Willy-Brandt-Haus, berlin

WORLD PRESS PHOTO 2018

Patrick Brown, Adam Ferguson, Toby Melville, Ivor Prickett,
Ronaldo Schemidt, George Steinmetz

Thu 7 Jun 19:30
8 Jun – 1 Jul 2018

Der World Press Photo Award 2017 geht an den Fotografen Ronaldo Schemidt. Er fotografierte während der Proteste gegen die venezolanische Regierung José Víctor Salazar Balza (28), der von Flammen erfasst wurde als der Tank eines Motorrades explodierte. Balza überlebte mit schweren Brandwunden.

World Press Photo of the Year Venezuela Crisis © Ronaldo Schemidt, Agence France-Presse 3 May 2017: José Víctor Salazar Balza (28) catches fire amid violent clashes with riot police during a protest against President Nicolas Maduro, in Caracas, Venezuela.

Der jährliche WORLD PRESS PHOTO Award ist der weltweit größte und renommierteste Wettbewerb für Pressefotografie. Die Mission der World Press Photo Foundation ist seit 1955 “hohe professionelle Standards im Fotojournalismus aufrechtzuerhalten und für einen freien und uneingeschränkten Informationsaustausch einzutreten”.

Triennale Photographie

7. Triennale Photographie Hamburg

320 Künstler 80 Orte 90 Veranstaltungen 1 Festival

Mit einer großen Anzahl von Fotoausstellungen unter dem gemeinsamen Motto BREAKING POINT. SEARCHING FOR CHANGE. werden hochaktuelle fotografische Themen beleuchtet. Begleitet wird das Fotofestival von Künstlergesprächen, fachspezifischen Diskussionen, Vorträgen, Portfolio-Sichtungen sowie einer internationalen Konferenz.

Juni – September 2018
ERÖFFNUNG: Do 07.06. 19:00 Uhr
Haus der Photographie / Deichtorhallen Hamburg

www.phototriennale.de

Willy-Brandt-Haus, Berlin

Nelson Mandela zum 100. Geburtstag

Nelson Mandela zählt zu den großen Kämpfern gegen die Unterdrückung der Schwarzen. Für seinen Widerstand gegen die Apartheid wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Freilassung nach 27 Jahren markierte eine Wende in Südafrika. Als erster schwarzer Präsident führte er sein Land auf den Weg zu Demokratie und Versöhnung. In Erinnerung an den Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela präsentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus Fotografien von Jürgen Schadeberg und Louise Gubb in einer gemeinsamen Ausstellung.

Louise Gubb 
Jürgen Schadeberg 

Willy-Brandt-Haus, Berlin

Thu 7 Jun 19:30
8 Jun – 9 Sep 2018

© Louise Gubb, Feier, 27. Mai 1993, Südafrika

 

DTDF Eröffnung und Preisverleihung

DTDF Eröffnung des Festivals und  Verleihung des 7. Merck-Preises am Freitag, den 20. April 2018 auf der Mathildenhöhe Darmstadt.

18 Uhr / Eröffnung des Festivals
Designhaus Hessen, Eugen-Bracht-Weg 6

Es sprechen Prof. Dr. Ralf Stengler, Präsident der Hochschule Darmstadt, Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt und Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Stellvertretend für das Kuratorenteam wird Prof. Dr. Kai Buchholz eine Einführung in die Hauptausstellung geben.

19:30 Uhr / Bekanntgabe des Gewinners und Verleihung des Merck-Preises
Museum Künstlerkolonie, Olbrichweg 13 A

Es begrüßt Sie Dr. Philipp Gutbrod, der Leiter des Instituts Mathildenhöhe, und Tanja Zocher, Referentin für Kunst und Kultur der Firma Merck KGaA.

21 Uhr / Eröffnung der Dialogausstellung
Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, Olbrichweg 10

Studenten und Studentinnen der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, und FAMU – Film and TV School, Academy of Performing Arts, Prag. Grußwort: Prof. Dr. Ralph Stengler, Präsident der Hochschule Darmstadt

Fast alle ausstellenden Künstlerinnen und Künstler werden anwesend sein.

Der Merck-Preis

Während der 10. Darmstädter Tage der Fotografie wird zum 7. Mal der Merck-Preis verliehen. Aus rund 380 Einsendungen des Wettbewerbs wurden zunächst 37 Arbeiten für die Teilnahme am Festival ausgewählt. Davon nominierte die Jury folgende drei Künstler für den Merck-Preis:

Hanna Becker
The Game →
Brigitte Lustenberger
This Sense of Wonder 
Michael Schmid
Still Images 

Erst am Tag der Eröffnung des Festivals und nach Beurteilung der Präsentation im Ausstellungsraum wird einer der drei Nominierten als Preisträger ermittelt und am Abend geehrt. Der Preisträger erhält 7.000 Euro, die beiden weiteren Nominierten erhalten je 1.500 Euro. Der Merck-Preis wird von dem Darmstädter Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck gestiftet.

Das Programm am Festivalwochenende

Samstag, 21. April 2018

10–18 Uhr / Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, Aula
Symposium
Internationale Fotografieexperten, renommierte Kuratoren und beteiligte Künstler stellen ihre Perspektiven und Strategien fotografischen Handelns vor. Mehr zum Programm 
Tickets: 15 Euro / 10 Euro ermäßigt / Ticketvorverkauf über ztix.de →

19 Uhr / Centralstation (Saal, 3. OG)
Künstlerdinner
Das traditionelle Künstlerdinner inmitten der Ausstellung im Saal der Centralstation ist ein weiterer Höhepunkt des Festivals.
Tickets: 35 Euro (inkl. Drei-Gänge-Buffet und Getränke, 19 bis 21 Uhr)
Eine limitierte Anzahl an Tickets ist im Vorverkauf über ztix.de → erhältlich.

21 Uhr / Centralstation (Saal, 3. OG)
Festival-Lounge
Der Saal der Centralstation wird zur Lounge und lädt zum Get together ein.
Der Eintritt ist frei.

Sonntag, 22. April 2018

10 – 17 Uhr / Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung
Workshop
Der Kunstmarkt – Chancen und Perspektiven für Fotografinnen und Fotografen.
Mit Angela Hohmann. Mehr Infos und Anmeldung 

10 – 18 Uhr / Fotogalerie im Weißen Turm
DTDF OFF: Ausstellung der Gewinner des Jugenfotowettbewerbs
präsentiert vom Foto-Club Darmstadt e.V.

11 Uhr / Designhaus Hessen
Führung und Signierstunde
Öffentliche Führung durch die Hauptausstellung mit dem Team der Darmstädter Tage der Fotografie und anwesenden Künstlern. Anschließend können Sie sich Fotobücher von den Künstlern signieren lassen.

12 Uhr / Galerie Christiane Klein, Atelierhaus Vahle
DTDF OFF: Führung durch die Ausstellung
Flor Garduño und Francine Mury: HORTUS UNIVERSALIS
www.atelierhaus-vahle.de →

14 Uhr / Centralstation
KünstlerInnengespräch
mit Louis De Belle, Felix Dobbert, Daniel Stier, Katrin Streicher, Anna Tiessen, Hannes Wiedemann, Simon Schnelle

15 Uhr / Internationales Waldkunst Zentrum
DTDF OFF: Performance/Finissage
Regine Frank: „The HeArt is Present – Past Present Future“
www.iwz.waldkunst.com →

15 Uhr / Kunst Archiv
KünstlerInnengespräch
mit Svetlana Biryukova, Nele Gülck, Karolin Klüppel, Mirène Schmitz

17 Uhr / Kunsthalle Darmstadt
DTDF OFF: Eröffnung der Ausstellung
Hans-Jürgen Raabe: „990 Faces“
www.kunsthalle-darmstadt.de →

Škoda VIP Shuttle Service

Für die Wegstrecken zwischen den Ausstellungsorten steht allen Besuchern ein kostenfreier und individueller Shuttle-Service von ŠKODA AUTO zur Verfügung.

