem Dach hinab auf vier Silhouetten, der Feierabendverkehr hinter und unter ihnen. Die Schweizer Fotografin Simone Kappeler reiste 1981 durch Amerika, 30 Jahre nach ihrem Landsmann Robert Frank, und übersetzte ihre Reise fotografisch mit einer Hasselblad-, einer Polaroid- und der billigen und damals neuen Diana- Kamera. Sie sah Amerika in Farbe, beeinflusst vom amerikanischen Film und der Fotografie der 60er Jahre.

Präsentiert wird außerdem der “Focus photola” Award (Los Angeles) mit den 20 Werken der Finalisten. Sieger Arden Surdam ist anwesend.

Daniel Stier » Ausstellung

Daniel Stier »

ways of knowing

18. Juni bis 4. September 2015
Ausstellung im Rahmen der 6. Triennale der Photographieways of knowing
© Daniel Stier

Daniel Stier »

Eröffnung: Mittwoch, 17. Juni, 19 Uhr
Führung beim Triennale-Galerienrundgang:
Samstag, 20. Juni, 13-15 Uhr – kulturreich Galerie
Buchvorstellung in Kooperation mit Freundeskreis des Hauses der Photographie e.V.:
Sonntag, 21. Juni, 17:30 Uhr – F.C. Gundlach Bibliothek, Haus der Photographie, Deichtorhallen

ways of knowing © Daniel Stier

kulturreich Galerie

Wexstr. 28, 20355 Hamburg
+49 (0)40 7536 8661
galerie@kulturreich.de
www.kulturreich.de
Mo-Fr 13-18 Uhr + n.V.

Daniel Stier zeigt dokumentarische Aufnahmen authentischer Laborversuche sowie fiktive Versuchsanordnungen in Form von Stillleben, die das Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft umkreisen. Anlass der Ausstellung ist die neu erschienene gleichnamige Buchpublikation von Daniel Stier, die während der Triennale vorgestellt wird.

Das Fotoprojekt “ways of knowing” von Daniel Stier wirft einen eigentümlichen Blick eines Außenstehenden in die unverständliche und zugleich faszinierende Welt der Wissenschaft. Die Ausstellung zeigt sowohl dokumentarische Fotografien aus Forschungslaboratorien in Europa und den Vereinigten Staaten als auch im Studio von Daniel Stier arrangierte Stillleben fiktiver Versuche. Durch das Zusammenspiel seiner dokumentarischen Aufnahmen und selbst konstruierten Versuchsanordnungen zeigt er Berührungspunkte und Parallelen zwischen der Arbeit eines Wissenschaftlers und der eines Künstlers auf. Daniel Stier sagt dazu: “Künstler und Wissenschaftler sind emotionale, irrationale Menschen mit allen Seltsamkeiten, die dazu gehören. In ihrer Arbeit liegt der Versuch, Ordnung im Chaos zu finden, in der Komplexität unseres Lebens etwas Sinnhaftes zu suchen.” Stiers Fotografien werden zu Metaphern für einen Prozess mit offenem Ausgang – und für den Versuch, eine Ordnung in unserer komplexen Realität zu finden.

ways of knowing © Daniel Stier

Das frisch erschienene Buch “ways of knowing” von Daniel Stier, gestaltet und publiziert in Zusammenarbeit mit YES studio, umfasst 160 Seiten und beinhaltet Essays von Pedro Ferreira, Professor für Astrophysik an der Universität Oxford und Daniel Jewsbury, Schriftsteller, Künstler und Dozent am National College für Kunst und Design in Dublin. Während der Triennale der Photographie wird Daniel Stier als Gast des Freundeskreises des Hauses der Photographie e.V. den Bilderband in den Deichtorhallen vorstellen.

In seinem Schaffen bedient sich der Fotograf Daniel Stier an einem breiten Spektrum unterschiedlicher Genres und Gebrauchsformen. Seine Arbeiten werden seit 1998 regelmäßig in Ausstellungen in Galerien von Köln bis New York auf der ganzen Welt präsentiert. Große Erfolge konnte Stier insbesondere bei Fotofestivals in London, Moskau und Kopenhagen verbuchen. Zudem arbeitet Daniel Stier für namhafte Magazine wie Q Magazine, GQ und The New York Times Magazine und als Werbefotograf für internationale Marken. Daniel Stier lebt heute in London.

