Rückblick auf die 9. Darmstädter Tagen der Fotografie

Liebe Freunde der Darmstädter Tage der Fotografie,

die drei Tage 9. Darmstädter Tage der Fotografie liegen eine Woche zurück. Zeit also für einen Rückblick – eine erste Bilanz.

Die Eröffnung 
„Macht Euch keine Sorgen, es ist Fototage-Eröffnung. Da regnet es nie“. Wer hätte gedacht, dass die erfahrene Festival-Besucherin es besser wusste als die Wetter-Apps. Die Sonne schien genau zum richtigen Zeitpunkt in den Garten des Designhauses. Und warme Worte gab es noch dazu. Lieber Herr Prof. Dr. Stengler, lieber Herr Dr. Müller, lieber Herr Partsch: Vielen Dank für das Lob. Wir bleiben dran.

Die Preisverleihung
Das Wetter hielt bis zur Verleihung des 6. Merck-Preises. Gut so, denn das Museum Künstlerkolonie war rappelvoll, als Tanja Zocher von Merck den mit 7.000 Euro dotierten Hauptpreis an den jungen Berliner Künstler Alexander Gehring übergab. Ein überzeugender und sympathischer Preisträger – nach einer knappen Jury-Entscheidung. Die Arbeiten der beiden anderen Nominierten Stephanie Gudra und Michel Le Belhomme fanden ebenfalls großes Interesse beim Publikum und wurden mit je 1.500 Euro gewürdigt.

 

Die neuen Locations
Der Zahn der Zeit trifft aktuelle Kunst: Vier Künstler verzauberten das gegenwärtig leer stehende Haus Olbrich in einen besonderen Ausstellungsraum. Verónica Losantos nutzte erstmals die außergewöhnliche Architektur der Mainhall am Osthang-Project für „Screen Memories“. Das Kunstforum der TU Darmstadt gab im Campus Stadtmitte fünf jungen Künstlern einen faszinierenden neuen Raum für ihre Arbeiten.

Symposium und Ausstellung studentischer Arbeiten an der Hochschule Darmstadt
Der Fachbereich Gestaltung als Partner der DTDF öffnete sein Haus für das Symposium und auch dort gab es eine Ausstellung: Studierende aus Darmstadt und der AKI Artez Academy Enschede (NL) präsentierten aktuelle Arbeiten. Mitten unter diesen Arbeiten auch die Werke der Professoren und Dozenten Judit Hettema (AKI), Kris Scholz (h_da) und Stefan Bayer (h_da). Besonders bemerkenswert war die hochwertige Präsentation der Arbeiten.

Das Symposium vertiefte das Thema des Festivals in 5 Vorträgen: von Exkursionen in die Foto-Kunstgeschichte mit Boris von Brauchitsch über Mark Farids Experimente mit virtueller Realität und Sichtweisen der Kuratorin Nadine Wietlisbach bis hin zu anschaulichen Werkvorträgen von Viktoria Binschtok und Phillip Toledano.

Begegnungen an allen Orten
Das besondere Flair der Tage der Fotografie war an allen 3 Tagen gegenwärtig – nicht nur in den Ausstellungsräumen. Fast alle ausstellenden Künstler waren zum Festival angereist und es fanden sich neue und alte Bekanntschaften. Zeit für Gespräche gab es beim Künstlerdinner, das schon fast ein Klassiker ist und wo neue Netzwerke geknüpft werden. Führungen und Künstlergespräche in den Ausstellungen boten Gelegenheit, über Fotografie zu reflektieren und unerwartete Aspekte zu entdecken. Und nicht zuletzt wurde auch an so ungewöhnlichen Orten wie im Shuttle-Auto über die Kunst gesprochen – wenn man vor dem Aprilregenschauer schnell eines erwischt hatte und mit Mitfahrern ins Gespräch kam.

Schülerworkshops
Vier Tage lang hatten Schüler direkt im Anschluss an das Festival die Gelegenheit in Workshops sich der Fotografie anzunähern. Mit Thomas Blank, der als Medienpädagoge die Workshops leitete, sowie den Fotografen Stefan Daub, Christian Engels und Andreas Zierhut fotografierten die Schüler je einen Tag lang, was ihnen vor die Linse kam. Gosbert Gottmann, Aussteller der Hauptausstellung der als „Künstlerpate“ auch mit von der Partie war, erläuterte den Schülern anschauungsreich seine künstlerische Arbeit.

Katalog „Projektion – Behauptungen“
Sie wollen die Ausstellungen und Vorträge noch einmal Revue passieren lassen oder sich intensiver mit einzelnen Künstlern und Referenten beschäftigen? Dann möchten wir Ihnen den begleitenden Katalog zum Festival ans Herz legen: Das Buch „Projektion – Fotografische Behauptungen“ kann hier bestellt werden. Es umfasst 283 Seiten mit Abbildungen, Texten und Biografien aller beteiligten Künstler. Preis: 25 € zzgl. Versandkosten. (ISBN 978-3-9813629-6-1)

 

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