Freitag, 20. April 2018, 17 – 23 Uhr
Vernissagen-Rundfahrt auf der MathildenhöheSamstag, 21. April 2018, 12 – 22 Uhr
Rundfahrten zwischen den Ausstellungen und Transfer vom Symposium zum Künstlerdinner / Lounge in der Centralstation

Sonntag, 22. April 2018, 10 – 18 Uhr
Rundfahrten zwischen den Ausstellungen im Stadtgebiet

Workshop / Sonntag, 22. April 2018, 10 – 17 Uhr

Der Kunstmarkt – Chancen und Perspektiven für Fotografinnen und Fotografen

Der Kunstmarkt ist für Fotografinnen und Fotografen ein immer wichtigeres Standbein. Doch folgt er eigenen komplexen Regeln. Für den Eintritt in den Kunstmarkt ist es nicht nur wichtig, über ein herausragendes künstlerisch-fotografisches Portfolio, sondern auch über spezifische Kenntnisse zu den Funktionsweisen des Kunstmarkts zu verfügen.

In dem Tagesworkshop mit Angela Hohmann werden Kenntnisse zu Akteuren und Funktionsweisen des Kunstmarktes und der Galerienlandschaft vermittelt und Strategien der Selbstvermarktung und Positionierung im Markt diskutiert. Angela Hohmann ist Kunstmarktexpertin. Sie lebt und arbeitet als Kunstkritikerin und Autorin in Berlin. Seit über 10 Jahren begleitet sie die Kunst- und Kunstmarktlandschaft als Kritikerin.

Melden Sie sich für die letzten verfügbaren Plätze an! Mehr Infos 

Mehr Informationen zum Festival: www.dtdf.de

C/O Berlin – Irving Penn Exhibition

Irving Penn . Centennial

Der Jahrhundertfotograf

Pablo Picasso, Marlene Dietrich und Alfred Hitchcock, Porträts von Ureinwohnern Neuguineas, abstrakte weibliche Akte, exquisite Stillleben, glamouröse Modeaufnahmen für die Vogue – Irving Penn (1917–2009) gilt als der einflussreichste Fotograf des 20. Jahrhunderts.

In seiner Schaffenszeit von rund siebzig Jahren hat er einen höchst vielseitigen und unverwechselbaren Bildkosmos geschaffen. Als einzigartiger Meister der verschiedenen Gattungen gelang es ihm, zeitgenössische Fotografie und Kunst miteinander zu verweben. Ob Menschen oder unbelebte Dinge – Irving Penn wusste sie alle mit einem ganz anderen Blick neu zu sehen und zu etwas Besonderem zu machen. Seine innovativen Fotografien leben von Klarheit, Eleganz, Perfektion und makelloser Schönheit. Mit seiner einmaligen Handschrift und streng reduzierten Ästhetik ist er bis heute stilprägend und hat unzählige Nachfolger inspiriert. Anlässlich seines 100. Geburtstages feiert C/O Berlin Irving Penn mit einer großen Retrospektive. Die Ausstellung mit rund 240 Exponaten wurde vom Metropolitan Museum of Art in Zusammenarbeit mit der Irving Penn Foundation kuratiert. Die zugesagte Schenkung von mehr als 180 Arbeiten der Irving Penn Foundation an das Metropolitan Museum of Art bildet den Kern der Ausstellung, darunter auch die weltbekannten Studien von Lisa Fonssagrives-Penn, das gefragteste Fotomodell jener Zeit, Ehefrau und Muse von Irving Penn. Die Ausstellung wird von einer umfassenden Monografie, erschienen im Schirmer/Mosel Verlag, München, begleitet.

Pablo Picasso at La Californie, Cannes, 1957 © The Irving Penn Foundation

 

Exhibitions

24/03/18 bis 01/07/18
Öffentliche Führungen Samstag und Sonntag 14 Uhr und 16 Uhr (deutsch) 18 Uhr (englisch)
Während der Osterfeiertage täglich von 11 – 20 Uhr geöffnet.
Fotos:
Pablo Picasso at La Californie, Cannes, 1957 © The Irving Penn Foundation
Ballet Society, New York, 1948 © Condé Nast 03 Marlene Dietrich, New York, 1948 © The Irving Penn Foundation
Still Life with Watermelon, New York , 1947 © Condé Nast
Nude No. 58, New York, 1949-50 © The Irving Penn Foundation
Mouth (for L‘Oréal), New York, 1986 © The Irving Penn Foundation
Saul Steinberg in Nose Mask, New York, 1966 © Condé Nast
Girl with Tobacco on Tongue (Mary Jane Russell), New York, 1951 © Condé Nast

Im Prisma der Fotografie – arte

F. C. Gundlach – Meister der Modefotografie

Er hat sie alle vor die Linse bekommen: Romy Schneider, Maria Schell und Nadja Tiller, Jean Cocteau, Jean-Luc Godard und Curd Jürgens. Franz Christian Gundlach gilt als Grandseigneur der Modefotografie. Die Bilder des über 90-jährigen Fotokünstlers werden weltweit ausgestellt. Wim Wenders deutet ihn als „Visionär der Fotografie“. Für die Doku öffnet Gundlach sein Privatarchiv.

www.arte.tv/de/video – f-c-gundlach-meister-der-modefotografie

Verfügbar von 11.02.2018 bis 12.05.2018

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FESTIVAL: 16 FEB – 25 FEB 2018 DUESSELDORF PHOTO 2018

DUESSELDORF PHOTO 2018

Around fifty museums, cultural institutions and galleries will present over 100 photographers

Louise Dahl-Wolfe » Anna Grzelewska » Dennis Hopper » Barbara Kasten » Herlinde Koelbl » Timm Rautert » Thomas Ruff » Stefan Schneider » Kris Scholz » Alec Soth » Charles Wilp » Akram Zaatari » & others

Festival: 16 Feb – 25 Feb 2018

www.duesseldorfphoto.de

Herlinde Koelbl: Schafzimmer London 1 © Herlinde Koelbl

Louise Dahl-Wolfe: Suzy Parker by the Seine, Costume by Balenciaga, 1953
Collection Staley Wise Gallery
© 1989 Center for Creative Photography, Arizona Board of Regents

DUESSELDORF PHOTO

Festival: 16. bis 25. Februar 2018

Vom 16. bis 25. Februar steht die Stadt Düsseldorf für 10 Tage ganz im Zeichen der Fotografie. Rund 50 Museen, Kulturinstitutionen, Hochschulen, Galerien und Projekträume präsentieren Werke von über 100 Fotografen und Fotografinnen in ganz Düsseldorf.

Museums- und Galerieausstellungen, kuratiere Satellitenprojekte, Aktionen im öffentlichen Raum, Konferenz, Fotobuchmesse, Filmprogramm und Mappenschauen widmen sich der Geschichte, der Zukunft, den Akteuren und aktuellen Diskursen der Fotografie – u.a. mit Thomas Ruff, Barbara Kasten, Herlinde Koelbl, Kris Scholz, Louise Dahl-Wolfe, Charles Paul Wilp, Akram Zaatari, Dennis Hopper, Klasse Christopher Williams.

Beteiligte Häuser sind unter anderem K21 – Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, NRW-Forum Düsseldorf, Museum Kunstpalast, Sammlung Philara, Galerie Hans Mayer, Konrad Fischer Galerieund viele mehr.
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Nominierungen für den 7. Merck-Preis

die Nominierten für den 7. Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie 2018 stehen fest. Im folgenden möchten wir Ihnen die drei Künstler und ihre Werke kurz vorstellen.

Hanna Becker: The Game
Brigitte Lustenberger: This Sense of Wonder
Michael Schmid: Still Images

Der Merck-Preis wird von dem Darmstädter Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck gestiftet und ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Erst am Tag der Eröffnung des Festivals und nach Beurteilung der gehängten Arbeiten wird die Preisträgerin oder der Preisträger ermittelt und am Abend geehrt. Die Preisverleihung findet am 20. April 2018 um 19.30 Uhr im Museum Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe statt, zu der wir Sie heute schon herzlich einladen.

Hanna Beckers Arbeit ist geprägt von ihrem spielerischen Umgang mit unterschiedlichen Bildsprachen. Ihre Fotografien changieren zwischen hyperrealen und inszenierten Motiven – nichts ist, wie es scheint. Das Leben ist ein Spiel und die Welt ist die Bühne. Die Inszenierung dazu liefert die Absolventin der Dortmunder Fachhochschule mit Bildlösungen auf hohem, professionellem Niveau.