Als Agentur für Kulturkonzepte mit einer Galerie für zeitgenössische Kunst in Hamburg realisiert kulturreich Kulturprojekte und Veranstaltungen. Unternehmen, die Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne geben, und ihr Kulturengagement mit in die Unternehmenskommunikation einbeziehen wollen, bietet kulturreich Dienstleistungen im Bereich Corporate Social Responsibilty und Marketing.

ways of knowing © Daniel Stier

Luzia Simons » FABIAN & CLAUDE WALTER GALERIE

 

Luzia Simons »

Getting Lost Outside

13 JUN – 4 JUL 2015

Sat 13 Jun 16:00 – 18:00

 

Getting Lost Outside

Luzia Simons: Humboldt ist niemals da gewesen (Landschaft 02), 2013
Transfer printing, pigment on Dibond
58,5 x 86 cm / Edition of 5 + 1 AP

 

Fabian & Claude Walter Galerie

Rämistrasse 18
8001 Zürich

+41 44-4404018

galerie@fabian-claude-walter.com
www.fabian-claude-walter.com

Wed-Fri 12-18:30, Sat 12-16

Getting Lost Outside

Luzia Simons: Jardim 10, 2015
Pigment print on archival paper
127 x 90 cm / Edition of 6 + 2 AP

Luzia Simons
“Getting Lost Outside”

Exhibition: 13 June – 4 July 2015
Opening: 13 June, 4-6pm

The photographer Luzia Simons, who was born in Brazil in 1953, lives and works in Berlin. She has spent the last few years investigating floral iconography and adopting an artistic stance on the subject. On tulips for example, whose history can be regarded as a symbol of cultural transmission – a mechanism referred to by the modernists in Brazil as “Anthropophagy” (Oswald de Andrade). After all, as well as transferring goods and technologies, today’s increasingly global market economy also transfers cultures and the meanings assigned to them. The fact that tulips represent life and love in the Persian, Turkish and Iraqi cultures may seem old-fashioned in Europe, but is all the more significant when soldiers killed in the Iran/Iraq war are symbolised there by fields full of red tulips. Luzia Simons’ artistic reading of the transit discourse broaches the issue of shifting locations and meanings with regard to social and individual identity.

The common theme that runs through the exhibition of the three series of works “Stockage”“Jardim”and “Humboldt ist niemals da gewesen” is the concept of “Cultural transfer”, from three different perspectives: The large-format scanograms in the “Stockage” series examine how the tulip is transferred to different cultures (Kazakhstan, Persia, Turkey, Holland). In the “Jardim” series, plants that were initially found growing in the wild mark the start of an evolution in cultivation that culminates in today’s European houseplants. Their origins are then generally forgotten and their survival ensured by watering, removing dust and spraying. The artist’s own “personal herbarium”. The artist went travelling in person in order to collect the photographic and video material on the Amazon for the “Humboldt ist niemals da gewesen” series. Not only did she document her journey through areas of previously untouched nature; she also recorded the enthusiasm of the local scientists working on the utopia of a complete catalogue of plant species.

Art, as the freest form of communication of all, goes in search of confrontation. This aspect plays a key role in the Amazon work, which looks at the freedom of being able to travel and conduct research, at primeval nature and civilisation, particularly with regard to Alexander von Humboldt, who was only allowed to visit the western Amazon, i.e. the part that is outside Brazil. He came up against resistance in Brazil with his ideas of freedom from the French revolution, and was not allowed to enter the country.

Claudia Emmert (Director of the Zeppelin Museum in Friedrichshafen) writes, “…that the Brazilian artist looks at the Amazon with European eyes. On the one hand, she has allowed herself to become carried away by the strength and beauty of nature, whilst on the other hand, she has tried to analyse and categorise what she sees with artistic tools. Just like Humboldt once did, she has travelled aimlessly through the jungle with a camera dangling from her hand, recording fully accidental pictures. These recordings are shown synchronously in a nine-part split-screen video. The result is a visual metaphor of the searching motion, with constant changes in perspective and direction. It is all about preserving and destroying, uprooting and rootlessness, about native and foreign lands – themes that are just as deeply entwined in her own life. And – as in all Luzia Simons’ work – it is also about the ‘reflected’ view of what is visible, in both senses of the word”.