Hanna Becker wurde 1986 geboren und lebt in Berlin. Sie schloss 2017 ihr Studium an der Fachhochschule Dortmund ab.www.hanna-becker.com

 

>Brigitte Lustenberger
This Sense of Wonder

Brigitte Lustenberger entführt in ihrer Installation in die sinnliche Welt der fotografischen Projektion. Sie handelt als Fotografin akribisch wie eine Wissenschaftlerin, ästhetisch wie eine barocke Malerin und poetisch wie eine Lyrikerin. Das zentrale Thema ihrer Arbeit ist der Aspekt der Fotografie, sich zwischen Tod und Leben zu bewegen, Momente zu bewahren, das Leben einzufrieren und damit auch die Vergänglichkeit deutlich zu machen.

Brigitte Lustenberger wurde 1969 geboren und lebt in Bern. Sie studierte Sozial-, Wahrnehmungs- und Fotogeschichte an der Universität Zürich und erlangte einen Master of Arts in Fine Art Photography and Related Media an der Parsons The New School of Design in New York.

Michael Schmid
Still Images

Michael Schmids Fotografien sind großartig komponierte Bilder, die den Wesenskern der fotografischen Aufnahmetechnik meisterhaft vor Augen führen. In formaler, reduzierter Bildsprache verwandelt er einfache dreidimensionale Objekte in irritierende Formen und Flächen. Er zeigt, was der fotografische Apparat kann: Mit präzis gewählten Ausschnitten und Standpunkten wird das reale Objekt zu einer Abstraktion seiner selbst. Michael Schmid beherrscht das Handwerk meisterhaft und agiert wie ein Bildhauer auf dem Fotopapier.

Michael Schmid wurde 1981 geboren und lebt in Bremen. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Humboldt Universität Berlin folgte ein Fotografiestudium bei Prof. Peter Bialobrzeski und Prof. Jeanne Faust sowie das Studium Freier Kunst in der Klasse von Korpys/Löffler an der Hochschule für Künste Bremen.

>Die Jury wählte weitere 35 Arbeiten aus rund 380 Einsendungen aus, die während des Festivals ausgestellt werden. Die Jury bestand aus den Initiatoren und Vorsitzenden der Darmstädter Tage der Fotografie, Gregor Schuster, Alexandra Lechner, Prof. Dr. Kris Scholz von der h_da (Hochschule Darmstadt), Ute Noll (on-photography.com), Rüdiger Dunker und Albrecht Haag. (Foto von links nach rechts) Weiterhin widmet sich dem Jahresthema „Perspektiven – Strategien fotografischen Handelns“ auch eine zentrale Ausstellung im Designhaus. Das gesamte Programm sowie alle teilnehmenden Künstler werden Ende Februar bekannt gegeben.

>Mehr Informationen zum Festival: www.dtdf.de

Deichtorhallen _ gute aussichten deluxe

GUTE AUSSICHTEN DELUXE

JUNGE DEUTSCHE FOTOGRAFIE NACH DER DÜSSELDORFER SCHULE
26. JANUAR − 21. MAI 2018
HAUS DER PHOTOGRAPHIE
#GUTEAUSSICHTENDELUXE


Die Ausstellung GUTE AUSSICHTEN DELUXE − JUNGE DEUTSCHE FOTOGRAFIE NACH DER DÜSSELDORFER SCHULE resultiert aus der 13jährigen Arbeit für das Nachwuchsförderungs-Projekt GUTE AUSSICHTEN − JUNGE DEUTSCHE FOTOGRAFIE, das seit 2004 für seine inzwischen 122 Preisträger weltweit über 150 Ausstellungen organisiert hat.

GUTE AUSSICHTEN DELUXE präsentiert 25 neue, herausragende Positionen aus dem Kreis der GUTE AUSSICHTEN-Preisträger der Jahre 2004 bis 2015, deren künstlerisches Schaffen sich in dieser Zeit kontinuierlich weiterentwickelt hat. Die Positionen, die GUTE AUSSICHTEN DELUXE vorstellt, sprengen vielfach die Grenzen, die dem Medium Fotografie auferlegt scheinen.

Die Ausstellung spiegelt den Fortbestand und Wandel des Mediums Fotografie in all seinen Facetten und bietet einen einzigartigen Überblick über eine Generation von jungen Fotografen, die das Primat der Düsseldorfer Schule hinter sich gelassen hat und sich visuell klar in der Gegenwart verortet. So hat sich die zeitgenössische Fotografie vom reinen Abbild längst verabschiedet. Die durch die Düsseldorfer Schule postulierte Objektivität des Bildes ist − trotz oder gerade wegen der anhaltenden Bilderflut auf allen medialen Kanälen − dahin.

Gesucht und untersucht wird von den jungen Talenten, welche Rolle die Fotografie im medialen Kanon der Bilder spielt und welche neuen Ausdrucks- und Erscheinungsformen man ihr entlocken kann. Ausgehend von den Rändern der etablierten Fotografie erweitert sich so das zeitgenössische Bild in aktuelle mediale Ausdrucksformen. Die jungen Lichtbildner nutzen dafür alle Mittel der digitalen und analogen Bilderzeugung und -umsetzung, bedienen sich unterschiedlicher medialer Strategien ebenso selbstverständlich, wie sie mit Bewegtbildern, Sound und der Malerei hantieren oder sich mit ihren Werken installativ in den Raum bewegen.

Mit aktuellen Werken der Preisträger Nadja Bournonville, Georg Brückmann, Claudia Christoffel, Monika Czosnowska, Felix Dobbert, Sonja Kälberer, Katrin Kamrau, Alwin Lay, Kolja Linowitzki, Tamara Lorenz, Marian Luft, Sara-Lena Maierhofer, Thomas Neumann, Nicolai Rapp, Jewgeni Roppel, Rebecca Sampson, Helena Schätzle, Luise Schröder, Stefanie Schroeder, Sarah Straßmann, Stephan Tillmans, Markus Uhr, Anna Simone Wallinger, Christina Werner und Maja Wirkus.

ERÖFFNUNG

Am Donnerstag, 25. Januar 2018 um 19 Uhr im Haus der Photographie.
Es sprechen Ingo Taubhorn (Kurator im Haus der Photographie) und Josefine Raab (Gründerin »gute aussichten«).
Im Anschluss: Die lange Nacht der Fotografie, 20 − 0 Uhr. Mit Rundgängen, Ver-Führungen, Gesprächen, Begegnungen und Einzelpräsentationen. Eintritt frei.
Unter anderem mit Peter Bialobrzeski, Fotograf und Professor für Fotografie, Hamburg/Bremen; Alain Bieber, Künstlerischer Direktor des NRW-Forum Düsseldorf; Wibke von Bonin, Kunsthistorikerin und Kulturjournalistin, Köln; Carla Susanna Erdmann, Fotografie-Journalistin & Redakteurin, Hamburg/Berlin; Klaus Hillmann, Geschäftsführer Tandem Kunsttransporte, Frechen/Köln; Stefan Kiefer, DJ Captain Shakti/Groove Jazz, Hamburg; Katja Kullmann, Schriftstellerin und Journalistin, Themenchefin der TAZ, Berlin; Josefine Raab, Kunsthistorikerin und Gründerin von gute aussichten, Neustadt/W.; Bernhard Prinz, Künstler & Professor für Fotografie, Hamburg/Kassel; Sabine Schnakenberg, Sammlungskuratorin am Haus der Photographie, Hamburg; Amélie Schneider, Bildliebhaberin und Bildchefin des Magazin Neon, Hamburg; Ingo Taubhorn, Kurator am Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg; Jordanis Theodoridis, Galerist, Eschlikon; Roland Wenninger, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Direktion, Museum Villa Stuck, München; Babette Marie Werner, Kunsthistorikerin, Humboldt Universität, Berlin, Ausstellungsorganisatorin und seit 2017 Kuratorin für das Kirchner Museum Davos in Berlin; Werner Widmer, Galerist und Gestalter, Eschlikon und vielen der Fotografen.

MAGAZIN

Begleitet zur Ausstellung erscheint das GUTE AUSSICHTEN DELUXE Magazin in deutscher und englischer Sprache, 180 S., ca. 300 Abb., 20 x 28 cm, streng limitierte Auflage, 10 Euro.
Auf einer eigens dafür eingerichteten Website www.gadeluxe.org, einem Blog und in den Social Media-Kanälen werden alle Künstler und Werke präsentiert und über den Fortgang des Projekts berichtet.

Haus der Photographie / Deichtorhallen Deichtorstr. 1-2 20095 Hamburg

www.deichtorhallen.de

 

Magnum Photos at 70. – Frankfurt

Magnum Photos at 70. Past – Present – Future

Symposium, Ausstellung, Workshop in Frankfurt am Main

Thomas Dworzak » David Hurn » Newsha Tavakolian »

Freitag 24. + Samstag 25. November 2017 Veranstalter: Deutsche Börse Photography Foundation in Kooperation mit Magnum Photos
und Leica Camera Frankfurt

 

Veranstaltungsort:

Leica Camera Frankfurt GmbH

Großer Hirschgraben 15 . 60311 Frankfurt (Main)

Deutsche Börse Photography Foundation

Mergenthalerallee 61 . 65760 Eschborn
T +49 (0)69-21 11 40 60
foundation@deutsche-boerse.com
deutscheboersephotographyfoundation.org/

Die Agentur Magnum Photos feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Jubiläum. Das bietet Anlass, einen Blick auf die Entstehungsgeschichte aber auch auf die gegenwärtige Entwicklung der internationalen Fotoagentur zu werfen. Die Deutsche Börse Photography Foundation veranstaltet in Kooperation mit Magnum Photos und Leica Camera Frankfurt am 24. und 25. November 2017 ein Programm, das die Begegnung mit Magnum-Mitgliedern in Frankfurt ermöglicht.     Thomas Dworzak, A beach. Destruction from the Georgian-Abkhaz war which took place between 1991 and 1993, Georgia, 07/1995 © Thomas Dworzak/Magnum Photos   Freitag, 24.11.2017
Symposium von 18:30 bis 21:00 Uhr

Eintritt frei, Veranstaltung in englischer Sprache
Anmeldung unter leica@leicagalleryfrankfurt.de erforderlich
Bitte beachten Sie, dass die Sitzplätze begrenzt sind.

Das Symposium am Freitag, den 24. November 2017, bietet zum einen Podiumsgespräche mit den drei Fotografen Thomas Dworzak (DE), David Hurn (UK) und Newsha Tavakolian (IRN), moderiert von Marco Bischof und Anne-Marie Beckmann. Zum anderen zeigt Marco Bischof, Züricher Filmemacher und Sohn des Magnum-Fotografen Werner Bischof, eine Auswahl gefilmter Interviews mit weiteren legendären Magnummitgliedern, u. a. mit Martin Parr, Bruce Gilden, Thomas Hoepker, David Hurn, Chris Steele Perkins, Peter van Agtmael, Peter Marlow, Inge Morath, Rene Burri und Bruce Davidson. Damit gewähren über drei Generationen von Fotografen Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsweisen, Anforderungen und in das Selbstverständnis von Magnum Photos als Organisation.

Die Ausstellung mit Arbeiten aus der Art Collection Deutsche Börse sowie einer Werkauswahl aus der Leica Galerie spannt den Bogen von den frühen 1950er-Jahren bis heute. Mit Werken von u. a. Werner Bischof, Thomas Hoepker, Martin Parr, Paul Fusco und Alec Soth sind viele verschiedene fotografische Ansätze vertreten.

Martin-Gropius-Bau

F.C. Gundlach: Der Meister der Modephotographie

ARTE im Martin-Gropius-Bau
Filmpremiere und Gespräch FR 24.11.2017, 19:00

Dokumentarfilm von EVA GERBERDING, ARTE/NDR 2017

Er hat sie alle vor die Linse bekommen: Jean-Luc Godard, Romy Schneider, Maria Schell, Jean Cocteau, Curd Jürgens. Die Fotografien von F.C. Gundlach werden weltweit ausgestellt und haben eine ganze Generation von Fotografen beeinflusst. Darüber hinaus ist er Sammler und Kurator, 1975 eröffnete er die erste Fotogalerie in Deutschland. Die Filmautorin Eva Gerberding hat den heute 91-jährigen Gundlach über fünf Jahre mit der Kamera begleitet und exklusiven Einblick in sein Privatarchiv erhalten.

Anschließend Gespräch mit den Fotografen BARBARA KLEMM und HANS HANSEN sowie der Filmautorin EVA GERBERDING
Moderation: PROF. DR. HUBERTUS VON AMELUNXEN

VERANSTALTER
ARTE in Kooperation mit Martin-Gropius-Bau

Sendetermin des Films auf ARTE: Januar 2018

Stiftung Wunderlampe

Christof Schmidt für die Stiftung Wunderlampe. “Schwer- oder langzeiterkrankte und behinderte Kinder leben in einer Welt, die geprägt ist von vielen Spitalaufenthalten, Operationen und Einschränkungen. In diesem schwierigen und oft auch traurigen Alltag schafft die Stiftung Wunderlampe einen Moment der Freude, einen Lichtblick, mit einem wunderschönen, unvergesslichen Erlebnis.”
Um eine grosse Wahrnehmung der Stiftung in der breiten Bevölkerung, bei potenziellen Spender zu erreichen, durfte Christof Schmidt zwei Bilder für eine Spenden-Kampagne umgesetzten, die in verschiedensten Online- und Printmedien, bis hin zu Plakate
Schweizweit zum Einsatz kommt.

Paris Photo 2017

Paris Photo 2017

Private opening: Wednesday, November 8 (by invitation only)

Paris Photo and further six photo fairs are making their mark: This week more than 150 photography exhibitions are visible in Paris. See therefore the Extra-Newsletter PARIS during PARIS PHOTO. And also many relevant photo auctions will be there.

Grand Palais Avenue Winston Churchill | 75008 Paris
Wed November 8 : by invitation only
Thu-Sat November 9-11 : 12 pm – 8 pm
Sun November 12 : 12 pm – 7 pm

www.parisphoto.com

Kosmos Train – Janine Graubaum

Janine Graubaum Fotobildband: Kosmos Train Tausende Kilometer mit der Eisenbahn von Albanien bis Weißrussland: Angezogen von dem Charme der alten Sowjetzüge reiste die Fotografin Janine Graubaum immer wieder in den Osten Europas.
In ihrem Bildband „Kosmos Train“ zeigt sie den Alltag der Reisenden und taucht mit ihnen in den Mikrokosmos Zug ein. Es sind die privaten Momente in den Zugabteilen und auf den Bahnhöfen, die den Betrachter in den Bann ziehen. Herausgekommen ist eine Collage aus Exotik und Abenteuer (für den westlichen Betrachter) und  aus Stillstand und Fatalismus (für den östlichen Zugreisenden).

Kosmos Train ist im Peperoni Books Verlag erschienen und kann unter www.kosmos-train.de bestellt werden.

 

DZ BANK Kunstsammlung

Die DZ BANK Kunstsammlung zeigt vom 29. September 2017 bis 6. Januar 2018 in ihrer aktuellen Ausstellung“[AN-]SICHTEN: Vom Umgang mit der Wirklichkeit” 28 Arbeiten von dreizehn internationalen Künstlern, welche die Wahrnehmung gleich in mehrfacher Hinsicht infrage stellen.

Vertreten sind in dieser Ausstellung Fotoarbeiten aus der Sammlung von Gregory Crewdson, Thomas Demand, Valie Export, Joan Fontcuberta, Anton Henning, David Hockney, Barbara Klemm, Rosemary Laing, Louise Lawler, Ville Lenkkeri und Helen Sear sowie Neuerwerbungen von Barbara Probst und Michael Schäfer.

Das Ausstellungsformat [AN-]SICHTEN wird von einem Gastkurator aus einem anderen Kulturbereich gestaltet. In diesem Jahr richtet Thomas Rietschel, ehemaliger Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, seinen Blick auf die DZ BANK Kunstsammlung. Thomas Rietschel hat Fotografien der Sammlung ausgewählt, die auf unterschiedliche Weise ein Spannungsfeld erzeugen zwischen der Wirklichkeit und dem, was sie als scheinbare Realität darstellen – ein Thema, das durch die politischen Lage und die Diskussion um „fake news“ gerade einen aktuellen Bezug erhält.
Weitere Informationen unter www.dzbank-kunstsammlung.de

Düsseldorfer Fotoschule – Die neue deutsche Objektivität

Bernd und Hilla Becher, Begründer der Düsseldorfer Fotoschule, sorgten mit ihren schnörkellosen und nach Objektivität strebenden Bildern für grundlegende Umwälzungen in der fotografischen Praxis. Absolventen wie Thomas Ruff und Andreas Gursky, die durch diesen Stil entscheidend geprägt wurden, zählen zu den einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts (Stan Naumann, Dokumentation Frankreich 2011). Teil der Playlist “Düsseldorfer Fotoschule: Becher, Gursky, Ruff, Struth, …” hier:

 

OFF//FOTO 2017

OFF//FOTO 2017//OPENING : Sa, 2. September, 19:00

Kulturzentrum dasHaus, Bahnhofstraße 30, 67059 Ludwigshafen am Rhein
Über 70 Fotografieausstellungen in der Metropolregion Rhein-Neckar

mit Petra Arnold, Bruce Barnbaum, Ralf Brueck, Andrea Esswein, Horst Hamann, Mateo Hamann, Markus Kaesler, Franziska Klose, Tamara Lorenz, Eyal Pinkas, Irina Ruppert, Peter Schlör, Timo Schuster, Kamil Sobolewski, Miriam Stanke, Lorant Szathmary, Gerhard Winkler, u.a.