Getting Lost Outside

Luzia Simons: Humboldt ist niemals da gewesen (Landschaft 01), 2013
Transfer printing, pigment on Dibond
58,5 x 86 cm / Edition of 5 + 1 AP

Luzia Simons
“Getting Lost Outside”

Ausstellung: 13. Juni bis 4. Juli 2015
Eröffnung: 13. Juni, 16-18 Uhr

Die Fotografin Luzia Simons, 1953 in Brasilien geboren, lebt und arbeitet in Berlin. In den letzten Jahren hat sie sich mit floraler Ikonographie auseinandergesetzt und künstlerisch dazu Position bezogen. Tulpen zum Beispiel, deren Geschichte zum Symbol für kulturelle Übertragung gesehen werden kann – ein Mechanismus, der von den Modernisten in Brasilien als “Anthropophagie” (Oswald de Andrade) bezeichnet wird. Die global gewordene Marktwirtschaft transferiert ja nicht nur Waren und Technologien, sondern zugleich auch Kulturen und deren Bedeutungszuweisungen. Dass die Tulpe in der persischen, türkischen und irakischen Kultur Leben und Liebe bedeutet, mag in Europa unzeitgemäß erscheinen, wird aber umso bemerkenswerter, wenn die im Iran/Irak-Krieg gefallenen Soldaten dort durch Felder von roten Tulpen symbolisiert werden. Luzia Simons’ künstlerische Lektüre des Transit-Diskurses thematisiert den Orts- und Bedeutungswechsel von gesellschaftlicher und individueller Identität.

Was die Ausstellung der Werkreihen “Stockage”“Jardim” und “Humboldt ist niemals da gewesen”verbindet, ist das übergreifende Thema des “Kulturtransfers”, aus drei unterschiedlichen Perspektiven: Bei den großformatigen Scannogrammen der Serie “Stockage” ist es die Überführung der Tulpe in verschiedene Kulturen (Kasachstan, Persien, Türkei, Holland). Bei denen des “Jardim” befindet sich das ursprünglich wild Wachsende am Beginn einer Evolution von Kultivierung, die mit der europäischen Zimmerpflanze endet. Ihr Ursprung ist dann meist schon vergessen und ihr Überleben wird durch Gießen, Entstauben und Besprühen gesichert. Ein “persönliches Herbarium” der Künstlerin. Für die Foto- und Videoarbeiten zum Amazonas der Serie “Humboldt ist niemels da gewesen” war die Künstlerin selbst unterwegs und belegt nun nicht nur ihre Passage durch Teile einer noch immer unberührten Natur, sondern auch die Begeisterung der Wissenschaftler vor Ort, die sich an der Utopie eines vollständigen Kataloges der Pflanzenarten abarbeiten.

Kunst als die freieste aller Kommunikationsformen strebt nach Auseinandersetzung. In den Amazonas-Arbeiten, die sich mit der Freiheit des Unterwegsseins und Forschens befassen, mit Urwüchsigkeit und Zivilisation, spielt dieser Aspekt eine wichtige Rolle, gerade auch mit Bezug auf Alexander von Humboldt, der nur den westlichen Amazonas, der ausserhalb Brasliens liegt, bereisen konnte, mit seinen Freiheitsideen der Französischen Revolution in Brasilien aber auf Widerstand stieß und deswegen dort nicht einreisen durfte.

Claudia Emmert (Direktorin Zeppelin Museum, Friedrichshafen) schreibt: ” …dass die brasilianische Künstlerin den Amazonas mit europäischen Augen betrachtet. Sie hat sich einerseits mitreißen lassen von der Kraft und der Schönheit der Natur und hat andererseits versucht, mit künstlerischen Mitteln zu analysieren und zu sortieren. Wie einst Humboldt bewegte sie sich ziel- und richtungslos mit der Kamera in der herabhängenden Hand durch den Urwald und zeichnete die auf diese Weise zufällig entstandenen Bilder auf. In einem neunteiligen Split-Screen-Video werden diese Aufnahmen synchron gezeigt. Eine visuelle Metapher für die Bewegung des Suchens ist entstanden, mit ständigen Perspektiv- und Richtungsänderungen. Es geht um Bewahren und Zerstören, um Verwurzelung und Wurzellosigkeit, um Heimat und Fremde – um eine Geschichte, die sich auch um die eigene Biografie spinnt. Und es geht – wie in allen Arbeiten von Luzia Simons – um den im doppelten Sinne ‘reflektierten’ Blick auf das Sichtbare.”

Getting Lost Outside

Luzia Simons: Stockage 147, 2014
Pigment print on archival paper
193 x 121 cm / Edition of 6 + 2 AP

pavlov’s dog

Sean Mackaoui » Unchained

12. Juni bis 11. Juli 2015 Eröffnung: Donnerstag, 11. Juni, 19-21 Uhr

Unchained

Sean Mackaoui
The books you read but never write, 2014
Photo gravure
printed on Somerset Satin, 410g
99,5 x 74 cm
Ed. 12

pavlov’s dog

Bergstr. 19, 10115 Berlin
T +49 (0)30 531 629 78
iwan@pavlovsdog.org
www.pavlovsdog.org
Do-Sa 16-20 Uhr

pavlov's dog

Unchained

Sean Mackaoui
Sexodrome, 2014
Photo gravure and chine collé
printed on Somerset Satin, 410g
116,5 x 97 cm
Ed. 10

Galerie pavlov’s dog freut sich die erste Einzelausstellung von Sean Mackaoui in Deutschland zu präsentieren.

Das wichtigste Werkzeug des Montagekünstlers Sean Mackaoui ist die Schere. Mit ihr löst er Bilder aus ihren ursprünglichen Zusammenhängen heraus und fügt sie zu neuen, völlig eigenständigen Kompositionen zusammen. Als Rohmaterial kann dabei alles dienen, was ihm zwischen die Finger kommt: Ob Fotos, alte Werbeanzeigen oder ein Anatomieatlas – nichts ist vor Mackaouis Schere sicher. In bester dadaistischer Tradition löst er die Bilder von ihrer ursprünglichen Zweckmäßigkeit, ihren intendierten Bedeutungen und Wirkungen ab, befreit sie sozusagen von den Ketten der Semantik, und fügt sie in überraschenden, ästhetisch stimmigen Rekombinationen wieder zusammen. Das Ergebnis sind eigentümlich schwebende Bilder, die sich eindeutigen Interpretationen und Bedeutungsfestlegungen konsequent entziehen. Es ist als würde man erst jetzt, da einem die Bilder so “unchained” entgegentreten, erstmals bemerken, wie gefesselt all die Bilderwelten in Wahrheit sind, die uns unaufhörlich auf allen Kanälen umrauschen.

Unchained

Sean Mackaoui
Bang Bang, 2014
Offset lithograph
printed on Old Mill, 300g
31,5 x 23 cm
Ed. 25

Sean Mackaoui (*1969 in Lausanne) lebt und arbeitet seit 20 Jahren in seiner Wahlheimat Madrid. Seine Collagen wurden in renommierten internationalen Magazinen publiziert (u.a. El Mundo, The Herald Tribune, The Sunday Times Magazine), außerdem gestaltet er Buchcover, T-Shirts, Weinetiketten und vieles mehr. Mackaouis künstlerisches Werk wurde in zahlreichen Galerien in ganz Europa und den USA ausgestellt.  Unchained

Sean Mackaoui
Spanish fly, 2014
Photo gravure and chine collé
printed on Somerset Satin, 410g
124,5 x 98 cm
Ed. 12  Unchained Sean Mackaoui
The Strip, 2014
Photo gravure and chine collé
printed on Somerset Satin, 410g
124,5 x 98 cm
Ed. 10

 

Deutsche Börse Photography Prize

Der Deutsche Börse Photography Prize ist eine internationale Auszeichnung für zeitgenössische Fotografie. Der mit 30.000 GBP dotierte Preis wird jedes Jahr an einen zeitgenössischen Fotokünstler beliebiger Nationalität vergeben, der im Vorjahr einen bedeutenden Beitrag zur Fotografie in Europa geleistet hat (in Form einer Ausstellung oder Publikation).