Festival: 3. September bis 5. November 2017
Eröffnung: Samstag, 2. September, 19 Uhr
im Kulturzentrum dasHaus in Ludwigshafen
Lange Nacht der Fotografie: Samstag, 23. September 2017

Noch nie zuvor waren so viele Fotoausstellungen in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen, aber auch in anderen Städten der Region wie Dannstadt-Schauernheim, Ladenburg, Speyer, Viernheim und Frankenthal zu sehen. Zeitgleich mit der Biennale für aktuelle Fotografie wird das Medium Fotografie in diesem Herbst groß gefeiert.

OFF//DIVERSITY
Breite fotografische Vielfalt
OFF//FOTO versteht sich als großes, regionales Publikumsfestival, das über den engen Kreis von Fotofachleuten auch all jene Besucher anspricht, die sich von der Magie der Bilder begeistern lassen. Zum dritten Mal zeichnet sich das Fotofestival durch eine große stilistische, technische und motivische Vielfalt aus.

OFF//SPACES
Fotografie an ungewöhnlichen Orten
OFF//FOTO bezieht viele gesellschaftliche Akteure ein. Neben bekannten Galerien gilt es eine Reihe ungewöhnlicher Ausstellungsräume zu entdecken. So stellt Peter Schlör etwa im ehemaligen Wohnhaus des Hasselblad Award-Preisträgers Robert Häusser aus, Andrea Esswein im barocken Schloss Kleinniedesheim, Mateo Hamann im Schloss der Mannheimer Universität, Miriam Stanke und Timo Schuster an und in Abrisshäusern der Ludwigshafener Innenstadt und Stephan Horch in einem ehemalige Hallenbad. Irina Ruppert zeigt ihre neuen, vor Ort entstandenen Arbeiten sogar mitten in einem Gemüsefeld in Dannstadt-Schauernheim. Alle Ausstellungen sind auf der Webseite www.off-foto.info aufgeführt.

OFF//CLASSES
Erstmals Workshop-Programm
OFF//FOTO und die Biennale für aktuelle Fotografie bieten erstmals gemeinsame Workshops an. International renommierte Künstler werden ebenso wie lokale Spezialisten ihr Wissen vermitteln und die Teilnehmer praktisch anleiten. Das Programm umfasst alte fotografische Verfahren, wie etwa Ambrotypie, Cyanotypie und die Kollodium-Nassplatten-Fotografie, aber auch Übungen zur Porträt- und Architekturfotografie.

OFF//NIGHT
Lange Nacht der Fotografie am Samstag, 23. September 2017
Erstmals sind während der Langen Nacht der Fotografie fast alle Ausstellungsorte von OFF//FOTO und alle der Biennale für aktuelle Fotografie bis in die späten Abendstunden geöffnet. Viele bieten an diesem Abend ein besonderes Programm.


Es erscheinen ein ausführliches Programmheft und eine kostenlose Festivalzeitung.
OFF//FOTO e.V. entstand aus einer Zusammenarbeit von Initiatoren der Fotoszene Mannheim. Sie vereint das gemeinsame Interesse an künstlerischer Fotografie und die Verankerung in der Kulturszene der Metropolregion Rhein-Neckar. Mit OFF//FOTO e.V. möchten die Mitglieder der Fotoszene der Metropolregion Rhein-Neckar eine Plattform bieten und ein Netzwerk stärken, das über die Region hinaus Wirkung zeigt.

Christof Schmidt News

POLO TEAM

Im Juli begleitete Christof Schmidt die Polo Schweizermeister
für die Agentur Furrerhugi und fotografierte
Reiter in Action und Spieler Portraits. Für eine
eigene Bildserie hat Christof Schmidt vom Team “Polo Bern”
eine Auswahl zusammengestellt. Die Kombination aus
schwarz/weissen Aktionbildern und Farb-Portraits
der Spieler – direkt nach dem Spiel aufgenommen -
abgekämpft, schmutzig und verschwitzt, fand Christof Schmidt
besonders spannend.

 

Darmstädter Tage der Fotografie

Jubiläum:

10. Darmstädter Tage der Fotografie vom 20. bis 22. April 2018
• Thema: Perspektiven – Strategien fotografischen Handelns
• Bewerbungsfrist für Merck-Preis endet am 10. November 2017
Darmstadt. Die Freunde der zeitgenössischen Fotografie dürfen sich freuen: Vom 20. bis zum 22.
April kommenden Jahres wird Darmstadt wieder für 3 Tage zum Mekka für die Freunde der
internationalen Fotokunst. Was vor 13 Jahren mit der Idee von 4 Darmstädter Fotografinnen und
Fotografen begann, zählt als Darmstädter Tage der Fotografie (DTDF) längst zu den Highlights unter
den deutschen Fotofestivals. Nun feiern die Ausstellungsmacher mit der 10. Auflage bereits das erste
runde Jubiläum.

Thema: Perspektiven – Strategien fotografischen Handelns
Die Jubiläumsausgabe widmet sich dem Thema „Perspektiven – Strategien fotografischen Handelns“.
Dabei wollen die Initiatoren das Fotografische in der Fotografie in den Mittelpunkt stellen. Es wird um
Bilder gehen, die die ursprüngliche Kraft der Fotografie bewusst machen und auf zeitgenössische Art
weiterentwickeln.

Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie erneut mit 10.000 Euro dotiert
Ein Höhepunkt des Fotofestivals bleibt die Verleihung des Merck-Preises der Darmstädter Tage der
Fotografie. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wird von dem Darmstädter
Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck gestiftet. Er wird bereits zum 7. Mal vergeben.
Zur Bewerbung um den Merck-Preis können Arbeiten oder Serien zum Jahresthema eingesendet
werden. Im Dezember wird die Jury etwa 30 Einreichungen auswählen, die während der Fototage-
Ausstellungen gezeigt werden. Aus diesen werden 3 Arbeiten für den 7. Merck-Preis nominiert. Erst
am Tag der Preisverleihung legt die Jury fest, wer den Hauptpreis von 7.000 Euro erhält. Die beiden
weiteren Nominierten erhalten je 1.500 Euro.

Die Jury setzt sich zusammen aus den vier Initiatoren der Darmstädter Tage der Fotografie. Das sind
Alexandra Lechner, Albrecht Haag, Gregor Schuster und Rüdiger Dunker. Weiterhin zählen Ute Noll
(on-photography.com) und Prof. Kris Scholz (h_da Darmstadt) zur Jury.

Die kompletten Ausschreibungsunterlagen können auf der Website www.dtdf.de unter Bewerbung
heruntergeladen oder über info@dtdf.de angefordert werden. Die Bewerbungsfrist endet am 10.
November 2017 (Posteingang).

Vernissage und Saisoneröffnung BILDHALLE

RENÉ BURRI – KOSMOPOLIT BILDHALLE 

Vernissage: Donnerstag 24. August von 18h bis 21.30h

René Burri schuf Ikonen der Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts und entführte uns als viel reisender MAGNUM-Fotograf mit seinen eindringlichen Bildreportagen in alle Winkel dieser Welt. Seine fotografischen Arbeiten waren dabei immer an der Sache interessiert, engagiert, vielschichtig und emphatisch. Er wollte die Welt nicht nur dokumentieren, er wollte sie mit seinen Bildern auch verändern. Die Ausstellung in der Bildhalle wird eine eindrückliche Auswahl seiner signierten Schwarzweiss- und Farbabzüge zeigen, die sowohl das Gestalterische als auch das Dynamische in seiner Bildsprache herausarbeitet und dabei durchaus auch noch Überraschendes bereithält.

Gebäude von Luis Barragan, San Cristobal, Mexiko City, 1976 | Signierter C-Print | 40 x 50 cm | ©René Burri/Magnum Photos

«Die Welt von René Burri ist die Welt in ihrer Ausbreitung, in ihren unendlichen Facetten, in seinen Abertausenden von Negativen. Membra disiecta, also verstreute Dinge, die zusammen gehören durch den Blick ihres Urhebers. René Burris Welt ist unfassbar gross, aber immer konkret formuliert. Man hat von ‹Engagierter Fotografie› gesprochen, concerned photography. Mir kam in den Sinn, dass im Rückblick auf eine ganze Epoche und den Zeugen, der sie formuliert hat, so und nicht anders formuliert, ein neuer Begriff fällig würde: Essentielle Fotografie. Das ist es doch, was wir als René Burris Erben vor uns haben: eine Essenz hervorragender Gegenstände des zwanzigsten Jahrhunderts, aufgehoben in einem seiner Leitmedien, der analogen Fotografie. Aufgehoben mithin in einem besonders schönen Zustand.»

Dieter Bachmann (aus René Burri. Der Unberuhigte, Text zur Ausstellung in der Bildhalle)

Die Bildhalle freut sich, in enger Zusammenarbeit mit der Familie Burri für den Saisonauftakt 2017/18 die erste Einzelausstellung seit dem Tod des wohl bekanntesten und verehrtesten Schweizer Fotografen ankündigen zu dürfen und somit diesem «Humanisten mit Kamera» gebührend zu gedenken.

Gastredner: Dieter Bachmann
Die Ausstellung dauert bis 21. Oktober 2017

Men on a rooftop, Sao Paolo, Brazil, 1960 | Signierter Silber-Gelatine-Print | 40 x 50 cm | ©René Burri/Magnum Photos

 

 

Haus der Photographie der Deichtorhallen

ANDREAS MÜHE −
PATHOS ALS DISTANZ

19. MAI − 20. AUGUST 2017 IM HAUS DER PHOTOGRAPHIE


Mit Andreas Mühe (*1979 Karl-Marx-Stadt) stellt das Haus der Photographie der Deichtorhallen vom 19. Mai bis 20. August 2017 erstmals das junge, vielversprechende Œuvre des deutschen Fotografen vor, dessen ästhetische Wahrnehmung von der Welt des Theaters, der Inszenierung und der Verwandlung geprägt ist.

Die in enger Zusammenarbeit zwischen Andreas Mühe und Ingo Taubhorn, Kurator des Hauses der Photographie, inszenierte Ausstellung »Pathos als Distanz« unternimmt den Versuch eines Deutschlandbildes aus den Augen des Künstlers. Arbeiten aus allen Werkkomplexen Andreas Mühes finden im vom »Großen Festsaal« des Hamburger Rathauses inspirierten Hauptraum der Ausstellung im Zentrum des Hauses der Photographie in einer einzigartigen Inszenierung zusammen. Wie selbstverständlich werden Bezüge unter den Bildern aus bekannten Werkzyklen wie »Neue Romantik«, »Obersalzberg« oder »A.M.« aber auch bisher unveröffentlichte Arbeiten aus »Wald« oder »Jagd« sichtbar. Drei gesonderte Kabinette stellen in intimeren Rahmen Arbeiten aus drei Werkkomplexen vor, die als geschlossene Serien gezeigt werden, darunter »Haltung«.

Seine Werke beschäftigen sich mit Stimmungsklischees der Deutschen, Überhöhungen, Inszenierungen und Brechungen des Machtvollen. Jenseits von Heldenposen entsteht dabei bildnerisch geheimnisvolle Präsenz, so etwa in den Fotografien des Arbeitszimmers von Konrad Adenauer, den Häusern der DDR-Oberen in Wandlitz, dem italienischen Botschafter in seiner Vertretung oder den akribisch choreografierten Portraits von Künstlern und Politikern.

monopol-magazin

Instagram und die Neue Übersichtlichkeit

Was ist bloß aus der Fotografie geworden?

Auf Instagram ist alles auf die maximale Subjektivität hin ausgerichtet: mein Essen, meine Füße, mein Kaffee, meine Wohnung. Was bedeutet das für die Entwicklung der Fotografie?

Was ist bloß aus der Fotografie geworden? Das könnte man sich fragen, wenn man durch die Ausstellung “Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse” im Frankfurter Städel Museum läuft. Dort hängen auf zwei Stockwerke verteilt die Arbeiten der Struffkys, von Candida Höfer, Jörg Sasse, Axel Hütte, Tata Ronkholz und Petra Wunderlich, der ersten Studentengeneration der so genannten Becher-Klasse also. Ihre Lehrer Bernd und Hilla Becher fehlen natürlich nicht (ausführliche Review der Ausstellung in der Juni-Ausgabe von Monopol).

Als die Bechers fotografisch tätig wurden, verstanden sie sich selbst als Denkmalpfleger mit Kamera, nicht als Künstler. Sie wollten fotografisch festhalten, was irgendwann einmal verschwunden sein werden würde. Fördertürme und Hochanlagen, Wassertürme und Gasbehälter, die stillgelegte und vom Abriss bedrohte Industriearchitektur. Die Bechers suchten kühle Objektivität, subjektives Eingreifen war untersagt, die Fotografie war für sie ein Aufzeichnungsmittel – gemeinsam arbeiteten sie sich an einer enzyklopädischen Bestandsaufnahme von Industriebauten mit ihren Kameras ab.

In Ausstellungen erkennt man die Arbeiten von Bernd und Hilla Becher meist schon von Weitem. Ihre Fotografien sind in Tableaus von 6-24 angeordnet. Mit ihren Typologien betonen sie den seriellen Charakter des Mediums Fotografie und fordern den Betrachter zu einem vergleichenden Sehen heraus. Keine Meisterwerke mehr, könnte man sagen, zumindest für einen Augenblick. Bei den Bechers musste sich das Einzelwerk in eine Gruppe einfügen. Digital Natives, die noch nie von Bernd und Hilla Becher und ihren Typologien gehört haben, sind vielleicht wahnsinnig entzückt darüber, dass im Museum endlich einmal etwas aussieht wie ein gut kuratierter Tumblr oder Instagram. Und jetzt muss man sich wirklich fragen, was ist bloß aus der Fotografie geworden?

Als die Bechers anfingen zu fotografieren, waren sie meist im Siegerland unterwegs, wo Bernd Becher herkam. Das ersparte ihnen weite Anfahrtswege. Neben Fördertürmen und Aufbereitungsanlagen der umliegenden Erzbergwerke fotografierten sie auch Fachwerkhäuser. Das Städel hat vor einiger Zeit auf seinem Instagram-Account nacheinander neun dieser Fachwerkhäuser geteilt. Im besten Fall hätte das dann zumindest ein ganz kleines bisschen ausgesehen, wie von Bernd und Hilla Becher intendiert. Nur ist das Format in der – wenn man einmal dieses Wort bemühen darf – Galerieansicht von Instagram das Quadrat. Die Fotos werden also oben und unten beschnitten und sehen folglich gar nicht mehr so aus, wie sie sollten. Vielleicht würden die Bechers bei solch einem Anblick die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und schreiend aus dem Raum rennen, man weiß es nicht.

Fotografien werden bierdeckelgroße Bilder, so der Künstler Wolfgang Tillmansgerade über Fotos, die mit dem Smartphone gemacht wurden. Auf Instagram sind es sogar nur daumennagelkleine Bildchen. Schon allein das kleine Format sorgt dafür, dass die Bilder übersichtlich komponiert sein müssen, damit deren Inhalt beim schnellen Scrollen durch den Feed auf Instagram erfasst werden kann. The big printlarger than life, damit machte die Becher-Schule von sich reden. Eine Arbeit wie Gurskys “Montparnasse”, die aktuell im ersten Stock im Städel Museum an einer Wand hängt, würde mit ihrem Überwältigungseffekt und ihrer Kleinteiligkeit nicht funktionieren. Niklas Maak nannte das Werk wegen seiner Größe von 4,20 Metern in der Breite und knapp 2 Metern in der Höhe “das Hochhaus unter den Fotografien”.