Der Photography Prize wurde 1996 von der Photographers’ Gallery ins Leben gerufen. Die Gruppe Deutsche Börse ist seit 2005 Titelsponsor des Deutsche Börse Photography Prize, der heute zu den renommiertesten internationalen Kunstpreisen zählt.

Deutsche Börse Photography Prize 2015

Am 28. Mai 2015 zeichnete die internationale Jury in der Photographers’ Gallery in London Mikhael Subotzky & Patrick Waterhouse mit dem Deutsche Börse Photography Prize 2015 aus. Als Finalisten des diesjährigen Preises waren ferner nominiert: Nikolai Bakharev, Zanele Muholi und Viviane Sassen.

Die Arbeiten der vier nominierten Künstler werden von 17. April bis 7. Juni 2015 in einer Ausstellung in der Photographer’s Gallery gezeigt und sind anschließend im Frankfurter MMK Museum für Moderne Kunst von 20. Juni bis 20. September zu sehen.

Die Jury

Die Kandidaten des Deutsche Börse Photography Prize werden von der „Academy“, einer Gruppe von über hundert internationalen Fotografieexperten, nominiert. Die Academy-Mitglieder benennen jeweils einen zeitgenössischen Fotografen beliebiger Nationalität. Eine jedes Jahr neu besetze, internationale Jury bestimmt vier der nominierten Fotografen zu Finalisten, aus denen sie später den Gewinner ermittelt.

Die Mitglieder der Deutsche Börse Photography Prize-Jury 2015 sind Chris Boot, Executive Director der Aperture Foundation; Rineke Dijkstra, Künstlerin; Peter Gorschlüter, stellvertretender Direktor des MMK Museums für Moderne Kunst und Anne Marie Beckmann, Kuratorin der Art Collection Deutsche Börse. Brett Rogers, die Direktorin der Photographers’ Gallery, führt den Vorsitz (ohne Stimmabgabe).

Die folgenden Künstler wurden nominiert:

Nikolai Bakharev (geb. 1946, Russland) für seine Ausstellung bei der 55. internationalen Kunstausstellung Biennale in Venedig (1. Juni – 24. November 2013). Bakharev absolvierte eine Ausbildung zum Mechaniker bevor er in den 1960er Jahren in einer Fabrik für kommunale Dienstleistungen als Fotograf tätig wurde. In Bakharev’s Portraits von Badenden an öffentlichen Stränden in Russland verschwimmen die Grenzen zwischen dem Öffentlichen und Privaten; so entsteht auf den Bildern eine Spannung zwischen absichtlich zusammengestellten und spontanen Gruppierungen. Die Bilder sind hauptsächlich in den 1980er Jahren entstanden, als die Aufnahme und Verbreitung von Nacktheit enthaltenden Fotos streng verboten war. Obwohl die Familien und Paare Badebekleidung tragen und scheinbar bereitwillig posieren, erscheinen seine Werke verstohlen und auf den Betrachter wie eine Täuschung. Sie vermitteln eine unterschwellige Erotik, der gezeigten verblümten Anständigkeit zum Trotz.

 

Abbildung: Nikolai Bakharev, Ausstellungsreihe „Relation“, №96. 1998-1999, © Nikolai Bakharev

Zanele Muholi (geb. 1972, Südafrika) für ihre Veröffentlichung Faces and Phases 2006 – 2014 (Steidl, 2014). Als selbsternannte „Visuelle Aktivistin“ gibt Zanele Muholi mit ihren Portraits in schwarz-weiß einen Einblick in die schwarze LGBTI-Identität und -Politik in Südafrika nach dem Ende der Apartheid. Mit ihrer stark konzeptionellen und persönlichen Herangehensweise reflektieren die Bilder mit den begleitenden Erfahrungsberichten aus erster Hand die Auswirkungen von Homophobie, Diskriminierung und Gewalt, insbesondere der „kurativen Vergewaltigung“ lesbischer schwarzer Frauen, die in zahlreichen Fällen zu Mord führt. Das fotografische Archiv von Muholi stellt eine bedeutsame Kraft der weiblichen Homosexuellenbewegung dar.