Kommt nach der Neuen Sachlichkeit, dem Neuen Sehen oder beispielsweise der New Color Photography jetzt die Neue Übersichtlichkeit? Nicht nur die Bilder sind übersichtlich, sondern auch die Sujets. Der Blick der Bechers und ihrer Schüler musste maximal objektiv sein, ihre Arbeiten sind präzise, scharf und objektiv in der Wiedergabe des Motivs. Sie idealisierten nicht, ihnen ging es um die reine Beschreibung. Auf Instagram ist alles auf die maximale Subjektivität hin ausgerichtet. Mein Essen, meine Füße, mein Kaffee, meine Wohnung. Und alles bitte möglichst moody und kitschig für den Seufz-Effekt.

Mutet es da nicht ein bisschen wie Ironie an, dass auf Instagram dennoch teilweise zum Erfolg verhilft, was auch bei den Bechers und ihrer Schüler funktionierte und sie auf dem Kunstmarkt zu einer Marke machte? Die unbedingte Konzentration auf ein Thema, wie beispielsweise bei Candida Höfer die Konzentration auf Innenräume. Was etwa auf Instagram läuft: Wenn man nur Gässchen in den Altstädten dieser Welt fotografiert. Die Betonung des Seriellen, wie bei den Bechers. Das Einzelfoto muss auf Instagram sitzen, wie auch jedes weitere Foto, denn irgendwie sieht man zwar Einzelfotos, die aber wiederum fließen hinein in einen Strom von Bildern. Und wer braucht da noch den Kunstmarkt, wenn man sich mit dem Tableau des eigenen Lebens als Content Creator oder Visual Storyteller, kurz als Marketinggaul, vor den Karren großer Unternehmen spannen lassen kann?

http://www.monopol-magazin.de/was-ist-bloss-aus-der-fotografie-geworden

brand eins Ausgabe 06/2017 – Schwerpunkt Umsonst

 

Nicolai Goschin

Pitch dich selbst!

Wer kreativ arbeitet, gilt in den Augen vieler Auftraggeber als ehrenamtlicher Helfer. Für den Agenturchef Nicolai Goschin ist jetzt Zahltag.

Protokoll: Harald Willenbrock
Foto: Schmott

„Pay peanuts and you get monkeys.“ 

David Ogilvy (1911 – 1999), Werbelegende

 

• „Ich arbeite gern in einer Branche, die für mich die beste der Welt ist. Genau deshalb bin ich so entsetzt: Wenn ich mir ansehe, in welcher Schräglage man als sogenannter Kreativer heute permanent unterwegs ist, muss ich kotzen. Und zwar so richtig.

Was ist denn los, dass jeder denkt, Kreation wäre ein Süßigkeitenladen, in dem sich jeder nach Lust und Laune bedienen kann? Naschen, probieren, mitnehmen, Hauptsache, nicht bezahlen? Doch zunächst mal ein paar Schritte zurück zu jenem Novembertag, als ich die Briefing-Mail eines großen deutschen Unternehmens lese, dessen Marken wir jeden Tag im Discounter sehen und das uns als Agentur zum Pitch eingeladen hat. Erst wird mir warm ums Herz – und dann, allmählich, sehr kalt.

Einmal alles. Bitte für nichts

Dort steht, dass man an dem ersten Termin – zu dem natürlich diverse Agenturen eingeladen werden – etwas sehen möchte. Kennen wir. Gefordert wird die Analyse sämtlicher digitaler Kommunikationsmaßnahmen, also Websites, Microsites, Social-Media-Kanäle, Newsletter und vieles mehr. Man wolle aber nicht nur eine Analyse sehen, sondern gleich auch die Optimierungspotenziale ausgearbeitet bekommen. Darüber hinaus sollen relevante technische Trends vorgestellt werden. Und eine Wettbewerbsanalyse wäre auch schön, gern in Bezug auf die gesamte Kommunikation der Mitbewerber.

Also nix da mit ,Pitcht uns mal schnell ‘ne smarte Idee‘. Mit sehr viel gutem Willen kann man das ja irgendwie verstehen: Der Auftraggeber will wissen, was die Agentur draufhat, ob die nur Pixel schubsen können oder auch Strategie. Ich heirate ja auch nicht ohne ein paar Dates vorher und kaufe kein Auto ohne Probefahrt.

Bezahlt wird für den Pitch keinen Cent, mit einem Seufzen könnte man das Ganze unter Akquisekosten verbuchen. Von nix kommt auch nix, könnte man sagen. Wäre da nicht dieser kleine und hässliche Absatz im Briefing. Dort steht ohne Wenn und Aber, dass sämtliche Rechte an den vorgestellten Ideen und Ausführungen (die die Agentur auf eigene Kosten zu erarbeiten hat) dem Auftraggeber übertragen werden. Unentgeltlich. Auch dann, wenn eine andere Agentur den Zuschlag erhält. Na ja, ich lese weiter, vielleicht klingt es nur schlimm. Oh, Moment, es kommt noch schlimmer. Die Rechte an der Arbeit werden nicht nur vollständig übertragen, wir sollen auch noch explizit zustimmen, dass unsere Arbeit von Dritten genutzt, verändert und veröffentlicht werden darf! Was um Gottes willen ist in der Kreativbranche eigentlich schiefgelaufen?

Design? Kann doch jeder

Vielleicht liegt es an den niedrigen Einstiegshürden. Hardware- und Serverkosten werden rasend billiger. Statt teurer Software-Lizenzen bucht man heute ein Creative-Cloud-Modell für 29 Euro im Monat und greift zu fertigen Templates aus dem Netz, statt Lösungen selbst zu gestalten.

Ist ja erst mal nichts Anrüchiges. Führt aber dazu, dass jeder, der in der Schule mal Informatik hatte, sich heute für einen Webdesigner hält. Auch texten, fotografieren und gestalten kann gefühlt jeder irgendwie. Das gilt auf Anbieter- wie auf Kundenseite. Also wird munter herumgestaltet und verschlimmbessert, bis am Ende irgendeine lauwarme Konsenslösung steht. Und beim Kunden das Gefühl bleibt: Hab’ ich doch eigentlich selbst gemacht, so schwer war’s ja nicht, das dürfte nicht viel kosten.

Was für ein Bullshit. Gute Agenturen entwickeln Ideen, Konzepte, Lösungen, von denen andere nur träumen. Und die entstehen nicht zwischen Ausschlafen, Katzenvideo und Chai Latte. Auch wenn das viele glauben. Wie oft habe ich das schon gehört: ,Die Fotos für die Corporate-Website? Machen wir schnell selbst, habe mir für den letzten Urlaub eine Digi-Cam gekauft‘. Wer käme denn in anderen Branchen auf so eine Idee? Ich sage auch nicht zum Klempner: ,Kein Problem, die Heizung repariere ich selbst, ‘ne Rohrzange hab’ ich schließlich auch.‘

Jeder Schreiner würde sich weigern, das vierte Tischbein auf die Oberseite des Tisches zu schrauben, nur weil sein Kunde das verlangt. Aber bei Kreativen gehört das gemeinsame Rumgemurkse zum Alltag. Wie oft haben wir das schon gehört: ,Können Sie uns drei bis fünf Entwürfe liefern? Wir stellen uns dann einfach was zusammen.‘

Ja, könnten wir. Machen wir aber nicht. Kreation und Konzept sind kein Baukasten, wir sind hier nicht im Legoland. Wir liefern genau die eine Lösung ab, die nach bestem Wissen und professioneller Erfahrung die geeignete ist. Falls es der Kunde wünscht, korrigieren wir selbstverständlich gern. Aber den zweit- und drittbesten Entwurf lassen wir genauso zu Hause wie die zig Lösungen, die wir auf dem Weg zur besten ausprobiert und aus gutem Grund verworfen haben.

Üblich ist das nicht. Üblich ist es, ein paar mittelmäßige Alternativen mit in die Abschlusspräsentation zu packen, zum ,Abschuss‘. Entscheidet sich der Kunde dann für die drittbeste Lösung, ist er halt selbst schuld. Mal abgesehen davon, dass er die Irrwege und Fehlversuche am Ende mitbezahlt. Denn irgendwie müssen Agenturen das Honorar, das man ihnen nach Kräften vorenthält und wegverhandelt hat, wieder reinholen.

Dabei ließe sich durch ein vernünftiges Auftraggeber-Agentur-Verhältnis einiges sparen. Es müsste zum Beispiel nur jemand die Eier haben, dem Kunden zu sagen, dass sein zigster Änderungswunsch die Lösung nicht besser macht. Dass die von der Frau des stellvertretenden Marketingleiters vorgeschlagene Variante am Ende sowieso nicht umgesetzt wird, aber erst einmal allseits zu hektischer Betriebsamkeit führt.