 

Abbildung: Zanele Muholi, Ausstellungsreihe „Faces and Phases“, Tumi Mkhuma Yeoville Johannesburg, 2007, © Zanele Muholi. Courtesy of Stevenson, Cape Town and Johannesburg

Viviane Sassen (geb. 1972 in den Niederlanden) für ihre Ausstellung Umbra im Nederlands Fotomuseum (8. März – 1. Juni 2014), welche abstrakte Fotografien, Zeichnungen und Lichtinstallationen umfasste, begleitet von speziell für die Ausstellung verfassten Gedichten der Künstlerin und Dichterin Maria Barnas. Sassen’s unverwechselbare und experimentelle Herangehensweise: der Bildvordergrund zeichnet sich aus durch lebhafte Farben neben starken Kontrasten von Licht und Schatten und erzeugt skulpturale Kompositionen, in denen Form und Inhalt an Abstraktion grenzen. Umbra, lateinisch für Schatten, enthält die charakteristischen Qualitäten von Sassen’s Arbeit: lebhafte Farben und tiefe Schatten, welche hier tiefere Sensibilitäten unterstützen, genährt vom Jungschen Verständnis des „Schattenselbst“, welches persönliche Ängste, Sehnsüchte und Scham erschließt und abstraktere Konzepte des Unbekannten sowie von Zeit und Tod zum Ausdruck bringt.

 

Abbildung: Viviane Sassen, Umbra, © Viviane Sassen

Mikhael Subotzky (geb. 1981, Südafrika) und Patrick Waterhouse (geb. 1981, Großbritannien) für ihre Veröffentlichung Ponte City (Steidl, 2014). Der 54-stöckige Wohnblock in Johannesburg wurde unter dem Apartheid-Regime im Jahr 1976 für weiße „Arrivierten“ erbaut. Während des politischen Reformprozesses in den 1980er und 90er Jahren wurde er zum Zufluchtsort für schwarze Neuankömmlinge in der Stadt sowie Einwanderer aus ganz Afrika, bevor Vernachlässigung und Verwahrlosung ihn zum Inbegriff von städtischem Verfall werden ließen und er als Epizentrum von Kriminalität, Prostitution und Drogenhandel gebrandmarkt wurde. In Zusammenarbeit mit den verbleibenden Bewohnern starteten Subotzky und Waterhouse ihr Projekt im Jahr 2007, nachdem ein Regenerationsprojekt fehlgeschlagen war. Entstanden ist ein intimes und tief bewegendes soziales Portrait einer Kultur, eines Bauwerkes und seiner Gemeinschaft von Bewohnern durch Fotografien, Bauplänen und anderem archivarischem und historischem Material. Zusätzlich vervollständigt eine Sequenz von 17 Broschüren mit Essays und persönlichen Geschichten die visuelle und räumliche Erzählung über dieses Wahrzeichen Johannesburgs.

 

Abbildung: Mikhael Subotzky und Patrick Waterhouse, Ponte City from Yeoville Ridge, 2008, © Mikhael Subotzky und Patrick Waterhouse

 

Zum letzten Mal im ewz-Unterwerk Selnau

Opening & Award Night des
Swiss Photo Award – ewz.selection

Zum letzten Mal feiert der Swiss Photo Award ewz.selection am Mittwoch, 13. Mai, seine
Opening & Award Night in der Industriehalle des ewz-Unterwerk Selnau. Für die Preissumme von insgesamt 35’000 CHF sind die besten 21 Fotoarbeiten aus dem letzten Jahr nominiert, die die internationale Jury aus 573 Arbeiten mit rund 4300 Bildern ausgewählt hat. Die Preisträger in den sieben Kategorien erwarten ein Preisgeld von je 5’000 CHF.