Typischerweise werden die Folgen der Inkonsequenz über die Nahrungskette nach unten gereicht. Am Ende schwitzt irgendein Praktikant oder schlecht bezahlter Freelancer übers Wochenende am Agenturschreibtisch, damit am Montagmorgen in der Präsentation alles so aussieht, wie es sich der Kunde am Freitagnachmittag noch überlegt hat.

In der Agentur brennt noch Licht

Auch ich habe eine klassische Studium-Praktikum-Agenturkarriere hinter mir. Meine E-Mail-Adresse lautete „Praktikant6@soundsoagentur.com“, so austauschbar war ich. Ich war Teil des breiten Kreativproletarier-Fundaments, auf dem dieses Agentur-Kalkulationsmodell ruht. Am Anfang klingt die Bezahlung auch ganz gut. Wenn ich als Student nebenbei meine ersten freien Jobs gemacht habe, fühlte ich mich wie ein König. 20 Euro pro Stunde – was brauchte ich mehr?

So dachte ich. So denken viele. Eines Tages aber poppen Themen wie Rentenversicherung, Einkommensteuer, Krankenversicherung und Krankheitstage auf, vielleicht sogar Kinder, Familie und Wohnung. Dann sind 20 Euro plötzlich verdammt wenig. Wer für weniger als 35 Euro pro Stunde arbeitet, lügt sich selbst in die Tasche.

Doch wer einmal zu Dumping-Preisen gestartet ist, kommt da kaum noch raus. Auf Flatrate-Niveau bilden sich aber keine dauerhaften Partnerschaften. Die brauchen Agentur und Kunde jedoch, um effizient miteinander arbeiten zu können.

Mein Erweckungserlebnis hatte ich bei der Weihnachtsfeier eines Kunden, zu der man uns als Agentur angefragt hatte. Leider hatten die Organisatoren bei den Vorbereitungen einiges vergessen, also kam unsere Auftraggeberin hektisch auf uns zu und meinte, wir könnten doch schnell mal Indoor-Kamine, Mehrfachsteckdosen und Ähnliches besorgen. Aber bitte subito, schließlich solle die Sause bald steigen. Als ich freundlich anmerkte, dafür seien doch nicht wir als Digitalagentur, sondern vermutlich eher ihre Eventagentur zuständig, starrte sie mich an, als hätte ich ihr gerade von einer Verzehnfachung unseres Honorars erzählt. In diesem Moment wurde mir klar, dass wir ein anderes Selbstverständnis brauchen. Dass wir lernen müssen, Nein zu sagen. Heute würde ich sagen, es war eine der wichtigsten Erkenntnisse meines bisherigen Berufslebens.

Wir haben uns dann von ein paar Kunden und Geschäftsfeldern getrennt. Wir haben uns auf das konzentriert, was wir wirklich gut können und alles Halbgute sein gelassen. Außerdem haben wir uns ein paar Grundsätze verordnet. Es sind nur ein paar einfache Regeln, aber sie verändern die Zusammenarbeit mit Kunden entscheidend.

Erstens: Unsere Preise verhandeln wir nicht. Die Qualität unserer Leistung ist schließlich auch nicht verhandelbar. Zweitens: An Pitches beteiligen wir uns nur, wenn sie vernünftig honoriert werden. Agenturen, die zu erniedrigenden Bedingungen pitchen, werden erfahrungsgemäß selten zu langjährigen Partnern. Drittens: Wir möchten bei Pitches die Größenordnung des Budgets wissen und erfahren, gegen wen wir antreten. Gegen 19 x-beliebige Konkurrenten anzutreten ist wie Lotto-Spielen, nur frustrierender.

Wir verlieren Aufträge. Zum Glück

Unsere Grundsätze haben uns viele Pitch-Teilnahmen und sicher einige Aufträge gekostet. Glücklicherweise haben mein Partner und ich als alleinige Gesellschafter niemanden im Nacken, der uns Quartals- oder Renditeziele vorschreibt. Obwohl wir die mittlerweile durchaus erreichen könnten.

Denn mit der Zeit meldeten sich zusehends Kunden, die uns wegen unserer Kompetenz haben wollten. Heute sind wir, soweit ich das beurteilen kann, nicht weniger profitabel als Wettbewerber, die einfach jeden Job mitnehmen.

Das Markenunternehmen, das uns die dreisten Pitch-Bedingungen unterjubeln wollte, gehört übrigens nicht zu unseren Kunden. Unsere Absage wurde schulterzuckend akzeptiert.“

 

 

Das ADC Festival 2017

Disrupting Deutschland – Creativity beats Technology?!
Müssen Ingenieure bald auch Kreativkonzepte schreiben? Brauchen Art-Direktoren unbedingt einen IT-Background? Hier mehr über das Motto erfahren.

Millerntor-Stadion – Kampnagel Hamburg – Museum der Arbeit
8. bis 21. Mai 2017

Der Countdown läuft: Am 11. Mai zeichnet der ADC in der Hamburger Event-Location Kampnagel die kreativsten Kampagnen des vergangenen Jahres aus. Bevor auf der feierlichen Award-Gala die begehrten Nägel vergeben werden, dreht sich in der Festivalwoche alles um das diesjährige Motto “Disrupting Deutschland – Creativity beats Technology?!” – oder die Frage, wie disruptiv die Ideen „made in Germany“ eigentlich wirklich sind…

mehr : http://www.horizont.netADC-Festival

 

Städel Museum – Ausstellungsfilm

Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse – Ausstellungsfilm

Volker Döhne, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Tata Ronkholz, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Petra Wunderlich – mit den Studenten und Studentinnen von Bernd und Hilla Becher verbindet sich eine der radikalsten Veränderungen der Kunst unserer Gegenwart: Ihre Werke sind Ausdruck einer selbstbewussten Emanzipation der Fotografie als künstlerisches Medium. Die Ausstellung “Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ widmet sich nun mit 200 Haupt- und Frühwerken dieser bedeutenden Künstlergeneration.

 

Städel Museum _ Die Becher-Klasse

FOTOGRAFIEN 
WERDEN BILDER
27.4.–13.8.2017

Die Becher-Klasse

Mit den Schülern der ersten Becher-Klasse und mehr noch mit ihren Lehrern, Bernd und Hilla Becher, verbindet sich eine der radikalsten Veränderungen der Kunst unserer Gegenwart. Die Ausstellung versammelt rund 200 teils großformatige Hauptwerke, aber auch Frühwerke dieser bedeutenden Künstlerinnen und Künstler.

Volker Döhne, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Tata Ronkholz, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Petra Wunderlich

ÜBER DIE AUSSTELLUNG

In einer umfassenden Überblicksausstellung widmet sich das Städel Museum der Becher-Klasse und dem mit ihr verbundenen Paradigmenwechsel im Medium der Fotografie. Anhand von rund 200 Fotografien der international renommierten oder wiederzuentdeckenden Künstler Volker Döhne, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Tata Ronkholz, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Petra Wunderlich geht die Ausstellung der Frage nach, welchen Einfluss Bernd und Hilla Becher auf ihre Studentinnen und Studenten an der Düsseldorfer Kunstakademie ausübten. Was eint bzw. trennt die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler von ihren Lehrern? Gibt es überhaupt so etwas wie eine Becher-Schule oder haben wir es ‚nur’ mit einer Gruppe sehr erfolgreicher Fotografinnen und Fotografen zu tun, die in einem besonders günstigen historischen Moment am ‚richtigen Ort’ studiert haben? Und welchen Einfluss hatten die Künstlerinnen und Künstler auf unseren gegenwärtigen Bildbegriff?
Die Ausstellung „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ nimmt das Werk des Künstlerpaares als Ausgangspunkt, um die radikale Veränderung im Umgang mit dem Medium der Fotografie, die sich ab den 1980er- und vor allem in den 1990er-Jahren in den Arbeiten der Becher-Schüler manifestiert, aufzuzeigen und ihre kunsthistorische Tragweite bis in unsere Gegenwart zu untersuchen. Zu sehen sind großformatige Hauptwerke sowie zentrale Frühwerke der wohl einflussreichsten deutschen Fotografengeneration.

www.staedelmuseum.de