Die Ausstellung zeigt vom 14. bis 31. Mai neben den Besten auch die Arbeiten der letzten
Juryrunde, insgesamt 59 Werke. Sie erlaubt es damit dem Besucher, sich seine eigene Meinung zur Auswahl der Jury zu bilden.
FACTSHEET
-> Opening & Award Night mit Preisverleihung
Mittwoch (vor Auffahrt), 13. Mai, 17.00 bis 21.00 Uhr

-> Ausstellung Swiss Photo Award – ewz.selection
14. bis 31. Mai, täglich 12.00-20.00 Uhr
Eintritt CHF 15.-/10.- (ermässigt). www.ewzselection.ch
ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich

Galerie Hiltawsky zeigt Fotografien von Thomas Rusch

THOMAS RUSCH: “À FLEUR DE PEAU”

Eröffnung am Donnerstag, 30. April, 19 Uhr.
Galerie Hiltawsky zeigt vom 1. Mai bis 13. Juni “À FLEUR DE PEAU”,
Fotografien von Thomas Rusch.

Opening on Thursday, April 30th, 7pm.
From May 1st to June 13th Galerie Hiltawsky shows “À FLEUR DE PEAU”,
photographs by Thomas Rusch.

Galerie Hiltawski
Tucholskystraße 41
10117 Berlin  Hortus Florum #1, Paphiopedilum Niveum, 2011

– Please scroll down for the english version –

HAUT. Unser größtes und sensibelstes Organ, die zarte, elastische Grenze zur Aussenwelt, spricht Bände über uns, teilt uns die leiseste Veränderungen in unserer Umgebung mit, atmet für uns, macht uns spürbar und berührbar, verrät unsere Gefühle, unser Alter, unsere Konstitution. Ist superempfindlich (französisch “à fleur de peau”).

THOMAS RUSCH, in Berlin und Hamburg lebender Fotograf, erforscht in seiner Arbeit unser kulturelles Verhältnis zu Sexualität. Sein Spiel mit Bedeutungsebenen hinterfragt unsere Wahrnehmung: mal ist es eine zarte Oberfläche, die Explizites erzählt, mal thematisiert er Obsession und Fetisch – und deckt die Intimität hinter dem Expliziten auf. Die großformatigen Fotografien der Serien “HORTUS FLORUM” und “SCHWARZ/WEISS” wurden im vergangenen Jahr bereits in Paris ausgestellt und wurden nun um neue Motive erweitert.

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DIE SAMMLUNG FOTOGRAFIE IM KONTEXT

Abb.: Wilhelm Weimar, Akelei, Hamburg, 1896-1901, Kollodiumpapier, 15,6 x 22,9 cm, © Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

3. Februar bis 19. April 2015
HERBARIUM. WILHELM WEIMAR
MKG Hamburg
Ausstellung
http://www.mkg-hamburg.de

Am 3. Februar 2015 beginnt die Ausstellung »Herbarium. Wilhelm Weimar« mit einem ersten Einblick in die einzigartige naturnahe Pflanzenfotografie des Hamburger Fotografen.

Wilhelm Weimars fotografisches Herbarium entsteht um die Jahrhundertwende und vereint den geschärften Blick der botanischen Wissenschaft mit jenem für ästhetische Komposition.

Mit der Reihe »Die Sammlung Fotografie im Kontext« stellt das MKG im Zuge der Aufarbeitung seiner einmaligen Sammlung historischer Fotografien regelmäßig ausgewählte Schätze vor.

Die Pflanzenfotografien von Wilhelm Weimar (1857-1917) wirken modern und nostalgisch zugleich. Um die Jahrhundertwende entsteht sein fotografisches Herbarium, das den geschärften Blick der botanischen Wissenschaft mit einem Sinn für die individuelle Schönheit des Motivs vereint. Vor neutralem Hintergrund lichtet Weimar Blüten, Blätter und Zweige ab, stets im Bemühen um eine ansprechende Komposition und eine wahrheitsgetreue Übertragung der Formen und Farbwerte der Natur. Weiterlesen